Letzter Umzug fĂŒr sterbenskranke Menschen in Bethel / GĂ€ste beziehen neues Hospiz Haus Zuversicht
12.02.2025 - 12:00:01Sechs Hospiz-GĂ€ste bewĂ€ltigen an diesem Wintervormittag Ende Januar ihre wohl letzten gröĂeren Ortswechsel. Schon vor ihrem Einzug ins alte Haus hatten sie und ihre Angehörigen dem notwendigen Umzug zugestimmt. Mit GesprĂ€chen und einer genauen Vorbereitung haben die Mitarbeitenden des Hauses den sterbenden Menschen Bedenken und Ăngste genommen. Ein Umzugsunternehmen hat Koffer und Taschen sowie jede Menge Kartons vom Altbau am Bethelweg in das neue, moderne Haus Zuversicht am Quellenhofweg geschafft. Nun packen Mitarbeitende und Ehrenamtliche letzte GegenstĂ€nde zusammen. Und die RettungssanitĂ€terinnen und -sanitĂ€ter des Unternehmens Biekra verlegen die GĂ€ste per Krankentransport an den neuen Hospiz-Standort.
"Alle GĂ€ste sind wohlbehalten angekommen - das ist das Wichtigste", resĂŒmiert Hospiz-Leiterin Yeliz Leisemann mittags erleichtert. Gut geklappt hat es auch, weil jeder Gast einen Paten oder eine Patin zur Seite gestellt bekommen hat. Wie zum Beispiel Stephanie Netzeband. Die Hospiz-Mitarbeiterin weicht wĂ€hrend des Umzuges nicht von der Seite der ihr anvertrauten Ă€lteren Frau und spricht immer wieder mit ihr. "Ich habe ihre Sachen zusammengepackt, sie auf der Fahrt im Krankenwagen begleitet und in ihrem neuen Zimmer alles eingerĂ€umt", berichtet Stephanie Netzeband. Neben der praktischen UnterstĂŒtzung sei es wichtig, den GĂ€sten Ruhe zu vermitteln. Auch Angehörige der sterbenskranken Menschen sind in das neue Haus Zuversicht gekommen, um ihre Liebsten dort in Empfang zu nehmen, ihnen etwas von der Aufregung zu nehmen und das Ankommen zu erleichtern.
Zu den ersten sechs GĂ€sten des neuen Hospizes werden schon bald weitere hinzukommen. 16 PlĂ€tze stehen im neuen Haus Zuversicht zur VerfĂŒgung. Das alte GebĂ€ude konnte nur bis zu zehn Menschen aufnehmen. AuĂerdem fehlte es dort an der nötigen Barrierefreiheit. So konnten Menschen wegen enger TĂŒren nicht in Pflegebetten liegend aus ihren Zimmern herausgefahren werden. Und in den GĂ€stezimmern des alten Hospizes waren keine BĂ€der vorhanden. Barrierefreiheit und BĂ€der sind aber fĂŒr den Betrieb eines Hospizes mittlerweile gesetzlich vorgeschrieben. Ein Umbau kam nicht in Frage, weil durch einen Einbau zusĂ€tzlicher BĂ€der PlĂ€tze verlorengegangen wĂ€ren.
Im neuen Hospiz machen jetzt alle, die beim Umzug anpacken, eine Mittagspause. Es gibt Kartoffelsuppe und WĂŒrstchen, zubereitet in der gemĂŒtlichen WohnkĂŒche im Erdgeschoss des Hauses. Auch ein Gast sitzt mit am groĂen Tisch; die anderen speisen in ihren neuen Zimmern. Das Essen schmeckt köstlich. Und gibt den fleiĂigen Helferinnen und Helfern Kraft, an diesem Tag auch noch den Rest des Umzuges zu bewĂ€ltigen.
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