WM, Nationalmannschaft

Kapitän Kimmich nach WM-Aus: Kein Rücktritt beim DFB

30.06.2026 - 02:45:32 | dpa.de

Wie in Russland, wie in Katar: Die Nationalmannschaft scheitert erneut früh bei einer Fußball-WM. Immer dabei: Joshua Kimmich. Der Kapitän findet klare Worte und äußert sich zu seiner Zukunft.

  • Will weiter für Deutschland spielen: Kapitän Kimmich. - Bild: Tom Weller/dpa
    Will weiter für Deutschland spielen: Kapitän Kimmich. - Bild: Tom Weller/dpa
  • So sehen Verlierer aus: Deutschland scheitert an Paraguay. - Bild: Federico Gambarini/dpa
    So sehen Verlierer aus: Deutschland scheitert an Paraguay. - Bild: Federico Gambarini/dpa
Will weiter für Deutschland spielen: Kapitän Kimmich. - Bild: Tom Weller/dpa So sehen Verlierer aus: Deutschland scheitert an Paraguay. - Bild: Federico Gambarini/dpa

Nationalmannschaftskapitän Joshua Kimmich hat nach der dritten enttäuschenden Weltmeisterschaft in Serie einen Rücktritt ausgeschlossen. «Ich werde immer die Power haben für einen neuen Anlauf. Was ich niemals tun werde ist: Aufgeben», sagte der 31 Jahre alte Fußball-Profi bei Magenta TV nach dem völlig unerwarteten Ausscheiden im Sechzehntelfinale gegen Paraguay.

Wie schon nach dem Aus in der Gruppenphase in Katar bei der vorausgehenden WM fand der Bayern-Profi deutliche und reflektierte Worte. Es sei «schon so, dass man hier antritt und Deutschland stolz machen will», sagte Kimmich. Als Kind erinnere er sich an Finals oder Halbfinals für das DFB-Team. Das wolle man auch der aktuellen Generation geben. 

«Fakt ist, dass wir das all den Menschen zu Hause nicht geben konnten. Das ist sehr, sehr schade. Gerade in einer Zeit, wo es uns, glaube ich, extrem guttun würde in Deutschland, wenn wir was haben, worauf man stolz sein kann. Die Nationalmannschaft ist es leider gerade nicht», sagte Kimmich. 

Kimmich: Dafür müssen wir geradestehen

«Dafür tragen wir alle Verantwortung und dafür müssen wir auch Verantwortung übernehmen. Da darf sich auch keiner rausnehmen. Dafür müssen wir geradestehen. Weil wir Spieler, die auf dem Platz stehen, haben das verbockt. Das war nicht der Trainer, nicht die Medien, nicht der Schiedsrichter. Das waren einzig und allein wir», sagte Kimmich. 

Wie beim Vorrunden-Aus 2018 in Russland und 2022 in Katar verpasste das DFB-Team beim XXL-Turnier mit erstmals 48 Mannschaften in Amerika die Runde der besten 16 Teams. Dort spielt nun Außenseiter Paraguay in Philadelphia gegen den Sieger der Partie Frankreich gegen Schweden.

de | sport | 69656289 |

Weitere Meldungen

Kimmichs WM-Trauma und ein Versprechen: «Niemals aufgeben». Doch auch in Amerika geht es schief, so wie 2018 und 2022. Joshua Kimmich sucht Erklärungen. Auch ein Rückkehrer muss «mit der Situation klarkommen». Als Kapitän wollte er seine WM-Vita umschreiben. (Sport, 30.06.2026 - 10:46) weiterlesen...

Abgesang einer Fußball-Nation mit Noch-Trainer Nagelsmann. Das dritte WM-Desaster lässt Deutschland als traurige Fußball-Nation zurück. Der Bundestrainer spürt die Verantwortung - und will dennoch bleiben. Weltklasse war vorgestern. (Politik, 30.06.2026 - 10:46) weiterlesen...

So geht es weiter für die Nationalmannschaft. Die Nationalmannschaft startet nach einer langen Sommerpause aber zunächst in der Nations League. Die erste Partie ist ein Prestigeduell gegen einen anderen WM-Verlierer. Nach der WM ist vor der EM. (Sport, 30.06.2026 - 10:11) weiterlesen...

Gescheiterte Nationalmannschaft zurück im WM-Quartier. Das Quartier in North Carolina muss viel zu früh geräumt werden. Nach dem Aus gegen Paraguay steht Bundestrainer Nagelsmann in der Kritik. Ein letztes Mal fliegt die DFB-Elf zurück nach Winston-Salem. (Sport, 30.06.2026 - 08:04) weiterlesen...

Weiter mit Nagelsmann: Was dafür und was dagegen spricht. Sein Vertrag läuft auch noch bis zur EM 2028. Wie sollte der DFB entscheiden? Und was die Vergangenheit lehrt. Julian Nagelsmann möchte als Bundestrainer weitermachen. (Sport, 30.06.2026 - 08:01) weiterlesen...

Von Qualität bis Pech: Vier Gründe für das WM-Scheitern. Ein fataler Trugschluss. Nach dem dritten frühen WM-Aus ist klar: Die Gründe für das Scheitern sind vielfältig. Jahrelang wurde trotz Misserfolgen von Qualität und Potenzial der DFB-Elf gesprochen. (Sport, 30.06.2026 - 07:06) weiterlesen...