Deutschland, Italien

Trotz Platz vier: Skibergsteigerin Paller froh über Premiere

19.02.2026 - 15:30:47 | dpa.de

Zum ersten Mal gehört Skibergsteigen zum Olympia-Programm: Während Tatjana Paller sogar bis ins Finale stürmt, scheitern Helena Euringer und Finn Hösch schon in ihren Vorläufen.

  • Tatjana Paller wird Olympia-Vierte - Foto: Michael Kappeler/dpa
  • Ins Finale gestürmt: Tatjana Paller - Foto: Michael Kappeler/dpa
  • Diese Treppen müssen bewältigt werden. - Foto: Michael Kappeler/dpa
  • Helena Euringer schied früh aus. - Foto: Michael Kappeler/dpa
  • Erste Olympiasiegerin im Skibergsteigen: Marianne Fatton - Foto: Michael Kappeler/dpa
  • Jubelt über Gold: Oriol Cardona Coll - Foto: Michael Kappeler/dpa
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Nur wenige Momente haderte Tatjana Paller nach der verpassten Medaille bei der Olympia-Premiere der Skibergsteigerinnen. Edelmetall wäre das «Nonplusultra gewesen», sagte die 30-Jährige. «Aber hätte mir vorher jemand gesagt, ich werde Vierte bei Olympia, dann hätte ich das genommen. Aber ich bin auch so froh.» 

Nach einer Aufholjagd in der Abfahrt, bei der Paller von einem Sturz einer Konkurrentin profitierte, fehlten der WM-Dritten im Ziel nur etwas mehr als drei Sekunden auf die Spanierin Ana Alonso Rodriguez, die Bronze gewann. Die historisch erste Goldmedaille dieser Sportart ging an Marianne Fatton aus der Schweiz, Silber an die Französin Emily Harrop. «Ich finde es hart, dass bei Olympia immer nur Medaillen zählen», sagte Paller. «Klar, Dritter ist besser als Vierter, aber beides ist die Weltspitze.» In dieser ist die Bayerin längst angekommen.

Stimmung besser als im Weltcup

Angenommen wurde die Neuerung im olympischen Wettkampfprogramm indes gut. Die Stimmung auf der Tribüne und an der Piste sei ausgelassen und spürbar besser gewesen als bei einem Weltcup, meinte ein Sprecher des deutschen Teams. Angestachelt von der Atmosphäre erreichte Paller als Zweite ihres Vorlaufs das Halbfinale, in dem sie in einem engen Kampf ebenfalls einen guten Eindruck hinterließ und erneut direkt weiterkam. 

«Es war sehr, sehr cool, deswegen muss man das jetzt auch genießen. Mit so vielen Zuschauern ein Rennen laufen, das hatten wir noch nie», sagte Paller, die mit großer Nervosität in den Tag gestartet war. «Ich habe mich dreimal übergeben in der Früh, da wusste ich echt nicht, wie ich es machen soll. Ich bin das gewohnt, aber es ging mir noch viel schlechter als vor anderen Wettkämpfen.»

Skibergsteigen hat den Ursprung im Skitourengehen. Die Athletinnen und Athleten laufen mit ihren Skiern einen Hang hoch. Um dabei nicht rückwärts zu rutschen, sind Felle unten an die Skiflächen gespannt. Für ein kurzes Stück müssen sie auch Treppen steigen, auf diesem Streckenabschnitt werden die Skier abgeschnallt. Oben angekommen werden die Felle an den Skiern entfernt und es geht eine kurze Abfahrt hinunter.

Ein unvergesslicher Tag

Frühzeitig waren indes Helena Euringer als Fünfte und Finn Hösch auf Rang vier in ihren Vorläufen gescheitert. «Vorwiegend überwiegt die Freude, das ist ein unvergesslicher Tag», sagte Hösch, dem fast vier Sekunden für das direkte Weiterkommen gefehlt hatten. «Das Ergebnis weiß ich sportlich einzusortieren. Ich weiß, dass es nicht an der Laufleistung gelegen hat, sondern, dass es eine falsche taktische Entscheidung mit der Fellwahl war.»

Hösch war der einzige Deutsche in der Männer-Konkurrenz, in der Oriol Cardona Coll aus Spanien Gold bejubeln durfte. Silber ging an den Russen Nikita Filippow, der offiziell als «Individueller Neutraler Athlet» (AIN) startet.

Für Hösch und Paller gibt es indes noch eine weitere Chance, sich zu beweisen. Sie treten am Samstag in der Mixed-Staffel an. «Ich würde sagen, wir wären zufrieden, wenn wir einen Top-Fünf-Platz erreichen. Eine Medaille wäre toll, aber das wird sehr, sehr schwierig», sagte Paller.

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