Ukraine, Russland

Hollywood-Star Jolie berichtet von Drohnengefahr in Ukraine

09.11.2025 - 13:40:53

Die US-Schauspielerin Angelina Jolie hat sich bei einem neuen Besuch in der Ukraine von den Kriegsfolgen ein Bild gemacht. Dabei schildert sie auch, wie die Menschen an der Front leben.

Hollywood-Star Angelina Jolie (50) hat nach ihrem Besuch in der Ukraine von der ständigen Gefahr durch Drohnenangriffe für die Menschen in den frontnahen Gebieten berichtet. «Du hörst ein leises Summen am Himmel. An Ort und Stelle ist dies als "menschliche Safari" bekannt, bei der Drohnen eingesetzt werden, um Menschen ständig zu verfolgen, zu jagen und zu terrorisieren», teilte sie bei Instagram mit. Sie veröffentlichte dort auch Bilder. 

«Es gab einen Moment, in dem wir innehalten und warten mussten, während eine Drohne über uns hinwegflog.» Sie habe Schutzausrüstung angehabt und sei nur ein paar Tage dort gewesen, erzählte der Kinostar. Für die Menschen aber sei das Alltag. Medien hatten bereits über ihren Besuch in der Ukraine trotz Kriegsgefahr berichtet. Dabei war sie auch mit Kindern in einem Bombenschutzkeller zu sehen. Nun äußerte sie sich selbst.

Demnach besuchte die Schauspielerin die Regionen Cherson und Mykolajiw, um mit Familien aus den frontnahen Gebieten zu sprechen. Die Menschen hätten ihre Schulen und Krankenhäuser in gesicherte Schutzräume unter der Erde verlegt. «Es war hart, aber ermutigend, das zu sehen», teilte Jolie mit. Sie erinnerte auch an das Leiden der Menschen im Sudan und im Gazastreifen sowie in anderen Konfliktregionen.

Jolie lobt Mut von Hilfsorganisationen und Freiwilligen

«Es ist schwer zu begreifen, wie in einer Welt mit solch starken diplomatischen Fähigkeiten Zivilisten (…) täglich leiden müssen – als ob die Mächtigen nichts tun könnten, um diese Konflikte zu beenden und alle Zivilisten gleichermaßen zu schützen», sagte sie. Jolie, die auch den Mut von Hilfsorganisationen und Freiwilligen lobte, war etwa 20 Jahre lang bis 2022 Sonderbotschafterin des Flüchtlingshilfswerks der Vereinten Nationen (UNHCR).

Jolie hatte nach dem russischen Einmarsch vom Februar 2022 in die Ukraine das Land bereits im April desselben Jahres mit einem unangekündigten Besuch überrascht. Sie traf damals vom Krieg betroffene Kindern im westukrainischen Lwiw, was Begeisterung ausgelöst hatte.

Die Ukraine verteidigt sich seit mehr als dreieinhalb Jahren gegen den russischen Angriffskrieg.

@ dpa.de

Weitere Meldungen

Öl aus Russland: Trump streicht Strafzölle gegen Indien. Er verhängte Zölle gegen Indien, weil das Land Öl von den Russen bezog. Jetzt sieht er Fortschritte. Trump wollte Russlands Wirtschaft schwächen, damit Putin das Geld für den Ukraine-Krieg ausgeht. (Ausland, 07.02.2026 - 01:08) weiterlesen...

EU bringt 20. Paket mit Russland-Sanktionen auf den Weg Russland muss zum vierten Jahrestag seiner großangelegten Invasion in die Ukraine mit umfangreichen neuen EU-Sanktionen rechnen. (Boerse, 06.02.2026 - 16:04) weiterlesen...

EU bringt 20. Paket mit Russland-Sanktionen auf den Weg. Zum Jahrestag des Angriffskriegs gegen die Ukraine wird ein neues Paket präsentiert. Russland da treffen, wo es weh tut: Das ist das Ziel der EU-Sanktionen. (Ausland, 06.02.2026 - 15:57) weiterlesen...

Sanktionen gegen Strafgerichtshof – heikle Mission für Hubig. Von einer heiklen Einladung ist nicht mehr die Rede. Dafür von Software made in Germany. Nach US-Sanktionen bekräftigt Justizministerin Hubig die Einhaltung völkerrechtlicher Verpflichtungen. (Ausland, 06.02.2026 - 12:19) weiterlesen...

Russischer General bei Attentat schwer verletzt. Dessen Chef leitet für Russland die Verhandlungen über das Kriegsende in der Ukraine. Ein russischer Top-General und Geheimdienstler liegt nach einem Anschlag auf der Intensivstation. (Ausland, 06.02.2026 - 12:00) weiterlesen...

Tote in Ukraine nach russischen Angriffen. In der Nacht gingen die Kampfhandlungen trotzdem weiter. Mit schweren Folgen für Zivilisten. Zwei Tage lang wurde in Abu Dhabi über ein Ende des Ukraine-Kriegs verhandelt. (Ausland, 06.02.2026 - 09:13) weiterlesen...