Deutschland, Tier

Wal, EisbĂ€r, Krake - diese Tierschicksale haben uns berĂŒhrt

28.03.2026 - 05:00:37 | dpa.de

Die Geschichte des Buckelwals, der vor Timmendorfer Strand gestrandet war, lĂ€sst die Menschen mitfiebern. Sie ruft Erinnerungen wach an andere Tiere, die unsere Herzen berĂŒhrten.

  • Das Schicksal des Wals wird auch international verfolgt. - Foto: Ulrich Perrey/dpa
    Das Schicksal des Wals wird auch international verfolgt. - Foto: Ulrich Perrey/dpa
  • EisbĂ€r-Baby Knut grĂŒĂŸt 2007 mit erhobener Tatze. - Foto: Wolfgang Kumm/dpa
    EisbĂ€r-Baby Knut grĂŒĂŸt 2007 mit erhobener Tatze. - Foto: Wolfgang Kumm/dpa
  • War ganz schön schlau: Krake Paul. - Foto: Roland Weihrauch/dpa
    War ganz schön schlau: Krake Paul. - Foto: Roland Weihrauch/dpa
  • Ein auf den Namen Moby Dick getaufter Beluga sorgte 1966 fĂŒr Aufsehen. - Foto: picture alliance / dpa
    Ein auf den Namen Moby Dick getaufter Beluga sorgte 1966 fĂŒr Aufsehen. - Foto: picture alliance / dpa
  • Sammy entkam an einem Badesee. - Foto: picture alliance / dpa
    Sammy entkam an einem Badesee. - Foto: picture alliance / dpa
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Sie werden ĂŒber Nacht zu Stars und die Nation fiebert mit: Ob der Buckelwal vor Timmendorfer Strand, EisbĂ€r Knut oder Krake Paul - tierische Schicksale bewegen die Menschen. Jeder kleinste Schritt wird ĂŒber Wochen oder Monate verfolgt. 

«Tiergeschichten sind einfach – man muss nicht nach dem Warum fragen, man hat eine grundlegende Sympathie, fĂŒr die es keine weitere Recherche braucht», erklĂ€rte der Philosoph Kai Denker kĂŒrzlich in einem dpa-GesprĂ€ch. 

SĂŒĂŸe Kulleraugen, schlaue Tricks oder Hilflosigkeit: Immer wieder gab es in den vergangenen Jahrzehnten Tiere in Deutschland, die so eine riesige Aufmerksamkeit auf sich zogen - bis der Hype plötzlich wieder verebbte. Die Deutsche Presse-Agentur erinnert an einige tierische Lieblinge:

EISBÄR KNUT: Der 2006 im Berliner Zoo geborene EisbĂ€r Knut wurde als knuddeliges Tierbaby zum Medienliebling. Nachdem er von der Mutter verstoßen worden war, zog ihn ein Tierpfleger mit der Flasche auf. Die Bilder, wie der tapsig-flauschige Mini-Knut bei seinem ersten Auftritt 2007 die kleine Tatze wie zum Gruß hob, gingen um die Welt. Mehr als elf Millionen Besucher sahen Knut beim Aufwachsen zu. 2011 starb er an den Folgen einer GehirnentzĂŒndung.

KRAKE PAUL: Der schlaue Krake war das wohl bekannteste tierische Orakel: Mit seinen punktgenauen Voraussagen wurde Paul aus dem Aquarium Sea Life in Oberhausen weltberĂŒhmt. Er kam bei der Fußball-EM 2008 und bei der Weltmeisterschaft 2010 zum Einsatz. Bei der WM in SĂŒdafrika sagte er den Ausgang aller Spiele mit deutscher Beteiligung sowie des Endspiels zwischen Spanien und den Niederlanden richtig voraus. Als Paul kurz darauf starb, wurde sogar eine Urne in Form eines Kraken angefertigt.

ALLIGATOR SAMMY: Ein entflohener Brillenkaiman machte 1994 international Schlagzeilen. Sein damaliger Besitzer machte mit Sammy einen Ausflug an einen Baggersee bei Dormagen (NRW). Das Tier riss sich von seiner Leine los und verschwand. Tagelang hielt seine Flucht Polizei, Feuerwehr und Medien in Atem. Aus Angst vor dem 80 Zentimeter langen Reptil mit den messerscharfen ZĂ€hnen blieb der Badesee tagelang gesperrt. Es grĂŒndete sich sogar ein Fanclub fĂŒr das ausgebĂŒxte Tier. Nach fĂŒnf Tagen nahm Sammys Ausflug in die Freiheit ein glĂŒckliches Ende: Ein Sporttaucher konnte ihn mit bloßen HĂ€nden fangen.

BELUGA MOBY DICK: Zu einer wahren BerĂŒhmtheit wurde ein Beluga, der vor 60 Jahren von vielen Menschen in Deutschland gesehen wurde: Das etwa vier Meter lange Tier schwamm den Rhein hinauf bis nach Bonn und bekam den Namen Moby Dick. Die Menschen standen in Scharen am Flussufer, um den Besucher aus der Arktis zu sehen. «War ein schöner Kerl, enorm groĂŸÂ», erinnerte sich ein Zeitzeuge in einem Interview. WĂ€hrend der rund vier Wochen im Fluss verlor Moby-Dick sein strahlendes Weiß, sah zunehmend scheckig und grau aus. Nach mehreren Kehrtwendungen erreichte er wieder die Nordsee.

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