Wal, EisbĂ€r, Krake - diese Tierschicksale haben uns berĂŒhrt
28.03.2026 - 05:00:37 | dpa.deSie werden ĂŒber Nacht zu Stars und die Nation fiebert mit: Ob der Buckelwal vor Timmendorfer Strand, EisbĂ€r Knut oder Krake Paul - tierische Schicksale bewegen die Menschen. Jeder kleinste Schritt wird ĂŒber Wochen oder Monate verfolgt.Â
«Tiergeschichten sind einfach â man muss nicht nach dem Warum fragen, man hat eine grundlegende Sympathie, fĂŒr die es keine weitere Recherche braucht», erklĂ€rte der Philosoph Kai Denker kĂŒrzlich in einem dpa-GesprĂ€ch.Â
SĂŒĂe Kulleraugen, schlaue Tricks oder Hilflosigkeit: Immer wieder gab es in den vergangenen Jahrzehnten Tiere in Deutschland, die so eine riesige Aufmerksamkeit auf sich zogen - bis der Hype plötzlich wieder verebbte. Die Deutsche Presse-Agentur erinnert an einige tierische Lieblinge:
EISBĂR KNUT: Der 2006 im Berliner Zoo geborene EisbĂ€r Knut wurde als knuddeliges Tierbaby zum Medienliebling. Nachdem er von der Mutter verstoĂen worden war, zog ihn ein Tierpfleger mit der Flasche auf. Die Bilder, wie der tapsig-flauschige Mini-Knut bei seinem ersten Auftritt 2007 die kleine Tatze wie zum GruĂ hob, gingen um die Welt. Mehr als elf Millionen Besucher sahen Knut beim Aufwachsen zu. 2011 starb er an den Folgen einer GehirnentzĂŒndung.
KRAKE PAUL: Der schlaue Krake war das wohl bekannteste tierische Orakel: Mit seinen punktgenauen Voraussagen wurde Paul aus dem Aquarium Sea Life in Oberhausen weltberĂŒhmt. Er kam bei der FuĂball-EM 2008 und bei der Weltmeisterschaft 2010 zum Einsatz. Bei der WM in SĂŒdafrika sagte er den Ausgang aller Spiele mit deutscher Beteiligung sowie des Endspiels zwischen Spanien und den Niederlanden richtig voraus. Als Paul kurz darauf starb, wurde sogar eine Urne in Form eines Kraken angefertigt.
ALLIGATOR SAMMY: Ein entflohener Brillenkaiman machte 1994 international Schlagzeilen. Sein damaliger Besitzer machte mit Sammy einen Ausflug an einen Baggersee bei Dormagen (NRW). Das Tier riss sich von seiner Leine los und verschwand. Tagelang hielt seine Flucht Polizei, Feuerwehr und Medien in Atem. Aus Angst vor dem 80 Zentimeter langen Reptil mit den messerscharfen ZĂ€hnen blieb der Badesee tagelang gesperrt. Es grĂŒndete sich sogar ein Fanclub fĂŒr das ausgebĂŒxte Tier. Nach fĂŒnf Tagen nahm Sammys Ausflug in die Freiheit ein glĂŒckliches Ende: Ein Sporttaucher konnte ihn mit bloĂen HĂ€nden fangen.
BELUGA MOBY DICK: Zu einer wahren BerĂŒhmtheit wurde ein Beluga, der vor 60 Jahren von vielen Menschen in Deutschland gesehen wurde: Das etwa vier Meter lange Tier schwamm den Rhein hinauf bis nach Bonn und bekam den Namen Moby Dick. Die Menschen standen in Scharen am Flussufer, um den Besucher aus der Arktis zu sehen. «War ein schöner Kerl, enorm groĂ», erinnerte sich ein Zeitzeuge in einem Interview. WĂ€hrend der rund vier Wochen im Fluss verlor Moby-Dick sein strahlendes WeiĂ, sah zunehmend scheckig und grau aus. Nach mehreren Kehrtwendungen erreichte er wieder die Nordsee.
So schÀtzen die Börsenprofis Aktien ein!
So schÀtzen die Börsenprofis Aktien ein!

