Bremen, KriminalitÀt

Bluttat in Bremen – Zwei Leichen, ein TĂ€ter auf der Flucht

26.06.2026 - 20:11:22 | dpa.de

Ein Mann stirbt auf offener Straße, eine Frau wird tot im Keller entdeckt – und der TĂ€ter verschwindet spurlos. Erste EindrĂŒcke von dem Gewaltverbrechen im Bremer Norden.

  • EinsatzkrĂ€fte gehen von einem Gewaltverbrechen aus.  - Bild: HĂŒneke/dpa
    EinsatzkrĂ€fte gehen von einem Gewaltverbrechen aus. - Bild: HĂŒneke/dpa
  • Die Polizei fahndet nach dem TĂ€ter.  - Bild: HĂŒneke/dpa
    Die Polizei fahndet nach dem TĂ€ter. - Bild: HĂŒneke/dpa
EinsatzkrĂ€fte gehen von einem Gewaltverbrechen aus.  - Bild: HĂŒneke/dpa Die Polizei fahndet nach dem TĂ€ter.  - Bild: HĂŒneke/dpa

Ein Mann schreit laut, seine Rufe hallen bei Mittagshitze durch ein Wohnviertel im Norden Bremens. Anwohner werden auf ihn aufmerksam: Sie finden den Mann mit schweren Stich- und Schnittverletzungen und setzen einen Notruf ab. Doch fĂŒr den Verletzten kommt jede Hilfe zu spĂ€t, er stirbt auf dem Gehweg. 

Ganz in der NĂ€he finden EinsatzkrĂ€fte noch eine Leiche. Eine Frau liegt tot im Keller eines Mehrparteienhauses. Die Mordkommission ĂŒbernimmt die Ermittlungen – und sucht mit Hochdruck nach dem TĂ€ter.

Wie die Polizei den Tatort absichert

Der Notruf erreichte die Beamten gegen 14 Uhr. Anwohner wiesen auf einen schreienden, schwer verletzten Mann auf der Straße hin, wie ein Polizeisprecher sagt. EinsatzkrĂ€fte hĂ€tten versucht, den Mann zu reanimieren, jede Hilfe sei aber zu spĂ€t gekommen. Im Keller des Mehrfamilienhauses, vor dem der Mann lag, habe die Polizei dann eine Frau gefunden, «die ebenfalls getötet wurde».

Wenige Stunden spĂ€ter ist der Tatort in einer Wohnsiedlung im Ortsteil FĂ€hr-Lobbendorf weitrĂ€umig abgeriegelt. Weiße Planen schĂŒtzen die Leiche des Mannes vor Schaulustigen.

Die Polizei ist mit zahlreichen EinsatzkrÀften vor Ort, Beamte mit Maschinenpistolen sichern die Umgebung. Ihre Hoffnung: Der TÀter könnte noch in der NÀhe sein. «Der TÀter ist aktuell auf der Flucht. Nach ihm fahnden wir mit Hochdruck», sagte der Polizeisprecher am Nachmittag.

Auf der Suche nach dem Unbekannten setzen die Ermittler auch Drohnen ein. «Die Einsatzmittel, die uns zur VerfĂŒgung stehen, die nutzen wir natĂŒrlich. Ob das jetzt Drohnen sind, ob das Hunde sind, ob das EinsatzkrĂ€fte sind, also die ganze Bandbreite natĂŒrlich», sagt der Polizeisprecher. 

Noch viele offene Fragen

Viele Fragen bleiben kurz nach der Tat noch offen: Ob es erste Hinweise zum Angreifer gibt? In welcher Beziehung die Toten möglicherweise zueinander standen? Welche Tatwaffe im Raum steht? Wie lange die Frau schon im Keller lag? Und vor allem: Wer ist der Angreifer und wo hÀlt er sich auf? Das alles lÀsst die Polizei mit Hinweis auf die Ermittlungstaktik zunÀchst offen.

Derweil nimmt die Spurensicherung ihre Arbeit auf. Beamte in weißen AnzĂŒgen sichten den Tatort und nehmen Proben. 

Die Ermittler mĂŒssen sich selbst erst einen Überblick verschaffen. Doch sie geben vorsichtig Entwarnung fĂŒr die Bevölkerung: «Nach derzeitigen Erkenntnissen liegen keine Hinweise auf eine konkrete Gefahr fĂŒr unbeteiligte Personen vor», teilte die Polizei mit.

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