Vergleich, Kinder

Vergleich: So gesund essen Kinder in anderen LÀndern / Die QualitÀt von Kita- und Schulessen ist hierzulande schwankend. Andere LÀnder zeigen, wieŽs besser geht

08.08.2025 - 08:00:00

Baierbrunn - Essen wird in Deutschland oft als notwendige Nebensache gesehen. In vielen Betriebskantinen bestimmen schnelle, aber schwere Gerichte den Speiseplan. Frisch und gesund kochen braucht Zeit, Wissen und Geld. All das ist knapp. Leider gilt das auch schon bei der Verpflegung von Kita- und Schulkindern: Verbindliche QualitĂ€tsstandards fehlen, die umfassenden Empfehlungen der Deutschen Gesellschaft fĂŒr ErnĂ€hrung (DGE) sind nur in fĂŒnf BundeslĂ€ndern verpflichtend. In anderen LĂ€ndern essen Kinder in Kita und Schule oftmals viel besser als hierzulande, hat das Gesundheitsmagazin "Apotheken Umschau" festgestellt.

Evaluierung der Schulverpflegung

In Japan beispielsweise lernen Kinder in der Schule neben lesen, schreiben und rechnen auch die Herkunft und die Zubereitung von Mahlzeiten. Seit 2008 spielt die "Förderung der ErnĂ€hrungserziehung" eine wichtige Rolle im Lehrplan. In Kitas und Schulen sind ErnĂ€hrungsfachkrĂ€fte dafĂŒr zustĂ€ndig, die SpeiseplĂ€ne zu erstellen. Sie achten dabei auch darauf, dass das Essen japanische, chinesische und westliche Komponenten enthĂ€lt. Die SchĂŒlerinnen und SchĂŒler essen in der Regel in ihren Klassenzimmern und besprechen im Unterricht die verzehrten Lebensmittel.

Als Vorzeigeland in Sachen Kita- und Schulverpflegung gilt Schweden. Jedes Kind kann in der Vorschule und Schule gratis Mittag essen. So können auch soziale Unterschiede ausbalanciert werden. Außerdem ist seit 2011 gesetzlich festgeschrieben, dass die Mahlzeiten in den schwedischen Institutionen nĂ€hrstoffreich sein mĂŒssen. Gekocht wird das Essen in Schul- oder kommunalen KĂŒchen, finanziert wird dies ĂŒber Steuern. Eine wichtige Rolle spielt zudem das Feedbacksystem: Die Schulverpflegung wird ĂŒber ein Online-Tool regelmĂ€ĂŸig evaluiert, auch von den SchĂŒlerinnen und SchĂŒlern selbst.

Zwei Stunden Zeit fĂŒrs Mittagessen

Genuss wird großgeschrieben in französischen Schulmensen. Alle Kinder erhalten dort tĂ€glich ein hochwertiges Drei- oder Vier-GĂ€nge-MenĂŒ. Bereits seit den 1970er-Jahren gelten in Frankreich verpflichtende QualitĂ€tsstandards mit NĂ€hrstoffangaben. Die Mittagspausen dauern bis zu zwei Stunden, damit die Kinder ihr Essen genießen können. "In Frankreich findet sich viel WertschĂ€tzung fĂŒr das gemeinsame Essen wieder", sagt Dr. Kerstin Clausen vom Bundeszentrum Kita- und Schulverpflegung ( www.gemeinsamgutessen.de) in der "Apotheken Umschau". 50 Prozent der Lebensmittel fĂŒr das Schulessen mĂŒssen in Frankreich aus nachhaltigen Quellen stammen, davon 20 Prozent aus Bio-QualitĂ€t. Und Snackautomaten sind an den Schulen verboten.

Weitere Informationen rund um das Thema "Über-Gewicht" unter www.a-u.de/ueber-gewicht

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