Weihnachtswunder: Wenn Kinderaugen wieder strahlen / Mit einer Operation am Grauen Star schenkt die CBM unzÀhligen Kindern in den Àrmsten Regionen der Welt das Augenlicht
21.11.2023 - 07:00:12Nur allzu gerne wĂ€re JosuĂ© aus der Demokratischen Republik Kongo ein Junge so wie alle anderen in seinem Viertel. Und nichts tĂ€te er lieber, als mit den Nachbarskindern FuĂball zu spielen. Doch der zehnjĂ€hrige Junge ist nahezu blind, er hat Grauen Star. Deshalb sitzt JosuĂ© meist allein vor seiner aus Holz und Wellblech zusammengeschusterten HĂŒtte, wĂ€hrend die anderen Kinder ausgelassen zwischen WĂ€scheleinen herumtoben. JosuĂ©s Familie lebt in einem Armenviertel der Hauptstadt Kinshasa. Dass mit seinen Augen etwas nicht stimmte, bemerkte seine Mutter bereits sehr frĂŒh: "Schon als kleiner Junge hat JosuĂ© immer schlechter gesehen", berichtet sie: "Aber wir hatten nie das Geld fĂŒr einen Arztbesuch."
Andere erkennt Josué nur noch an der Stimme
Auch zur Schule geht JosuĂ© nicht, weil er nicht sehen kann. Andere Menschen erkennt er inzwischen nur noch an der Stimme. Seine Mutter lebt in stĂ€ndiger Angst, dass JosuĂ© etwas zustöĂt. Denn immer wieder fĂ€llt der Junge hin. Deshalb erlaubt ihm seine Mutter auch nicht, nach drauĂen zu gehen. Doch gleichzeitig schmerzt es sie, ihren Sohn so ans Haus zu fesseln. "Wenn er fragt, warum er nicht wie die anderen zur Schule gehen kann, versuche ich, ihm Hoffnung zu machen und sage, dass auch er eines Tages zur Schule gehen wird." Die Mutter weiĂ: Ohne eine Behandlung wird JosuĂ© ein Leben lang auf andere angewiesen sein. Aber der Junge hat GlĂŒck: In den Slums von Kinshasa sucht eine Sozialarbeiterin gezielt nach Kindern, die wie er an Grauem Star leiden. Sie gehört zum Team einer CBM-geförderten Augenklinik in der Hauptstadt Kinshasa. Und sie sorgt auch dafĂŒr, dass der Junge dort kostenlos untersucht wird.
Eine Welt der Möglichkeiten tut sich auf
Der behandelnde Augenarzt Dr. Janvier Kilangalanga hat schon unzĂ€hlige Patientinnen und Patienten am Grauen Star operiert: "Grauer Star ist eine der Hauptursachen fĂŒr Erblindung in der Demokratischen Republik Kongo und in Afrika", berichtet er. Der Augenarzt weiĂ, dass das bei Kindern besonders dramatisch ist. Denn nur wenn sie rechtzeitig operiert werden, lernt ihr Gehirn noch, Sehsignale gut zu verarbeiten. Sonst droht ihnen ein Leben im Abseits. "Diese Kinder können oft nicht zur Schule gehen und spĂ€ter nicht arbeiten. Sie bleiben arm und werden abhĂ€ngig von anderen Familienmitgliedern", so Kilangalanga. Nach der Operation ist JosuĂ© wie verwandelt. Strahlend sitzt er auf seinem Bett. Seine Augen leuchten, als er seine Mutter erkennt und plötzlich auch seine Umgebung klar wahrnimmt. Auch JosuĂ©s Mutter ist erleichtert und glĂŒcklich. Endlich kann ihr Junge ein Leben fĂŒhren wie alle anderen Kinder auch. Sein Traum, zur Schule zu gehen, wird endlich wahr. Was wie ein Weihnachtswunder klingt, ist fĂŒr JosuĂ© Wirklichkeit geworden.
Ăber die CBM
Die Christoffel-Blindenmission (CBM) zĂ€hlt zu den international fĂŒhrenden Organisationen fĂŒr inklusive Entwicklungszusammenarbeit. Sie unterstĂŒtzt Menschen mit Behinderungen in den Ă€rmsten LĂ€ndern der Welt - und das seit 115 Jahren. Gemeinsam mit ihren lokalen Partnern sorgt sie dafĂŒr, dass sich das Leben von Menschen mit Behinderungen grundlegend und dauerhaft verbessert. Sie leistet medizinische Hilfe und setzt sich fĂŒr gleichberechtigte gesellschaftliche Teilhabe ein. Ziel ist eine inklusive Welt, in der Menschen mit und ohne Behinderungen ihre FĂ€higkeiten einbringen können und niemand zurĂŒckgelassen wird. Im vergangenen Jahr förderte die CBM 391 Projekte in 44 LĂ€ndern. Mehr unter www.cbm.de.
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