Artenschutz, VerbÀnde

Der Regenwald ist weit. Der Zoo um die Ecke. / Zum World Wildlife Day am 3. MĂ€rz betont Zooverband VdZ: Moderne Zoos sind Motoren des Artenschutzes und wohnortnahe PlĂ€tze fĂŒr Naturerfahrung

02.03.2026 - 09:19:16 | presseportal.de

Berlin - Bei manchen Tierarten, wie zum Beispiel dem Vietnam Sika Hirsch, der Mendesantilope oder dem Spix-Ara leben aktuell in menschlicher Obhut etwa genauso viele oder sogar mehr Tiere als in der Natur. Zoos werden so zur letzten Zuflucht. Einige Tierarten existieren heute noch - weil Zoos sie erhalten haben. Darunter die Arabische Oryx, die SĂ€belantilope und die Soccorotaube. In der Natur waren sie lĂ€ngst verschwunden. Das zeigt, wozu wissenschaftlich gefĂŒhrte Zoos in der Lage sind, wenn Schutz, Zucht und Forschung konsequent zusammenwirken. Weitere Tierarten sind dank der BemĂŒhungen der Zoos wieder in der Wildnis zu finden oder ihr Bedrohungsstatus hat sich verbessert.

Der Regenwald ist weit. Der Zoo um die Ecke. / Zum World Wildlife Day am 3. MĂ€rz betont Zooverband VdZ: Moderne Zoos sind Motoren des Artenschutzes und wohnortnahe PlĂ€tze fĂŒr Naturerfahrung - Bild: presseportal.de
Der Regenwald ist weit. Der Zoo um die Ecke. / Zum World Wildlife Day am 3. MĂ€rz betont Zooverband VdZ: Moderne Zoos sind Motoren des Artenschutzes und wohnortnahe PlĂ€tze fĂŒr Naturerfahrung - Bild: presseportal.de

Am Tag der Biologischen Vielfalt, am 3. MĂ€rz, richtet sich der Blick auf den Zustand der Artenvielfalt weltweit: Arten verschwinden, Ökosysteme verlieren an StabilitĂ€t und damit geraten auch die natĂŒrlichen Grundlagen von ErnĂ€hrung, Wasserhaushalt und Klimabalance unter Druck. Der Verlust vollzieht sich schleichend - und genau das macht ihn so schwer greifbar. Das wirft eine Frage auf, die ĂŒber den World Wildlife Day hinausreicht: Was braucht unsere Gesellschaft, um die biologische Vielfalt zu erhalten?

"Forschende belegen seit Jahren eine zunehmende Entfremdung von Natur in stĂ€dtischen Gesellschaften", sagt Volker Homes, GeschĂ€ftsfĂŒhrer des Verbandes der Zoologischen GĂ€rten (VdZ). "Wo unmittelbare Naturerfahrung fehlt, wĂ€chst Distanz - und aus Distanz wird GleichgĂŒltigkeit und manchmal steigert sich das sogar in die Angst vor der Natur, die sogenannte Biophobie. Zoos können diesen Kreislauf durchbrechen. Sie sind fĂŒr Millionen Menschen direkt erreichbar und machen biologische Vielfalt konkret erfahrbar."

FĂŒr viele Kinder ist der Zoo der erste Ort, an dem sie Artenvielfalt nicht digital vermittelt, sondern unmittelbar erleben: ein Tier, ein Blick, ein Moment des Staunens, der Wissen und emotionale Bindung zugleich schafft. Die 71 Mitgliedszoos des Verbandes der Zoologischen GĂ€rten erreichen jĂ€hrlich mehr als 42 Millionen Besucherinnen und Besucher. JĂ€hrlich nehmen rund 1,2 Millionen Besucherinnen und Besucher an mehr als 170.000 speziellen Bildungsangeboten teil.

Dabei reicht die Arbeit dieser Zoos weit ĂŒber den Besuchsbetrieb hinaus. Die Mitgliedszoos des VdZ leiten 140 internationale Zuchtprogramme zum Erhalt bedrohter Arten, wildern jĂ€hrlich rund 500 Wirbeltiere aus mehr als 20 Arten in Europa aus und engagieren sich mit Personal, Expertenwissen und Sachspenden in mindestens 155 Natur- und Artenschutzprojekten in 55 LĂ€ndern. In den vergangenen fĂŒnf Jahren haben sie mehr als 50 Millionen Euro in Natur- und Artenschutzprojekte investiert. Über 200 Tierarten sind durch internationale Schutzmaßnahmen, an denen auch Zoos beteiligt sind, heute weniger gefĂ€hrdet als noch vor wenigen Jahrzehnten.

Dass diese Arbeit gesellschaftlich verankert ist, zeigt eine reprÀsentative Forsa-Umfrage: 93 Prozent der Deutschen finden es wichtig, dass Zoos bedrohte Tierarten erhalten. Artenschutz ist Daseinsvorsorge - Grundlage von LebensqualitÀt, wirtschaftlicher Resilienz und der langfristigen HandlungsfÀhigkeit von Gesellschaften. Zoos tragen dazu bei, indem sie Wissen, NÀhe und VerstÀndnis in die Breite der Gesellschaft bringen.

Auch am World Wildlife Day 2026 öffnen die 71 Mitgliedszoos des VdZ in Deutschland, Österreich, der Schweiz und Spanien ihre TĂŒren - fĂŒr Familien, Schulklassen und alle, die verstehen wollen, was auf dem Spiel steht.

Pressekontakt:

Astrid Falter
Leiterin Kommunikation
Verband der Zoologischen GĂ€rten (VdZ) e.V.
Telefon: +49 (0)30 206 53 90 14
E-Mail: astrid.falter@vdz-zoos.org
Website: www.vdz-zoos.org
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