radio3 und Literaturhaus Berlin vergeben Walter-Serner-Preis 2025 an Tina Schneider
Veröffentlicht am: 11.11.2025 um 09:51 Uhr | presseportal.de
"Löwe"
In "Löwe" erklĂ€rt der Junge Sammy seiner Familie, dass er in der Schule absurde AuftrĂ€ge annimmt. Wenn er z. B. rĂŒckwĂ€rts lĂ€uft oder die Stinkesocken eines MitschĂŒlers anzieht, bekommt er von anderen Kindern ein paar Euro dafĂŒr. Vor allem seine groĂe Schwester Selma ist entsetzt. Doch Sammy spart auf einen Stift mit Löwenkopf, den gerade alle haben. Tina Schneider portrĂ€tiert subtil die Dynamiken einer Familie, die BĂŒrgergeld bezieht und bei jeder Ausgabe rechnen muss. "Löwe" hat die Jury begeistert: eine temporeiche und ĂŒberzeugend gebaute Kurzgeschichte ĂŒber Statussymbole, Mut und TrĂ€ume und eine Familie, die zusammenhĂ€lt.
Ăber Tina Schneider
Tina Schneider, geboren 1975 in Hamburg, hat Soziologie in Hamburg und Rom studiert, eine Ausbildung an der Hamburger Henri-Nannen-Journalistenschule absolviert, fĂŒr GEO, die ZEIT, Brigitte und andere groĂe Magazine geschrieben und arbeitet momentan in der Kommunikation eines kommunalen Unternehmens.
Beim Walter-Serner-Preis 2025 gingen 941 gĂŒltige Bewerbungen ein. Gesucht wurden in diesem Jahr unveröffentlichte Kurzgeschichten, die sich mit dem Thema "money, money, money" beschĂ€ftigen.
radio3 vom rbb und das Literaturhaus Berlin vergeben den mit 5.000 Euro dotierten Preis jĂ€hrlich. Gastjurorin 2025 ist die Autorin Marlen Hobrack, die auch die Laudatio auf die PreistrĂ€gerin halten wird. In der Jury waren auĂerdem Sonja Longolius und Janika Gelinek, die Leiterinnen des Literaturhaus Berlin, sowie Nadine Kreuzahler und Anne-Dore Krohn vom rbb.
Die Preisverleihung live auf radio3
Der Preis wird am 2. Dezember 2025 um 19.00 Uhr im Studio 14, der rbb Dachlounge, verliehen. Die Veranstaltung wird live im Radio auf radio3 ĂŒbertragen. Tickets fĂŒr die Verleihung sind u.a. an den Theaterkassen der Stadt und ĂŒber die Webseite des Literaturhaus Berlin fĂŒr 12,50 Euro, ermĂ€Ăigt 10 Euro, erhĂ€ltlich.
Walter Serner wurde 1889 in Karlsbad geboren und lebte in Wien, Berlin und ZĂŒrich. Er schrieb u.a. "Letzte Lockerung. Ein Handbrevier fĂŒr Hochstapler" und "Die Tigerin". 1942 wurde er aus Prag nach Theresienstadt deportiert und von dort weiter in den Wald von Bikernieki bei Riga, wo er am 23. August 1942 mit seiner Frau Dorothea ermordet wurde. Der Walter-Serner-Preis fĂŒr Kurzgeschichten soll an sein Leben und Wirken erinnern. Es gibt ihn seit Mitte der 1970er Jahre. Seit 1996 ist der Preis dotiert und wird gemeinsam von radio3 vom rbb und dem Literaturhaus Berlin ausgeschrieben und verliehen.
Weitere Informationen
www.radio3.de/walter-serner-preis und www.li-be.de
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Rundfunk Berlin-Brandenburg (rbb)
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Alke Lorenzen
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