Niedersachsen, Hamburg

Hamburger Wolf in Tierauffangstation bei Sachsenhagen

01.04.2026 - 14:30:47 | dpa.de

Der Wolf, der in Hamburg eine Frau verletzt hat, wurde in eine Tierauffangstation in Niedersachsen gebracht. Über das weitere Vorgehen ist noch nicht entschieden.

In Niedersachsen leben mehr als 500 Wölfe. (Symbolbild) - Foto: Julian Stratenschulte/dpa

Der Wolf, der eine Frau in Hamburg verletzt hat, ist in eine Wildtierauffangstation bei Sachsenhagen im niedersĂ€chsischen Landkreis Schaumburg gebracht worden. Das teilte die Hamburger Umweltbehörde mit, die nach eigenen Angaben weiterhin fĂŒr den Wolf zustĂ€ndig ist. «Zum langfristigen Verbleib des Tieres laufen GesprĂ€che», erklĂ€rte ein Sprecher der Behörde. 

Der Wolf war bereits am Wochenende im Westen der Stadt gesichtet worden. Am Montag sei er vermutlich durch einen Ă€ußeren Reiz, etwa ein Auto oder ein anderes Tier, aktiviert worden, sagte der Sprecher der Umweltbehörde. In der Folge sei er in eine Stresssituation geraten und losgerannt. In der Großen Bergstraße, einer GeschĂ€ftsstraße im Zentrum Altonas, habe er sich dann in eine kleine, wenige Meter breite Einkaufspassage mit mehreren GeschĂ€ften verirrt. Nach Polizeiangaben geschah das gegen 19.00 Uhr.

In dieser Passage wurde dann die Frau verletzt. Zum genauen Hergang machte die Umweltbehörde keine Angaben, auch um die PrivatsphĂ€re der Frau zu schĂŒtzen, wie es hieß. Senatorin Katharina Fegebank (GrĂŒne) hatte am Dienstag gesagt, die Frau sei im UniversitĂ€tsklinikum Eppendorf ambulant behandelt worden. 

Auch der Wolf verletzt

Der Wolf war nach dem Vorfall mehrere Kilometer durch die Stadt bis in die Binnenalster geflĂŒchtet. Funkstreifenbesatzungen entdeckten ihn schwimmend im Wasser vor und sicherten ihn mit einer Schlinge am Jungfernstieg, wie ein Polizeisprecher sagte. Das Einfangen habe mehr als eine Stunde gedauert.

Der Wolf habe oberflÀchliche Verletzungen und Wunden, teilte die Umweltbehörde weiter mit. Er sei tiermedizinisch behandelt worden. Er wurde auch auf Tollwut getestet, die Auswertung laufe noch. Eine Tollwuterkrankung sei aber unwahrscheinlich. Seit 2008 gÀlten Wölfe in Deutschland als tollwutfrei.

Ein Sprecher des niedersĂ€chsischen Umweltministeriums hatte zuvor erklĂ€rt, man könne ein Wildtier, das nicht an Gefangenschaft gewöhnt ist, nicht sehr lange in einem Gehege belassen, das darauf womöglich gar nicht ausgelegt sei. «Deshalb muss schon kurzfristig und zeitnah entschieden werden, was mit dem Tier passieren soll.» Es mĂŒsse geklĂ€rt werden, ob es womöglich in ein anderes Gehege verbracht werden kann – oder man entscheide sich fĂŒr eine andere Lösung.

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unterhaltung | 69048059 |

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