Rund 780 Festnahmen in Frankreich: Krawalle nach PSG-Triumph
31.05.2026 - 12:52:54 | dpa.deHeftige Auseinandersetzungen in Frankreich haben einmal mehr den Champions-League-Triumph von Paris Saint-Germain ĂŒberschattet. Nach einer aktualisierten Zwischenbilanz von Innenminister Laurent Nuñez hat sich die Lage weiter verschĂ€rft: Demnach wurden landesweit inzwischen rund 780 Menschen festgenommen, darunter etwa 480 allein in Paris.Â
Zudem wurden 57 Polizisten bei den EinsÀtzen verletzt. Im Vergleich zu einem Àhnlichen Vorjahresevent entspricht dies einem Anstieg von rund 30 Prozent. Die Behörden gehen davon aus, dass sich die Zahlen im Laufe der weiteren Auswertungen noch verÀndern könnten.
Zu ZwischenfĂ€llen kam es in rund fĂŒnfzehn StĂ€dten, darunter PlĂŒnderungen in Rennes, StraĂburg, Clermont-Ferrand und Grenoble. «Es gab feierliche Demonstrationen, die von einer Reihe von Ausschreitungen begleitet waren, was der Situation entspricht, die wir erwartet und daher vorausgesehen hatten. Diese Ausschreitungen sind absolut inakzeptabel», erklĂ€rte Nuñez.
Die Champions-League-Sieger von Paris Saint-Germain sollten am Nachmittag in der Stadt empfangen werden.Â
Rund 22.000 Polizisten landesweit im Einsatz
Besonders rund um den Prachtboulevard Champs-ĂlysĂ©es, wo sich Tausende Menschen versammelt hatten, war die Lage eskaliert: Vermummte Personen und EinsatzkrĂ€fte gerieten mehrfach aneinander, Wurfgeschosse und TrĂ€nengas wurden eingesetzt. Auf Videos in den sozialen Medien ist zu sehen, wie Autos brennen, Barrikaden errichtet und Feuerwerkskörper auf Menschen gefeuert werden.
Im Parc des Princes wurde das Spiel aus Budapest per Public Viewing ĂŒbertragen. Nach Angaben der französischen Medien war das Stadion nahezu vollstĂ€ndig gefĂŒllt und bot Platz fĂŒr etwa 40.000 Zuschauer. Rund 8.000 Polizisten waren in Paris im Einsatz, landesweit insgesamt 22.000.Â
Die Szenen erinnerten an die Ausschreitungen nach dem Champions-League-Triumph im Vorjahr. Damals gab es zwei Tote, knapp 200 Verletzte sowie 559 Festnahmen. Die Behörden zÀhlten zudem knapp 700 BrÀnde, insbesondere von Autos. Krawalle am Rande der Feiern gab es besonders in Paris.
So schÀtzen die Börsenprofis Aktien ein!
FĂŒr. Immer. Kostenlos.
