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DRF Luftrettung zum Tag der Luftretter 2025 / Jeder Moment zÀhlt: In maximal 60 Minuten vom Notruf bis in die Klinik

Veröffentlicht am: 18.03.2025 um 14:58 Uhr | presseportal, AD HOC NEWS
Filderstadt - Die DRF Luftrettung rĂŒckt anlĂ€sslich des Tags der Luftretter am 19. MĂ€rz die systematische Nutzung der Luftrettung im Gesamtsystem Notfallrettung in den Fokus. Denn im Falle lebensbedrohlicher Verletzungen oder Erkrankungen zĂ€hlt jede Minute: Bestmöglich im Sinne der Patientinnen und Patienten eingesetzt, erhöhen sich deren Überlebens- und Genesungschancen durch die Alarmierung der Luftrettung deutlich. Denn fĂŒr lebensbedrohliche Schwerstverletzte oder -erkrankte gilt: Die PrĂ€hospitalzeit zwischen eingehendem Notruf und Aufnahme im Krankenhaus sollte nicht mehr als 60 Minuten betragen.
DRF Luftrettung zum Tag der Luftretter 2025 / Jeder Moment zÀhlt: In maximal 60 Minuten vom Notruf bis in die Klinik - Bild: presseportal.de

Komplexe NotfĂ€lle mit Lebensgefahr erfordern neben bester medizinischer AusrĂŒstung ein hochprofessionelles und erfahrenes Team aus Notarzt und NotfallsanitĂ€ter, welches sowohl eine optimalen Erstversorgung am Einsatzort als auch die weitere Behandlung wĂ€hrend des Transportes bis in die Spezialklinik sicherstellt und die im Sinne des Patienten erforderlichen Zeitvorgaben einhalten kann. Hierbei spielt das Transportmittel eine entscheidende Rolle. Es gilt die Faustregel: Je schwerer die Erkrankung oder Verletzung eines Patienten, desto wichtiger ist der direkte Transport in eine speziell ausgerĂŒstete Klinik. Insbesondere im lĂ€ndlichen Raum sind die Wege oft weit, weshalb der Lufttransport hier eine besonders entscheidende Zeitvorteile bietet. Gleichzeitig werden durch einen Lufttransport die bodengebundenen Ressourcen der Region entlastet.

Optimierungspotenziel bei der Wahl des Rettungsmittels

2024 wurden rund 81 Prozent aller Polytraumapatienten (Schwerstverletzte mit lebensbedrohlichen Verletzungen), zu denen die DRF Luftrettung alarmiert wurde, mit dem Hubschrauber in ein spezialisiertes Traumazentrum transportiert. Daten des Traumaregisters der Deutschen Gesellschaft fĂŒr Unfallchirurgie zeigen, dass es hier noch Optimierungspotenzial gibt, denn 2023 wurden lediglich 18 Prozent aller Schwerverletzten des Basiskollektivs teilnehmender Kliniken des Traumaregisters per Hubschrauber transportiert. Dem gegenĂŒber steht der Aspekt, dass rund 30 Prozent dieser Patienten in Kliniken niedriger Versorgungsstufen gebracht wurden, aus denen sie im Anschluss innerhalb der ersten 48 Stunden weiterverlegt werden mussten. Die Daten zeigen eindrĂŒcklich, dass bei der Disposition von Rettungsmitteln durch die Leitstellen die geeignete Zielklinik stĂ€rker in den Fokus rĂŒcken sollte: Denn nicht nur das schnelle Eintreffen eines Rettungsmittels muss berĂŒcksichtigt werden, sondern auch, welches Rettungsmittel die Zielklinik am schnellsten erreichen kann. Nur durch diese VerknĂŒpfung kann wertvolle Zeit fĂŒr diese am schwersten verletzen oder erkrankten Patienten gewonnen werden.

Professionelle Schwerstverletzenversorgung: Kompetenz der DRF Luftrettung

32 Prozent aller EinsĂ€tze der DRF Luftrettung betreffen so genannte traumatologische FĂ€lle. FĂŒr die Versorgung dieser Schwerstverletzten sind die medizinischen Besatzungen der DRF Luftrettung sehr gut ausgebildet und vorbereitet: Es sind nahezu ausschließlich NotĂ€rzte mit Facharztqualifikation oder Facharztreife im Einsatz, die NotfallsanitĂ€ter verfĂŒgen ĂŒber mindestens zehn Jahre Berufserfahrung.

Mit dem Konzept des integrierten Lernens und in speziellen praktischen Kursen zum Traumamanagement werden die medizinischen Besatzungen regelmĂ€ssig geschult, wobei ein besonderer Schwerpunkt in der Teamkommunikation und im Crew Ressourcen Management liegt. Ein hoher Anteil an NotĂ€rzten hat darĂŒber hinaus Kurse in der Anwendung invasiver Notfalltechniken absolviert, die von erfahrenen Experten nach internationalen Standards vermittelt wird.

Zur medizintechnischen Ausstattung jedes rot-weißen Hubschraubers der DRF Luftrettung gehören modernste MedizingerĂ€te, die alle erforderlichen diagnostischen und therapeutischen Verfahren in der Traumaversorgung gewĂ€hrleisten. Dazu gehören mobilen SonographiegerĂ€te zur schnellen Erkennung von Verletzungen und Blutungen in Bauch- und Brustraum und GerĂ€te zur Blutgasanalyse, die am Einsatzort wichtige Parameter zur Beurteilung von Sauerstoffversorgung und Schockgeschehen darstellen: Ein wichtiger Aspekt zur optimalen Therapiesteuerung. Dank an Bord mitgefĂŒhrter Temperaturmessung und einer ausgeklĂŒgelte AusrĂŒstung zum Schutz vor AuskĂŒhlung und dem Erhalt der Körpertemperatur können Blutgerinnungsstörungen vorgebeugt werden. Mit speziell fĂŒr die DRF Luftrettung gepackten Sets können die medizinischen Besatzungen Blutungen stillen und Thoraxdrainagen oder andere chirurgische Maßnahmen am Unfallort sicher und effektiv durchfĂŒhren. An mittlerweile 5 Stationen der DRF Luftrettung kommt die Anwendung von Blut- und Plasmaprodukten am Unfallort zum Einsatz. Mit bereits mehr als 120 prĂ€klinisch durchgefĂŒhrten Transfusionen seit Nutzung dieser Techniken an Bord der rot-weißen Hubschrauber retten die Besatzungen Leben, welches ohne diese Techniken verloren wĂ€re.

KindernotfĂ€lle: Experten fĂŒr die Kleinsten

Auch bei KindernotfĂ€llen sind die Hubschraubercrews der DRF Luftrettung Experten. So verfĂŒgen alle NotĂ€rzte mit Facharztreife ĂŒber die von den Fachgesellschaften geforderte Anzahl an Kindernarkosen. In speziellen Fortbildungskursen fĂŒr die medizinischen Besatzungen werden Wissen und Erfahrung regelmĂ€ssig an allen Standorten aufgefrischt und vertieft. Mit rund 10 Prozent ist die Anzahl der KindernotfĂ€lle im Einsatzspektrum der DRF Luftrettung deutlich höher als bei allen anderen Rettungsmitteln, so dass die Crews der gemeinnĂŒtzigen Organisation die notwendige Einsatzerfahrung zur BewĂ€ltigung auch komplexer NotfĂ€lle mitbringen.

Die medizinische AusrĂŒstung der rot-weißen Hubschrauber wurde in Zusammenarbeit mit Kinderkliniken in ganz Deutschland abgestimmt und ist perfekt auf die BedĂŒrfnisse von KindernotfĂ€llen zugeschnitten. Und auch die Digitalisierung unterstĂŒtzt unsere Einsatzcrews: Mit der DIVI-Kinder-NotfallApp steht ein zusĂ€tzliches digitales Hilfsmittel zur VerfĂŒgung, mit dem beispielsweise in Sekundenschnelle Medikamenten-Dosierungen verifiziert werden können. Über vorinstallierte Apps auf mitgefĂŒhrten Tablets lassen sich wache Kinder wĂ€hrend des Transportes beruhigen und so die Zeit bis zum Eintreffen in der Klinik spielerisch verkĂŒrzen: Eine Maßnahme zum Wohl der jĂŒngsten Patienten, die sich in vielen Kliniken im Alltag bewĂ€hrt hat.

Der Tag der Luftretter wurde von der DRF Luftrettung erstmals im Jahr 2020 initiiert, seitdem nutzt die gemeinnĂŒtzige Organisation den Aktionstag, um auf den Stellenwert der Luftrettung in der Rettungskette aufmerksam zu machen.

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Rita-Maiburg-Straße 2
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presse@drf-luftrettung.de

Claudia Lenk
Tel. +49 711 70072205
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