USA, Film

US-Drehbuchautoren nehmen neuen Arbeitsvertrag an

10.10.2023 - 00:52:45

Der fast fünfmonatige Streik der Hollywood-Autoren ist offiziell beendet: Die Schreiber haben ihren neuen Tarifvertrag fast einstimmig angenommen. Doch der Arbeitskampf der Schauspieler geht weiter.

Die Hollywood-Autoren haben einen endgültigen
Schlussstrich unter ihren fast fünf Monate langen Arbeitskampf gezogen. Mit einer überwältigenden Mehrheit von 99 Prozent nahmen die Drehbuchschreiber einen neuen Tarifvertrag mit den großen Filmstudios an. Nach Mitteilung der Autorengewerkschaft Writers Guild of America (WGA) stimmten 8435 Mitglieder in dem Ratifizierungsprozess für den neuen Vertrag, 90 waren dagegen.

Der Vertrag enthält unter anderem Lohnerhöhungen, Regelungen für den Einsatz von künstlicher Intelligenz (KI) und höhere Zuschüsse für die Alters- und Krankenversorgung. Laut Mitteilung der WGA ist der neue Deal bis Mai 2026 gültig. Durch «Solidarität und Entschlossenheit» sei nun ein Vertrag mit «bedeutsamen Gewinnen und Schutzvorkehrungen» für Autoren ratifiziert worden, teilte Meredith Stiehm, Vorsitzende der Writers Guild of America West, mit. 

Ohne Schauspieler geht es nicht weiter

In dem fast fünf Monate langen Autoren-Streik hatte der WGA-Vorstand am 26. September einer vorläufigen Einigung zwischen der Gewerkschaft und den großen Studios und Streaming-Anbietern (Alliance of Motion Picture and Television Producers/AMPTP) in den USA zugestimmt. Danach mussten noch die Mitglieder der über 11.000 Mitglieder starken Gewerkschaft abstimmen. Der Streik hätte fortgesetzt werden können, falls die Gewerkschaftsmitglieder die Ratifizierung mehrheitlich ablehnt hätten. Branchenbeobachter hielten dies aber für höchst unwahrscheinlich.

Der Betrieb in Hollywood ist aber weiter lahmgelegt. Die rund 160.000 Schauspielerinnen und Schauspieler ihrer Gewerkschaft SAG-AFTRA sind weiterhin im Ausstand. Sie hatten sich Mitte Juli dem Streik der Autoren angeschlossen. Erst seit voriger Woche sitzen Vertreter der Studios und der Schauspielgewerkschaft wieder am Verhandlungstisch. Die Darsteller fordern ebenfalls unter anderem bessere Vergütung und die Regelung des Einsatzes von KI in der Branche.

Die Autorengewerkschaft bekundete am Montag ihre Solidarität mit den streikenden Schauspielern. Lisa Takeuchi Cullen, Vorsitzende der Writers Guild of America East, rief die Studios dazu auf, nun auch den Darstellern einen «fairen» Vertrag anzubieten. Solange dies nicht geschehe, würden die Autoren die Streikposten der Schauspieler weiter unterstützen.

@ dpa.de

Weitere Meldungen

Michael Keaton mit «Hasty Pudding»-Preis geehrt. Dass er bislang noch auf eine andere warten muss, zeigte er dann auf der Bühne. Auch für den «Batman»-Darsteller ist diese außergewöhnliche Auszeichnung besonders. (Unterhaltung, 07.02.2026 - 12:34) weiterlesen...

Jennifer Garner: Biss Drehpartner «wie Mike Tyson» Ohr ab. Der Drehtag endete für den anderen blutig, berichtet Garner nun. Die Schauspielerin und ein Stuntman sollten für eine Kampfszene für den Film «Operation: Kingdom» ins Volle gehen. (Unterhaltung, 05.02.2026 - 08:07) weiterlesen...

Blond oder schwarz: Debatte über die schöne Helena. Doch Lupita Nyong'o wäre nicht die erste Schwarze in der Rolle. Weit bevor Christopher Nolans «Odyssee»-Verfilmung in die Kinos kommt, verbreitet sich giftige Kritik an seiner Besetzung der Helena. (Unterhaltung, 05.02.2026 - 06:00) weiterlesen...

Trump: Werde mich aus Prüfung des Warner-Deals heraushalten. durch Netflix beteiligt sein - nun habe er sich dagegen entschieden. Den Präsidenten bewegt vor allem die Zukunft von CNN. Erst sagte Donald Trump, er werde an der Prüfung des Kaufs von Warner Bros. (Wissenschaft, 05.02.2026 - 02:25) weiterlesen...

Behörde: Ermittlungen gegen Kiefer Sutherland gehen weiter. Der Schauspieler soll einen Fahrdienst-Fahrer bedroht haben. Er kam gegen Kaution auf freien Fuß. Die Polizei ermittelt weiter. Im Januar war Kiefer Sutherland in Los Angeles festgenommen worden. (Unterhaltung, 03.02.2026 - 02:55) weiterlesen...

Steven Spielberg gewinnt seinen ersten Grammy Mit 79 holt der Regisseur seinen ersten Grammy - damit hat er alle vier wichtigen US-Unterhaltungspreise gewonnen. (Unterhaltung, 02.02.2026 - 05:52) weiterlesen...