Leitfaden, GewaltprÀvention

Neuer Leitfaden zur GewaltprÀvention im Krankenhaus / Krankenhausgesellschaft Nordrhein-Westfalen tritt dem PrÀventionsnetzwerk #sicherimDienst bei

02.10.2024 - 16:35:20

DĂŒsseldorf - Die Krankenhausgesellschaft Nordrhein-Westfalen (KGNW) hat in Zusammenarbeit mit dem PrĂ€ventionsnetzwerk #sicherimDienst einen neuen Leitfaden mit Sicherheitsempfehlungen fĂŒr BeschĂ€ftigte in Kliniken herausgebracht. Dieser wurde heute von KGNW-VizeprĂ€sident Dr. Matthias Ernst im Beisein von Innenminister Herbert Reul, Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann sowie Vertreterinnen und Vertretern des Netzwerks #sicherimDienst vorgestellt. In diesem Rahmen hat sich die KGNW zudem offiziell dem Netzwerk angeschlossen.

Das PrĂ€ventionsnetzwerk setzt sich dafĂŒr ein, BeschĂ€ftigte in öffentlichen Einrichtungen, insbesondere im Gesundheitssektor, besser vor Gewalt zu schĂŒtzen. Durch die Kooperation mit der KGNW wird die PrĂ€ventionsarbeit in KrankenhĂ€usern weiter gestĂ€rkt und der Schutz des Personals ausgebaut.

"Gerade die Menschen, die sich in Kliniken an vorderster Front abrackern und dafĂŒr sorgen, dass Kranke wieder gesund werden, sollten den ganzen Tag nichts Anderes erfahren als Respekt und Dankbarkeit. Die KĂŒmmerer unserer Gesellschaft sollten sich sicher fĂŒhlen und sicher sein. Angriffe auf EinsatzkrĂ€fte und Pflegepersonal sind leider keine Seltenheit. Im Mai 2023 wurde in Ratingen Hilfeleistung zur Falle. Erst Ende September wurden in einem Essener Krankenhaus Helfer zu Opfern. Das können wir so nicht hinnehmen," betonte Herbert Reul. "Mit der KGNW als starkem Partner im Netzwerk können wir den Schutz der BeschĂ€ftigten vor Ort weiter verbessern. Hand in Hand sind wir stĂ€rker."

Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann: "Vor rund zwei Wochen ist es im Elisabeth-Krankenhaus Essen zu einem schwerwiegenden Gewaltausbruch gekommen, bei dem mehrere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Krankenhauses mit erheblicher Gewalt angegriffen und verletzt wurden. Das ist völlig inakzeptabel und schockierend. In unertrĂ€glicher Weise kommt es in den letzten Jahren zu immer mehr GewaltvorfĂ€llen im Gesundheitsbereich. In Essen kommt es jetzt vor allem darauf an, dass die Strafverfolgungsbehörden die VorgĂ€nge rasch aufklĂ€ren und die TĂ€ter deutliche Konsequenzen zu spĂŒren bekommen. Gleichzeitig verdeutlichen die steigenden Zahlen, dass GewaltprĂ€vention sehr wichtig ist. Daher ist es eine gute Sache, dass die Krankenhausgesellschaft Nordrhein-Westfalen der Initiative ,Sicher im Dienst' beigetreten ist und mit ihrer BroschĂŒre eine konkrete Hilfestellung fĂŒr die nordrhein-westfĂ€lischen KrankenhĂ€user gibt. FĂŒr das Land ist es ein wichtiges Anliegen, die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter bestmöglich zu schĂŒtzen. Das Gesundheitsministerium hat im Mai dieses Jahres einen ,Runden Tisch' ins Leben gerufen, der einen Austausch zwischen Landesregierung und dem Gesundheitswesen zu diesem Thema ermöglicht."

Dr. Matthias Ernst erklĂ€rte: "FĂŒr die BeschĂ€ftigten in unseren KrankenhĂ€usern wird es zu einer wachsenden Belastung, dass die ZĂŒndschnur bei immer mehr Menschen offensichtlich kĂŒrzer wird. Gewalterfahrungen sind leider alltĂ€glich - und sollten genau dies nicht bleiben. Deshalb senden wir als NRW-KrankenhĂ€user ein klares Signal: Wir tolerieren keinerlei Gewalt - in keiner Form. GewaltprĂ€vention und der fĂŒrsorgliche Umgang mit Gewalterfahrungen brauchen die Aufmerksamkeit des Managements. Uns ist klar, dass eine derart entfesselte Gewalteruption, wie sie unsere Kolleginnen und Kollegen in Essen erleben mussten, auch mit PrĂ€vention kaum zu verhindern ist. Mehr denn je gilt: Null Toleranz fĂŒr Gewalt muss ein essenzieller Teil der Unternehmenskultur sein. Der mit Praktikerinnen und Praktikern aus NRW erarbeitete Leitfaden ,Gewalt und GewaltprĂ€vention im Krankenhaus' bĂŒndelt hierfĂŒr wichtige Hinweise. Sie helfen als eine Art Checkliste dabei, in den KrankenhĂ€usern bestehende Konzepte gegebenenfalls zu erweitern oder neue zu erarbeiten. Zugleich sollen die Kliniken von der schon großen Erfahrung des PrĂ€ventionsnetzwerkes von ,Sicher im Dienst' profitieren. Deshalb haben wir als Krankenhausgesellschaft Nordrhein-Westfalen beschlossen, diesem Netzwerk beizutreten."

Der Leitfaden "Gewalt und GewaltprĂ€vention im Krankenhaus" ist von einer Arbeitsgruppe aus BeschĂ€ftigten aus dem Gesundheitsbereich der NRW-KrankenhĂ€user sowie Vertretern des Netzwerks #sicherimDienst und der Unfallkasse Nordrhein-Westfalen entwickelt worden. Der Leitfaden bietet umfassende Empfehlungen und praxisorientierte Maßnahmen, um Gewalt im Krankenhaus vorzubeugen und im Ernstfall adĂ€quat zu reagieren. Er richtet sich an alle Krankenhausmitarbeitenden und soll zu einem sicheren Arbeitsumfeld beitragen.

Der Leitfaden "Gewalt und GewaltprĂ€vention im Krankenhaus" wurde an die NRW-KrankenhĂ€user verschickt und steht online zur VerfĂŒgung ( https://www.kgnw.de/klinik-welt/gewaltpraevention).

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