Auszeichnung, Medien

Der Rundfunk Berlin-Brandenburg (rbb) und das Land Berlin verleihen den Jazzpreis Berlin 2026 an Julia Hülsmann

27.04.2026 - 12:27:57 | presseportal.de

Berlin - radio3 vom rbb und die Senatsverwaltung für Kultur und Gesellschaftlichen Zusammenhalt vergeben den Jazzpreis Berlin 2026 an Julia Hülsmann. Der mit 7.000 Euro dotierte Preis ist eine der wichtigsten Auszeichnungen im Bereich des Jazz in Deutschland. Seit seiner Einführung 2017 wird der Jazzpreis Berlin in diesem Jahr zum 10. Mal verliehen. Die Preisverleihung findet im Rahmen eines öffentlichen Konzertes am 16. Juni im Kleinen Sendesaal des rbb statt.

Der Rundfunk Berlin-Brandenburg (rbb) und das Land Berlin verleihen den Jazzpreis Berlin 2026 an Julia Hülsmann - Foto: presseportal.de
Der Rundfunk Berlin-Brandenburg (rbb) und das Land Berlin verleihen den Jazzpreis Berlin 2026 an Julia Hülsmann - Foto: presseportal.de

Die Jury begründet die Auszeichnung: "Die Pianistin und Komponistin Julia Hülsmann macht ihre Musik nicht nur für einen Teil der Jazz-Szene, sie verbindet viele Szenen und öffnet sich nach vielen Seiten. Sie spricht in einer sanften und insistierenden Art ein Publikum auch weit jenseits der Jazz-Bubbles an. Ihre Kompositionen verbinden sich mit Literatur und anderen Kunstformen und behalten dabei immer eine Leichtigkeit. Julia Hülsmann hat mit ihren eigenen Ensembles Stetigkeit in der künstlerischen Arbeit bewiesen und war früh ein Role Model für jüngere Jazzmusikerinnen. Als Lehrende fördert sie die junge Generation und als engagierte Musikerin hat sie sich auch in mehreren Gremien für die Besserstellung von Jazzmusiker:innen eingesetzt. Ihre Strahlkraft wirkt weit über den Berliner Raum hinaus."

Nach ersten Schritten als klassische Pianistin kam Julia Hülsmann 1991 nach Berlin, um hier an der Universität der Künste Jazzklavier zu studieren und über das Selbstbild von Jazzpianistinnen zu promovieren. 1997 gründete sie ihr eigenes Trio und veröffentlichte 2000 ihr Debütalbum. In New York arbeitete sie u.a. mit Rebekka Bakken zusammen und vertonte Gedichte von E.E. Cummings. Kompositionen für Klavier und Streichorchester sowie Streichquartett erweiterten ihr musikalisches Spektrum, Songs von Randy Newman verlieh sie eine eigene Note. Ihr Quartett schuf Julia Hülsmann 2012 als Erweiterung ihres Trios, arbeitete aber auch mit Bigbands z.B. des NDR und des hr zusammen. Ihre CD-Aufnahmen, vor allem für das renommierte Label ECM, finden nicht nur beim Fachpublikum Resonanz. Auf den großen Jazzfestivals und auf vielen Tourneen bis nach Peru hat sie sich in den vergangenen Jahren auch international einen Namen gemacht.

Von den Vorschlägen der Jury standen am Ende fünf auf der Shortlist für den Jazzpreis Berlin 2026: Julia Hülsmann, Kalle Kalima, Julie Sassoon, Fabiana Striffler und das Moses Yoofee Trio.

Der Jazzpreis Berlin 2026 wird im Rahmen eines Konzertes am 16. Juni um 20.00 Uhr im Kleinen Sendesaal des rbb verliehen. Das Konzert von Julia Hülsmann wird live auf radio3 übertragen.

Die Jury war besetzt mit Marie Blobel (Festival-Leiterin der Jazzwerkstatt Peitz), Oli Bott (Vibraphonist und Komponist), Andreas Brandis (Labelchef ACT), Victoriah Szirmai (Journalistin), Dirk Hühner (rbb, Vorsitz) und Claudia Schurz (Senatsverwaltung für Kultur und Gesellschaftlichen Zusammenhalt, ohne Stimmrecht).

Pressekontakt:

Rundfunk Berlin-Brandenburg (rbb)
Presse und Information
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