Kunst, Kultur

Ein Jahr nach spektakulĂ€rem Raub: Antiker Goldhelm zurĂŒck

02.04.2026 - 16:22:45 | dpa.de

Anfang 2025 sprengen Einbrecher die TĂŒren eines Museums. Sie stehlen wertvolle KunstschĂ€tze aus RumĂ€nien - darunter ein rund 2.500 Jahre alter Goldhelm. Nun machen die mutmaßlichen TĂ€ter einen Deal.

  • Der Goldhelm aus fast reinem Gold gilt als Kulturgut von unschĂ€tzbarem Wert und Symbol fĂŒr die Geschichte RumĂ€niens. - Foto: Sem Van Der Wal/ANP/dpa
  • Der Kunstraub hatte vor allem in RumĂ€nien einen Schock ausgelöst. - Foto: Sem Van Der Wal/ANP/dpa
Der Goldhelm aus fast reinem Gold gilt als Kulturgut von unschĂ€tzbarem Wert und Symbol fĂŒr die Geschichte RumĂ€niens.  - Foto: Sem Van Der Wal/ANP/dpa Der Kunstraub hatte vor allem in RumĂ€nien einen Schock ausgelöst. - Foto: Sem Van Der Wal/ANP/dpa

Mehr als ein Jahr nach dem spektakulĂ€ren Kunstraub aus einem niederlĂ€ndischen Museum ist der Großteil der Beute wieder in Sicherheit. Dazu gehört auch das wertvollste StĂŒck: ein rund 2.500 Jahre alter Goldhelm aus RumĂ€nien. 

Der Helm und zwei antike Goldarmreifen seien der Staatsanwaltschaft ĂŒbergeben worden, teilte die niederlĂ€ndische StaatsanwĂ€ltin Corien Fahner in Assen mit. Die Beute sei durch Vermittlung der Verteidiger der TatverdĂ€chtigen ĂŒbergeben worden. Der Prozess gegen drei mutmaßliche TĂ€ter beginnt in etwa zehn Tagen.

Helm ist leicht beschÀdigt

Die KunstschĂ€tze wurden im Museum in Assen unter strengem Polizeischutz prĂ€sentiert. Der Helm aus der Zeit um 450 vor Christus ist nach Angaben von Museumsdirektor Robert van Langh leicht eingedrĂŒckt, aber nicht dauerhaft beschĂ€digt: «Die beiden Armreifen sind in perfektem Zustand». 

Ein dritter Armreifen fehlt noch. Die Suche danach wird nach Angaben der Staatsanwaltschaft fortgesetzt. Wo die KunstschÀtze in den vergangenen 14 Monaten waren, wurde nicht mitgeteilt. 

Deal mit TĂ€tern

Den SchlĂŒssel fĂŒr die RĂŒckgabe der Beute hĂ€tten die VerdĂ€chtigen selbst gehabt, sagte die StaatsanwĂ€ltin. Die Justiz hatte demnach einen Deal mit den mutmaßlichen TĂ€tern gemacht. Einzelheiten dazu nannte sie nicht. Möglicherweise wurde ihnen eine geringere Strafe in Aussicht gestellt. 

RumĂ€nische Ermittler hatten eng mit den niederlĂ€ndischen Kollegen zusammen gearbeitet. «Dadurch bekommen wir nicht nur rumĂ€nisches Kulturerbe zurĂŒck, sondern auch europĂ€isches», sagte die rumĂ€nische StaatsanwĂ€ltin Daniela Buruiana in Assen. 

Vier VerdÀchtige festgenommen

In der Nacht zum 25. Januar 2025 hatten Einbrecher den Eingang des kulturhistorischen Museums in Assen in der nördlichen Provinz Drente gesprengt. Sie hatten es auf KulturschĂ€tze der Sonderausstellung «Dakien - das Reich aus Gold und Silber» abgesehen. Die Objekte aus dem Nationalmuseum fĂŒr die Landesgeschichte in Bukarest sollten nur wenig spĂ€ter nach RumĂ€nien zurĂŒckgebracht worden. 

Schon einige Tage nach der Tat waren nach Tipps aus der Bevölkerung vier VerdÀchtige weit entfernt vom Tatort, nÀmlich etwa 50 Kilometer im Norden von Amsterdam, festgenommen worden. Drei von ihnen, MÀnner im Alter von 21 bis 36 Jahre, wird nun der Prozess gemacht. 

RumÀnien geschockt wegen des Verlusts

Der Kunstraub hatte vor allem in RumĂ€nien einen Schock ausgelöst. Der Goldhelm aus fast reinem Gold gilt als Kulturgut von unschĂ€tzbarem Wert und Symbol fĂŒr die Geschichte RumĂ€niens. Die KunstschĂ€tze sollen nun so schnell wie möglich nach RumĂ€nien zurĂŒckkehren. 

Die Versicherung hatte dem Museum in RumÀnien inzwischen eine EntschÀdigung von 5,7 Millionen Euro bezahlt. Diese Summe war von der niederlÀndischen Regierung der Versicherung erstattet worden.

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