Heuschnupfen, Allergien

Heuschnupfen: Warum Allergien schlimmer werden

24.04.2025 - 09:00:11

Baierbrunn - Viele Menschen mit Heuschnupfen haben den Eindruck, dass sich ihre Allergie mit der Zeit verschlimmert. "Immer hĂ€ufiger berichten mir Patientinnen und Patienten mit einer Pollenallergie, dass sie frĂŒher im Jahr, lĂ€nger und heftiger von den typischen Heuschnupfensymptomen geplagt werden", berichtet Dr. Bettina Brandt, FachĂ€rztin fĂŒr Allgemeinmedizin in der HausĂ€rztlichen Praxis vor dem MĂŒhlentor in LĂŒbeck, gegenĂŒber dem "HausArzt-PatientenMagazin".

Klimawandel verÀndert die Situation

Eine laufende Nase, Kratzen im Hals und vielleicht auch brennende, gerötete Augen lassen sich zwar meist gut mit Antihistaminika lindern, so die Ärztin: "Die Mittel gibt es zur örtlichen Behandlung als Nasenspray oder Augentropfen oder in Tablettenform zum Einnehmen. Sie mindern die Wirkung des Botenstoffs Histamin, der an der allergischen Reaktion beteiligt ist." Eine Zeit lang könne man damit meist gut klarkommen - bis die Saison der bestimmten Pollen, gegen die man allergisch ist, wieder vorbei ist.

Allerdings treten, so Bettina Brandt, durch den Klimawandel verschiedene PhĂ€nomene auf, welche die Situation verĂ€ndern. "So wurde beobachtet, dass die Zeitfenster der Pollenflugpausen immer kleiner werden. Höhere CO2-Werte könnten dafĂŒr verantwortlich sein, dass Pflanzen außerdem mehr Pollen freisetzen." Nicht zuletzt fĂŒhrten die steigenden Temperaturen dazu, dass sich hierzulande neue Pflanzenarten ansiedeln, auf deren Pollen manche Menschen allergisch reagieren, so Brandt. "Je nachdem, wo Sie leben, kann auch die Schadstoffbelastung der Luft dazu beitragen, dass sich Ihre Beschwerden verschlimmern."

Sofort Àrztlicher Rat bei Husten oder Atemnot

Die HausĂ€rztin oder der Hausarzt kann Betroffene beraten, welche Maßnahmen helfen, zum Beispiel eine Hyposensibilisierung. Brandts Tipp fĂŒr Menschen mit Heuschnupfen: Nasenduschen mit Kochsalzlösung. Allerdings warnt die Ärztin: "Bei Husten oder Atemnot suchen Sie bitte unverzĂŒglich Ă€rztlichen Rat - diese sind Alarmzeichen fĂŒr den sogenannten Etagenwechsel, bei dem sich Asthma entwickelt."

Diese Meldung ist nur mit Quellenangabe zur Veröffentlichung frei. Das "HausArzt-PatientenMagazin" gibt der HausÀrztinnen- und HausÀrzteverband in Kooperation mit dem Wort & Bild Verlag heraus. Die Ausgabe II-2025 wird bundesweit in Hausarztpraxen an Patienten abgegeben.

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