Naturschutz, Tierschutz

10 Jahre HauptstadtbĂŒro Verband der Zoologischen GĂ€rten / Schutz der Artenvielfalt braucht entschiedene politische Impulse

26.09.2025 - 12:54:20

Berlin - Seit einem Jahrzehnt vertritt das HauptstadtbĂŒro des Verbands der Zoologischen GĂ€rten (VdZ) die Belange wissenschaftlich gefĂŒhrter Zoos gegenĂŒber Politik und Zivilgesellschaft. Zum JubilĂ€umsfestakt am Mittwoch in Berlin begrĂŒĂŸte der Verband zahlreiche GĂ€ste, unter anderem aus der Politik - darunter Carsten TrĂ€ger, Parlamentarischer StaatssekretĂ€r im Bundesumweltministerium (BMUKN) und Schirmherr der Veranstaltung, sowie Sabine Riewenherm, PrĂ€sidentin des Bundesamts fĂŒr Naturschutz (BfN). Beide hoben die bedeutende Rolle der Zoos fĂŒr den Erhalt der biologischen Vielfalt hervor.

"Zoologische GĂ€rten haben lĂ€ngst ihren Platz in unserer nationalen und internationalen BiodiversitĂ€tsstrategie", sagt der Parlamentarische StaatssekretĂ€r Carsten TrĂ€ger. "Sie schaffen Wissen, emotionale Bindung und leisten konkrete Hilfe - von der Nachzucht bedrohter Tierarten bis zur Wiederansiedlung in ihren natĂŒrlichen LebensrĂ€umen."

Die Mitgliedszoos des VdZ pflegen derzeit ĂŒber 170.000 Wirbeltiere. Im Durchschnitt hĂ€lt jeder VdZ-Zoo ĂŒber 160 Arten. JĂ€hrlich investieren sie mehr als 11 Millionen Euro in ĂŒber 150 nationale und internationale Artenschutzprojekte.

Konkrete Erfolge

"Noch immer fehlt es an einer konkreten Integration der vielfĂ€ltigen ArtenschutzaktivitĂ€ten der VdZ-Zoos in die Nationale BiodiversitĂ€tsstrategie, obwohl die gesellschaftliche Bedeutung von Erhaltungszucht, Artenkenntnis und Bildungsarbeit unbestritten ist", sagt Dr. Dag Encke, PrĂ€sident des Verbands der Zoologischen GĂ€rten Dr. Dag Encke, PrĂ€sident des Verbands der Zoologischen GĂ€rten und Direktor des Tiergartens NĂŒrnberg.

2022 etwa konnten mehr als 550 Wirbeltiere aus VdZ-Projekten in ihre LebensrĂ€ume entlassen werden - von der EuropĂ€ischen Sumpfschildkröte ĂŒber den Luchs bis zum Waldrapp. In den vergangenen fĂŒnf Jahren waren es weit mehr als 1.000 Tiere. Damit tragen die Zoos auch zur Umsetzung der Nationalen BiodiversitĂ€tsstrategie 2030 bei.

Diese konkreten Erfolge sind keine SelbstverstĂ€ndlichkeit, sondern Ausdruck hoch spezialisierter Arbeit: "Unsere Tierpfleger, Forscher und TierĂ€rzte verfĂŒgen ĂŒber Expertise und Erfahrungen in Haltung, Zucht und Auswilderung und schaffen so die Voraussetzungen dafĂŒr, dass gefĂ€hrdete Tiere langfristig in ihren natĂŒrlichen LebensrĂ€umen ĂŒberleben können", berichtet Dag Encke.

Politische Forderungen

In Anbetracht dieser Leistungen wirbt der Verband fĂŒr eine stĂ€rkere öffentliche Förderung: "Der Großteil der Arbeit wird bisher aus eigenen Mitteln finanziert. Angesichts des dramatischen Verlustes der Artenvielfalt brauchen wir deutlich mehr UnterstĂŒtzung von Bund, LĂ€ndern und Kommunen, um Artenschutz wirkungsvoll umzusetzen", erklĂ€rte VdZ-GeschĂ€ftsfĂŒhrer Volker Homes.

Lokale Bedeutung

Neben ihrem internationalen Engagement sind Zoos in Deutschland unverzichtbare Bildungs- und Begegnungsorte. JĂ€hrlich sensibilisieren sie Millionen Besucherinnen und Besucher fĂŒr Natur- und Artenschutz, regen gesellschaftliche Diskussionen an und leisten so einen wichtigen Beitrag zum gesellschaftlichen Dialog ĂŒber den Schutz der biologischen Vielfalt.

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Astrid Falter
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