RĂŒge fĂŒr Spanien wegen israelkritischen Kommentaren beim ESC
17.05.2025 - 17:35:14Die Kontroverse um die Teilnahme Israels am Eurovision Song Contest (ESC) hat Spanien eine RĂŒge des Ausrichters eingebracht. Die spanische Zeitung «El PaĂs» berichtet, der Ausrichter des Wettbewerbs, die EuropĂ€ische Rundfunkunion (EBU) habe dem Sender RTVE mit einer Geldstrafe gedroht, falls dessen Kommentatoren im Finale erneut den Gaza-Konflikt erwĂ€hnen.Â
«Wir können bestĂ€tigen, dass wir mit RTVE ĂŒber diese Angelegenheit gesprochen und klargestellt haben, dass von den Kommentatoren erwartet wird, dass sie bei den Ăbertragungen des Eurovision Song Contest NeutralitĂ€t wahren», teilte die EBU auf Nachfrage mit. Eine Geldstrafe erwĂ€hnte sie nicht.Â
Der spanische Sender RTVE hatte schon eine Debatte um den Ausschluss Israels vom ESC gefordert. Bei der Moderation des Halbfinales hatten die Kommentatoren ĂŒber die zivilen Opfer des israelischen Krieges gegen die palĂ€stinensische Terrororganisation Hamas im Gazastreifen mit mehr als 50.000 Todesopfern gesprochen. Der Krieg war eine Reaktion auf die verheerenden TerroranschlĂ€ge aus dem Gazastreifen auf Israel am 7. Oktober 2023. Eine Ăberlebende vertritt Israel in Basel: Yuval Raphael.Â
Im vergangenen Jahr hatten Proteste gegen Israels Teilnahme den ESC in Malmö ĂŒberschattet, aber in Basel sind gröĂere Demonstrationen bislang ausgeblieben. Im Finale ist Spanien mit der SĂ€ngerin Melody vertreten.


