OrthopÀdie-Technik, Unverzichtbarer

OrthopĂ€die-Technik: Unverzichtbarer Partner fĂŒr den Erfolg bei den Paralympics

06.09.2024 - 11:05:00

Dortmund - Die Paralympischen Spiele vom 28. August bis 8. September 2024 sind ein beeindruckendes Schaufenster menschlicher LeistungsfĂ€higkeit und Willenskraft. Doch hinter jedem Erfolg der 4.400 Sportler aus aller Welt steht nicht nur der Athlet, sondern auch eine hochspezialisierte Disziplin: die OrthopĂ€die-Technik. Als unverzichtbarer Partner der Sportler versorgt das Handwerk die Athleten mit der individuell passenden Technik. Insgesamt 130 OrthopĂ€dietechniker aus 42 LĂ€ndern engagieren sich in Paris ehrenamtlich in der 720 Quadratmeter großen Hauptwerkstatt und in 14 kleineren WerkstĂ€tten in den Sportanlagen unter der Leitung des deutschen Hilfsmittel-Herstellers Ottobock. Darunter sind zahlreiche orthopĂ€dietechnische Handwerker aus Deutschland.

"Die OrthopĂ€die-Technik ist weit mehr als nur ein Handwerk - sie ist der SchlĂŒssel zu den beeindruckenden Leistungen, die wir bei den Paralympischen Spielen bewundern dĂŒrfen", erklĂ€rt Alf Reuter, PrĂ€sident des Bundesinnungsverbandes fĂŒr OrthopĂ€die-Technik (BIV-OT). "Ohne die prĂ€zise angepassten Hilfsmittel, die unsere Techniker vor Ort reparieren oder in besonderen FĂ€llen neu fertigen, wĂ€re es vielen Athleten nicht möglich, ihre sportlichen TrĂ€ume zu verwirklichen. Wir sind stolz darauf, ein unverzichtbarer Partner auf dem Weg zu ihren Erfolgen zu sein."

Maßgeschneiderte Technik und schnelle Hilfe: OrthopĂ€dietechniker sichern die sportliche Leistung bei den Paralympics

Ob Olympische oder Paralympische Spiele: Die Athleten haben immer nur eine Chance, am Wettkampf teilzunehmen. Auf den Punkt mĂŒssen sie ihre Leistungen bringen. Ein Großteil der paralympischen Athleten, die sich in Paris messen, ist bei der Leistungsabfrage auf Hilfsmittel angewiesen. Rollstuhl-Basketball, -Rugby oder -Tennis ist ohne voll funktionsfĂ€higen Rollstuhl unmöglich. FĂŒr Menschen nach Amputation ist eine perfekt sitzende Prothese Grundvoraussetzung fĂŒr einen Wettkampf.

Was tun, wenn der Rahmen eines Rollstuhls vor dem Wettkampf bricht oder der Schaft der Prothese nicht mehr passt, weil sich der Oberschenkel durch das Training verĂ€ndert hat? Die Athleten wenden sich an die orthopĂ€dietechnischen WerkstĂ€tten vor Ort. Unter Hochdruck reparieren sie RollstĂŒhle, Prothesen und Orthesen oder fertigen neue Hilfsmittel, falls eine Reparatur nicht mehr möglich ist. Reifen, SchlĂ€uche oder einzelne Felgen werden beispielsweise innerhalb von Minuten gewechselt. Bricht ein Metallteil am Rollstuhl wird der Bruch entweder geschweißt oder ein neues Hilfsmittel an die speziellen BedĂŒrfnisse des Sportlers angepasst. Selbst das Bauen eines Prothesenschaftes ist möglich. In Paris setzen die Handwerker auf einen vollstĂ€ndig digitalen Prozess. Vom Scannen ĂŒber den Druck des Testschaftes, der Überarbeitung und Anprobe durch den Sportler bis zum finalen neuen Schaft dauert es ganze 48 Stunden und der Athlet kann sein Hilfsmittel wieder optimal nutzen.

OrthopĂ€die-Technik auf Weltklasseniveau: Deutsche Handwerkskompetenz ĂŒberzeugt bei den Paralympics

"Wir alle in den paralympischen WerkstĂ€tten teilen die Sprache der OrthopĂ€dietechnik. Wir verstehen uns vom ersten Moment an blind, denn wir alle wollen Menschen, die auf Hilfsmittel fĂŒr den Alltag oder den Sport angewiesen sind, bestmöglich versorgen. Hinzu kommen all die Begegnungen mit den Athleten und Athletinnen aus aller Welt. Das ist eine unglaubliche Erfahrung und auch Inspirationsquelle", erklĂ€rt Ingo Pfefferkorn, einer der ehrenamtlichen OrthopĂ€dietechnikmeister in Paris und KongressprĂ€sident der OTWorld 2024 in Leipzig. Besonders innerhalb Europas gebe es eine hohe QualitĂ€t in der Versorgung von Menschen mit EinschrĂ€nkungen fĂŒr Sport und Alltag. "In Deutschland ist die Versorgung qualitativ besonders hoch. Das ist unserer breit aufgestellten handwerklichen Ausbildung mit einem hohen Praxisanteil geschuldet. In den Meisterschulen kommen dann noch Spezialisierungen hinzu. Diese Art der Ausbildung haben wir allen anderen LĂ€ndern voraus. Sie ist ein großer GlĂŒcksfall", betonte der PrĂ€sident der Fortbildungsvereinigung fĂŒr OrthopĂ€die-Technik (FOT).

Pressekontakt:

Kirsten Abel
Pressesprecherin des Bundesinnungsverband fĂŒr OrthopĂ€die-Technik
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