DLRG warnt: Lebensgefahr beim Betreten von EisflĂ€chen - auch in ĂŒberschwemmten Gebieten
08.01.2024 - 09:38:50 | presseportal.de
"Die ĂŒberfluteten Flussauen werden sich womöglich in diesen Tagen zu mĂ€rchenhaften Landschaften aus Eis entwickeln. Doch man sollte sie nur von sicherem Boden aus bestaunen", rĂ€t der DLRG Experte. "Strömungen und Verwirbelungen sorgen an vielen Stellen dafĂŒr, dass die Eisschicht nur langsam anwĂ€chst", so der Leiter Einsatz der DLRG weiter. Vom Eis umschlossene StrĂ€ucher und BĂŒsche fĂŒhrten zu einer verminderten TragfĂ€higkeit. Unter der gefrorenen OberflĂ€che ablaufendes Wasser lieĂe HohlrĂ€ume entstehen, was die Gefahr des Einbrechens nochmals erhöhe. Zudem seien die GelĂ€nde weitrĂ€umig und auch deshalb fĂŒr EinsatzkrĂ€fte nur schwer zugĂ€nglich. "Wer Hilfe benötigt, hat wohl nur eine geringe Aussicht auf Rettung", so Paffrath.
TragfÀhigkeit zumeist noch nicht gegeben
Allgemein empfehlen die Wasserretter, mit dem Schlittschuhlaufen oder dem Spaziergang auf dem Eis zu warten, bis die EisflĂ€che dafĂŒr freigegeben wird. Eltern sollten ihre Kinder ĂŒber die Gefahren, die auf zugefrorenen Seen lauern, informieren. "Das Eis braucht Zeit, um tragfĂ€hig zu sein. Auf stehenden GewĂ€ssern sollte es mindestens 15 Zentimeter, auf BĂ€chen und FlĂŒssen sogar 20 Zentimeter dick sein", sagt Paffrath. EisflĂ€chen sollten deshalb nicht gleich an den ersten frostigen Tagen betreten werden.
Wintersportler sollten sich wenn möglich nur an bewachten GewĂ€ssern und nie allein auf das Eis wagen. Zudem sind Warnungen in lokalen und regionalen Medien zu beachten. "Das Eis sendet Signale aus, auf die ich achten muss", rĂ€t Paffrath. Dunkle Stellen verraten: Es ist noch viel zu dĂŒnn. Hier ist die Gefahr einzubrechen besonders groĂ. Wenn das Eis knistert und knackt, sollte man sich flach hinlegen, um das Gewicht zu verteilen. Dann geht es in Bauchlage in Richtung Ufer.
Besondere Vorsicht ist auf verschneiten EisflĂ€chen und an bewachsenen Uferzonen geboten. Auch Seen, die von BĂ€chen oder FlĂŒssen durchzogen sind, sind gefĂ€hrlich. An den Ein- oder AusflĂŒssen kann innerhalb weniger Meter das Eis deutlich dĂŒnner und die EisqualitĂ€t völlig anders sein als auf dem Rest des Sees.
Eigene Sicherheit beachten
Wer sich auf das Eis wagt, sollte sich zur eigenen Sicherheit vorher nach geeigneten Rettungsmitteln umsehen. "Auch ein umgedrehter Schlitten, eine Leiter oder ein Seil sind bei einem Eiseinbruch brauchbare Hilfsmittel", so der praktische Rat von Paffrath. Denn: Im Notfall zĂ€hlt jede Sekunde. Der VerunglĂŒckte droht schnell zu unterkĂŒhlen. ZunĂ€chst sollten Helfer jedoch unbedingt den Notruf (112) absetzen und möglichst weitere Helfer mobilisieren.
Die wichtigsten Regeln fĂŒr das Verhalten auf dem Eis hat die DLRG auf ihrer Website zusammengestellt: https://dlrg.de/eisregeln.
Pressekontakt:
Martin Holzhause
Leiter DLRG Pressestelle
Telefon: 05723 955 442
Mobil: 0162 175 12 04
E-Mail: presse@dlrg.de
Original-Content von: DLRG - Deutsche Lebens-Rettungs-Gesellschaft ĂŒbermittelt durch news aktuell
So schÀtzen die Börsenprofis Aktien ein!
So schÀtzen die Börsenprofis Aktien ein!

