WM, Deutschland

Silber für Zeidler: Erfolgreiche WM-Rückkehr nach Pause

28.09.2025 - 08:48:50 | dpa.de

Starkes Comeback: Ruderer Oliver Zeidler erkämpft sich bei der WM im Einer überraschend Silber und beweist einmal mehr seine Weltklasse.

  • Oliver Zeidler jubelt. (Archivbild) - Foto: Sebastian Kahnert/dpa
    Oliver Zeidler jubelt. (Archivbild) - Foto: Sebastian Kahnert/dpa
  • Alexandra Föster ruderte bei der WM erstmals in einem A-Finale. (Archivbild)  - Foto: Sebastian Kahnert/dpa
    Alexandra Föster ruderte bei der WM erstmals in einem A-Finale. (Archivbild) - Foto: Sebastian Kahnert/dpa
Oliver Zeidler jubelt. (Archivbild) - Foto: Sebastian Kahnert/dpa Alexandra Föster ruderte bei der WM erstmals in einem A-Finale. (Archivbild)  - Foto: Sebastian Kahnert/dpa

Oliver Zeidler hat den deutschen Ruderern bei der WM in Shanghai trotz eingeschränkter Vorbereitung eine Spitzenplatzierung beschert und eine erfolgreiche Titelverteidigung nur ganz knapp verpasst. Beim Sieg des griechischen Tokio-Olympiasiegers Stefanos Douskos (6:36,75 Minuten) erkämpfte sich der 29-Jährige im Einer-Endlauf nach hartem Rennen den zweiten Platz (6:37,17). Zeidler verpasste damit nur knapp seinen vierten WM-Titel nach 2019, 2022 und 2023.

«Ich bin sehr, sehr zufrieden. Ich war schon zufrieden, als ich das A-Finale erreicht habe nach acht Wochen Training. Dass ich hier jetzt mit Edelmetall nach Hause gehe, ist ein sehr schöner Bonus», sagte Zeidler nach dem Rennen. Er nehme «ganz viel Motivation mit». «Mit einer Goldmedaille hätte ich mir sagen können, acht Wochen Training reichen auch in Zukunft. Jetzt bin ich heiß auf die neue Saison, um mich da ordentlich vorzubereiten und fit zu sein.»

Bereits vor der WM hatte Zeidler seine Chancen auf eine Titelverteidigung eher gering eingeschätzt. Für ihn waren die Titelkämpfe in China das Comeback auf der internationalen Bühne nach längerer Wettkampfpause. Nach seinem Olympiasieg in Paris im Vorjahr hatte Deutschlands Sportler des Jahres 2024 den Fokus auf sein Studium gelegt und daher auf die EM und die Weltcup-Rennen in dieser Saison verzichtet.

Para-Boot holt einziges deutsches WM-Gold 

Bei den Frauen ruderte Alexandra Föster aus Meschede zuvor beim Sieg der Irin Fiona Murtagh (7:12,27 Minuten) in 7:26,31 Minuten auf Platz fünf. Für die 23-Jährige war bereits der Einzug in ihr erstes A-Finale bei einer WM ein großer Erfolg.

Die erste und einzige WM-Goldmedaille für den Deutschen Ruderverband hatte zuvor ein Para-Boot eingefahren: Kathrin Marchand (Leverkusen) und Valentin Luz (Frankfurt) gewannen im Mixed-Doppelzweier der Klasse PR3 souverän Gold, stellten eine Weltbestzeit auf und holten zugleich die erste WM-Medaille in dieser Bootsklasse seit 2017.

Der deutsche Mixed-Achter – der perspektivisch olympisch werden könnte – belegte bei seiner WM-Premiere Rang sechs. Den Sieg in diesem neuen Wettbewerb mit vier Männern und vier Frauen ging an Rumänien vor Italien und Neuseeland. Der ebenfalls erstmals bei einer WM ausgetragene Mixed-Zweier mit Pia Greiten (Osnabrück) und Ole Hohensee (Stralsund) verpasste das A-Finale und beendete die Titelkämpfe nach dem B-Finale auf Platz zehn.

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