Frankreich, Großbritannien

Paris Saint-Germain gewinnt Champions-League-Finale

30.05.2026 - 21:07:02 | dts-nachrichtenagentur.de

Paris Saint-Germain hat das Finale der Champions-League-Saison 2025/2026 gegen den FC Arsenal mit 4:3 im Elfmeterschießen gewonnen und den Titel damit verteidigt.

FußbĂ€lle (Archiv) - Foto: via dts Nachrichtenagentur
FußbĂ€lle (Archiv) - Foto: via dts Nachrichtenagentur
Zum ersten Mal nach zehn Jahren war ein Champions-League-Finale in die VerlÀngerung gegangen, die ebenso wie damals torlos blieb, nach 90 Minuten stand es 1:1.

Vor 67.000 Zuschauern hatte Arsenal den perfekten Start erwischt. PSG dominierte zwar von Beginn an den Ballbesitz, fand jedoch zunĂ€chst keinen Weg durch die kompakt stehende Defensive der Londoner. Bereits in der sechsten Minute nutzten die Gunners einen Fehler von PSG-KapitĂ€n Marquinhos eiskalt aus. Nach einem missglĂŒckten KlĂ€rungsversuch sprang der Ball ĂŒber Leandro Trossard direkt vor die FĂŒĂŸe von Kai Havertz. Der deutsche Nationalspieler zog von der linken Seite in den Strafraum ein und hĂ€mmerte den Ball aus spitzem Winkel unter die Latte. FĂŒr Havertz war es bereits der zweite Treffer in einem Champions-League-Finale nach seinem entscheidenden Tor fĂŒr Chelsea im Jahr 2021.

Der frĂŒhe RĂŒckstand Ă€nderte nichts am Spielbild. PSG kontrollierte die Partie mit teilweise ĂŒber 75 Prozent Ballbesitz, doch die Mannschaft von Luis Enrique fand gegen die tief stehende Arsenal-Abwehr kaum Lösungen. Die gefĂ€hrlichen Offensivspieler Ousmane DembĂ©lĂ©, DĂ©sirĂ© DouĂ© und Khvicha Kvaratskhelia wurden von der hervorragend organisierten Defensive um William Saliba und Gabriel MagalhĂŁes weitgehend neutralisiert.

Die wenigen Chancen der Franzosen blieben harmlos. FabiĂĄn Ruiz verzog nach einer Hereingabe von DouĂ© deutlich, Kvaratskhelia scheiterte mehrfach an entschlossenen GrĂ€tschen der Arsenal-Verteidiger und DembĂ©lĂ© fand mit DistanzschĂŒssen kein Ziel. Auf der anderen Seite blieb Arsenal bei Kontern gefĂ€hrlich. Kurz vor der Pause hĂ€tte Havertz beinahe erhöht, doch Marquinhos rettete in höchster Not mit einer starken GrĂ€tsche.

Mit Beginn der zweiten Halbzeit erhöhte PSG den Druck spĂŒrbar. Die Pariser spielten nun direkter, dynamischer und suchten hĂ€ufiger den Weg in den Strafraum. Arsenal verteidigte zunĂ€chst weiterhin diszipliniert, doch die Angriffe des Titelverteidigers wurden zunehmend gefĂ€hrlicher. Nach knapp einer Stunde war die Partie schließlich wieder offen.

In der 62. Minute drang Kvaratskhelia nach einem Doppelpass in den Strafraum ein und wurde von Cristhian Mosquera klar von hinten getroffen. Schiedsrichter Daniel Siebert zeigte sofort auf den Punkt. Ousmane DembĂ©lĂ© ĂŒbernahm die Verantwortung und verwandelte den Strafstoß souverĂ€n zum 1:1. David Raya entschied sich fĂŒr die falsche Ecke und hatte keine Abwehrchance.

Der Ausgleich verlieh PSG zusĂ€tzlichen Auftrieb. Arsenal wirkte kurzzeitig angeschlagen und musste mehrere gefĂ€hrliche Situationen ĂŒberstehen. Besonders Kvaratskhelia sorgte immer wieder fĂŒr Unruhe. In der 76. Minute hatte der Georgier die FĂŒhrung auf dem Fuß, als er nach einem starken Solo an Saliba vorbeizog. Sein abgefĂ€lschter Schuss prallte jedoch nur gegen den linken Pfosten.

Auch in der Schlussphase der regulĂ€ren Spielzeit blieb PSG die aktivere Mannschaft. Vitinha verfehlte das Tor mit einem Schlenzer nur um Zentimeter, wĂ€hrend Arsenal nur noch selten fĂŒr Entlastung sorgen konnte. Kurz vor dem Ende musste PSG zudem einen RĂŒckschlag verkraften, als DembĂ©lĂ© mit muskulĂ€ren Problemen ausgewechselt werden musste.

Nach 90 Minuten stand es 1:1 - erstmals seit dem Madrider Stadtderby zwischen Real und Atlético im Jahr 2016 ging ein Champions-League-Finale wieder in die VerlÀngerung.

Dort entwickelte sich ein offener Schlagabtausch. Arsenal versuchte zunĂ€chst, wieder mutiger nach vorne zu spielen, wĂ€hrend PSG weiterhin mehr Ballbesitz hatte. Die beste Möglichkeit der VerlĂ€ngerung entstand in der 107. Minute. Bradley Barcola setzte sich auf der rechten Seite durch und legte per Kopf quer in den FĂŒnfmeterraum. Dort lauerte der eingewechselte Gonçalo Ramos völlig frei, doch Arsenal-Keeper David Raya reagierte glĂ€nzend, sprintete aus seinem Tor und verhinderte mit einer spektakulĂ€ren Rettungsaktion den möglichen Siegtreffer.

Auf der Gegenseite kam Arsenal vor allem durch Standardsituationen zu Möglichkeiten. Declan Rice brachte mehrere gefĂ€hrliche FreistĂ¶ĂŸe in den Strafraum, doch PSG-Schlussmann Matvei Safonov blieb aufmerksam. Die Partie wurde zunehmend von Erschöpfung geprĂ€gt. HincapiĂ© spielte trotz offensichtlicher Beschwerden weiter, wĂ€hrend PSG mit den Auswechslungen von Vitinha und Marquinhos sogar auf zwei wichtige FĂŒhrungsspieler verzichten musste.

In den letzten Minuten der VerlĂ€ngerung drĂŒckte PSG noch einmal auf die Entscheidung, doch Arsenals Defensive hielt stand. Die Londoner verteidigten leidenschaftlich und ließen kaum klare Chancen zu. Paris hatte zwar mehr Ballbesitz und mehr Offensivaktionen, konnte daraus jedoch keinen entscheidenden Vorteil mehr ziehen.

Im Elfmeterschießen vor der Pariser Kurve hatten die Pariser die besseren Nerven. Arsenals Eberechi Eze verschoss, direkt danach hielt sein Keeper David Raya den Versuch von PSGs Nuno Mendes. Am Ende schoss Arsenals Gabriel den Ball ĂŒbers Tor.

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