33 Tote aus Massengrab in Westkenia exhumiert
26.03.2026 - 14:16:06 | dpa.de
Nach Hinweisen auf ein Massengrab auf einem Friedhof in Kericho im Westen Kenias haben Ermittler 33 zum Teil verstĂŒmmelte Leichen, die teilweise in JutesĂ€cken begraben wurden, exhumiert. Das zentrale ErmittlungsbĂŒro und der Chefpathologe des ostafrikanischen Landes ermitteln in dem Fall, der vorlĂ€ufig noch viele RĂ€tsel aufgibt. Nach Angaben der Ermittler sind unter den Toten 25 Kinder.
Leichen wohl zu unterschiedlichen Zeitpunkten vergraben
Die Untersuchung war in Gang gekommen, nachdem zunÀchst von 14 Toten die Rede war, die illegal in einem Massengrab bestattet worden seien. Bei der Exhumierung stellte sich dann heraus, dass die Zahl der Leichen in dem Grab deutlich höher war. Der Grad der Verwesung deute darauf hin, dass der Tod zu unterschiedlichen Zeiten eingetreten sei, hieà es. Zur Todesursache konnten bisher keine Angaben gemacht werden.
Der Friedhofsverwalter wurde festgenommen. Nach den vorlĂ€ufigen Ermittlungen sollen 13 Leichen aus einem Krankenhaus, die nicht von Angehörigen beansprucht worden waren, zur Beerdigung auf dem Friedhof freigegeben worden sein. Zur Herkunft der ĂŒbrigen Leichen gibt es bisher keine Informationen. Die schweren RegenfĂ€lle im Westen Kenias erschweren die Untersuchungen auf dem Friedhof zusĂ€tzlich.
FrĂŒhere FĂ€lle von MassengrĂ€bern: SektenfĂŒhrer und Serienmörder
In den vergangenen Jahren gab es wiederholt Funde von MassengrĂ€bern in Kenia - etwa Opfern eines SektenfĂŒhrers in einem Waldgebiet an der KĂŒste, der seine AnhĂ€nger aufgefordert hatte, durch Hungern «zu Gott zu gelangen». Vor zwei Jahren machte der Fund von 42 verstĂŒmmelten Frauenleichen in einem Steinbruch in Nairobi Schlagzeilen. Die Frauen wurden Opfer eines Serienmörders.
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