Fashion-Apps: Smartphone statt Schaufenster - Kunden shoppen mehr, aber nicht in der Filiale
17.06.2025 - 07:00:01Vom Bummeln zum Scrollen: Wie drastisch der Einfluss von Mode-Apps auf das Kaufverhalten der Menschen in Deutschland ist, zeigt die Simon-Kucher Fashion-App-Studie. Mehr als ein Viertel der Befragten (28 Prozent) kauft durch die Apps in Summe hĂ€ufiger Kleidung ein. Eine Belebung fĂŒr die Filialen? Mitnichten! Denn rund ein Drittel (31 Prozent) kauft seit Nutzung der Apps seltener in Filialen ein.
Shopping-Frequenz und Ausgabenhöhe steigen
"Weniger Filialbesuche, aber höhere Shopping-Frequenz: Durch Mode-Apps verschiebt sich der Umsatz aufs Smartphone!", resĂŒmiert Martin Mattes, Partner im Consumer Sektor von Simon-Kucher. "Mode-Apps sind keine Begleiter mehr - sie sind die treibende Kraft hinter dem Einkauf." Nicht nur in der Frequenz, sondern auch der Ausgabenhöhe. So gibt ein FĂŒnftel der App-Nutzenden (19 Prozent) an, mehr Geld zu investieren.
"Der Impulskauf entsteht heute beim Scrollen"
Rabatte treiben zusÀtzlich: Mehr als ein Drittel (35 Prozent) lÀsst sich bei der Produktauswahl von Rabatten in der App leiten, 42 Prozent kaufen dadurch mehr. "Der Impuls zum Kauf entsteht heute nicht mehr vor dem Regal, sondern beim Scrollen!", weià Markus Goller, Partner bei Simon-Kucher. "Wer Fashion-Apps nutzt, wird viel öfter Kaufreizen ausgesetzt. Jedes noch so kleine Signal kann hier zum Kauf verleiten."
Fashion-Apps schaffen das GefĂŒhl zu sparen - selbst wenn der Warenkorb wĂ€chst
Wie tiefgreifend der Einfluss von Mode-Apps ist, zeigt sich auch am Preisempfinden. Denn obwohl App-Nutzende in der Regel mehr kaufen, sagt ein Drittel (34 Prozent), dass sie durch Fashion-Apps weniger Geld ausgeben. "Fashion-Apps schaffen das GefĂŒhl zu sparen - selbst wenn der Warenkorb wĂ€chst", resĂŒmiert Markus Goller. Das Ergebnis? GlĂŒckliche Kundschaft und volle Kassen bei HĂ€ndlern und Markenherstellern.
"Wer im Feed erscheint, verkauft!"
Markenhersteller dĂŒrften die Ergebnisse der Simon-Kucher Fashion-App-Studie besonders freuen. Denn die Empfehlungs-Algorithmen wirken: Ganze 17 Prozent der Befragten sagen, dass sie gezielt Produkte wĂ€hlen, die ihnen die App vorschlĂ€gt. Ein Viertel (27 Prozent) probiert dadurch mehr Marken aus. "Wer im Feed erscheint, verkauft!", so Mattes. "FĂŒr Marken wird Sichtbarkeit zum wichtigen Kriterium bei Mode-Apps."
KI als Kauf-Turbo: Mehr Ausgaben durch intelligente GröĂenberatung
Besonders stark verĂ€ndern sich Verhaltensmuster, wenn kĂŒnstliche Intelligenz ins Spiel kommt - etwa durch personalisierte Empfehlungen oder GröĂenberatung. "KĂŒnstliche Intelligenz ist der Kauf-Turbo der Mode-Apps. Wenn KI im Spiel ist, wird mehr und hĂ€ufiger gekauft!", weiĂ Markus Kröll, Senior Director bei Simon-Kucher. So ist unter den App-Nutzern der KI-Funktionen der Anteil derer, die mehr Geld ausgeben, mit 24 Prozent mehr als doppelt so hoch als bei den Nicht-KI-Funktions-Nutzern. Und auch die Zahl der Menschen, die hĂ€ufiger einkaufen, steigt unter den KI-Funktions-Nutzern von 21 Prozent auf 32 Prozent.
Gewagter, auffÀlliger, modischer: Fashion-Apps prÀgen Kleidungsstil
Neben dem Kaufverhalten verĂ€ndert sich auch das Selbstbild. Ein Viertel der Menschen, die Mode-Apps nutzen, fĂŒhlt sich laut der Simon-Kucher Fashion-App-Studie modischer gekleidet, 18 Prozent greifen hĂ€ufiger zu auffĂ€lligeren oder gewagteren Styles. "Mode-Apps werden zur persönlichen Stil-Spielwiese und steigern das Selbstbewusstsein", resĂŒmiert Kröll. "Gewagter, auffĂ€lliger, modischer: Fashion-Apps entscheiden lĂ€ngst mit, was im Kleiderschrank landet."
*Ăber die Studie: Die reprĂ€sentative Simon-Kucher Fashion-App-Studie 2025 wurde im MĂ€rz 2025 von Simon-Kucher in Zusammenarbeit mit dem unabhĂ€ngigen Marktforschungsinstitut Appinio durchgefĂŒhrt. 1.000 Verbraucher*innen in Deutschland wurden hierfĂŒr zu Fashion-Apps und ihren Funktionen befragt.
Vertiefende Informationen und Infografiken in DruckqualitĂ€t (aktuell nur fĂŒr Medien und Partnerunternehmen) sind auf Anfrage erhĂ€ltlich.Teil 1 von 3 der Simon-Kucher Fashion-App Studie der Studienergbnisse steht bereits zum Download bereit. Die Ergebnisse zu dieser Pressemitteilung (Teil 2) stehen in KĂŒrze ebenfalls auf simon-kucher.com zum Download bereit.
Ăber Simon-Kucher
Simon-Kucher ist eine globale Unternehmensberatung mit mehr als 2.000 Mitarbeitenden in ĂŒber 30 LĂ€ndern. Unser Fokus: "Unlocking Better Growth". Wir helfen unseren Kunden, "besser" zu wachsen, indem wir jeden Aspekt ihrer Unternehmensstrategie optimieren, von Produkten und Preisen bis hin zu Innovation, Digitalisierung, Marketing und Vertrieb. Mit rund 40 Jahren Erfahrung in Monetarisierung und Pricing gelten wir als weltweit fĂŒhrend in den Bereichen Preisberatung und Unternehmenswachstum. simon-kucher.com
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