Elyas M’Barek war noch nie am Ballermann
Veröffentlicht am: 22.10.2026 um 03:45 Uhr | dpa, AD HOC NEWSM’Bareks Filmstart und Rollenwechsel
- Elyas M’Barek spielt in „Der perfekte Urlaub“ eine Hauptrolle unter der Regie von Bora Dagtekin.
- Der 44-Jährige sagte, er sei während des viermonatigen Drehs nicht einmal in El Arenal gewesen.
- In einer Szene küsst M’Barek seinen Kollegen Florian David Fitz.
- Nach seiner Zeit in New York lebt M’Barek wieder in München.
Elyas M’Barek spricht über Mallorca und München
Sein neuer Film spielt auf Mallorca, privat war Elyas M’Barek nach eigenen Angaben aber noch nie am Ballermann. Im Interview der Deutschen Presse-Agentur sagte der 44-Jährige, er habe während des viermonatigen Drehs nicht einmal El Arenal besucht.
„Wir waren vier Monate auf Mallorca, ich war nicht einmal in El Arenal“, sagte M’Barek. Zugleich erklärte er, Mallorca sei eine wunderschöne Insel und das Ballermann-Bild überschattet aus seiner Sicht, was die Insel darüber hinaus zu bieten habe.
Film greift Ballermann-Klischees auf
„Der perfekte Urlaub“ von Regisseur Bora Dagtekin läuft neu in den Kinos. M’Barek spielt eine der Hauptrollen in der Komödie, die deutsche Urlaubsklischees auf der Feiermeile aufgreift und mit ihnen arbeitet.
Privat fühle er sich eher Ibiza verbunden, sagte M’Barek. Durch die Dreharbeiten habe er Mallorca jedoch neu kennengelernt und die Insel als vielfältiger wahrgenommen.
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Kuss-Szene mit Florian David Fitz
In einer Szene küsst M’Barek seinen Freund und Kollegen Florian David Fitz. „Ich habe noch nie einen Mann vorher geküsst“, sagte er im dpa-Interview.
Für die Dreharbeiten habe das keinen grundsätzlichen Unterschied zu einem Kuss mit einer Frau bedeutet. Vertrauen zwischen den Kollegen habe dabei geholfen, die Szene umzusetzen.
RĂĽckkehr in die MĂĽnchner Heimat
Nach einiger Zeit in New York lebt M’Barek inzwischen wieder in München. Er sagte, er sei schon immer gerne in der bayerischen Landeshauptstadt gewesen.
New York und München seien nicht miteinander vergleichbar, erklärte der Schauspieler. Beide Städte hätten ihren eigenen Charme sowie eigene Vor- und Nachteile und könnten für ihn nebeneinander bestehen.
„Der perfekte Urlaub“ startet am 22. Oktober 2026 in den deutschen Kinos. Der Film knüpft an die Figuren aus „Das perfekte Geheimnis“ an und verlegt die Handlung nach Mallorca, wo eine Freundesgruppe erneut mit Konflikten und gegenseitigen Erwartungen konfrontiert wird.
Mallorca dient dabei nicht nur als Urlaubskulisse, sondern als Teil des Komödienkonzepts. Der Film greift das verbreitete Bild deutscher Urlauber auf der Insel auf und stellt ihm die vielfältigen Seiten Mallorcas gegenüber. M’Bareks Aussagen passen zu diesem Spannungsfeld: Seine Figur bewegt sich im Film im Umfeld des Ballermanns, während der Schauspieler privat erklärt, den Ort bislang nicht besucht zu haben.
Komödie zwischen Klischee und Kritik
Die bisherigen Besprechungen bewerten den Umgang mit diesen Klischees unterschiedlich. Im Mittelpunkt steht die Frage, ob der Film stereotype Vorstellungen tatsächlich sichtbar macht oder sie durch die Inszenierung eher wiederholt. Besonders die Darstellung von Sexualität und Gruppendruck wird dabei als zentraler Konflikt des Films beschrieben.
Für das Publikum ist der Kinostart deshalb mit einer klaren Erwartung verbunden: Das Ensemble um Elyas M’Barek, Florian David Fitz, Karoline Herfurth und Jella Haase verspricht eine große Mainstream-Komödie, zugleich steht die Wirkung der humoristischen Zuspitzungen im Zentrum der Kritik. Der Film dauert 117 Minuten und ist ab zwölf Jahren freigegeben.
Pressespiegel: Einigkeit, Unterschiede und offene Fragen
BR24: „Warum "Der perfekte Urlaub" kein perfekter Film ist“ (20.10.2026)
Der Beitrag hebt das prominente Ensemble und die Rückkehr der Figuren aus „Das perfekte Geheimnis“ hervor. Er setzt den Schwerpunkt auf die Darstellung von Beziehungen und sexuellen Stereotypen und bewertet den Film deutlich kritisch.
NDR: „"Der perfekte Urlaub" im Kino: Ein humoristisches Armutszeugnis“ (21.10.2026)
Auch der NDR beschreibt Mallorca als Schauplatz der erneuten Begegnung der Freundesgruppe und nennt den Kinostart am 22. Oktober 2026. Der Beitrag konzentriert sich stärker auf die problematische Wirkung der Gags und die Frage, ob die Komödie ihre eigenen Klischees überzeugend entlarvt.
Beide Beiträge stimmen beim Schauplatz, dem Ensemble und dem Kinostart überein. Unterschiede gibt es vor allem bei der Gewichtung der Kritik: Im Zentrum steht jeweils, ob die beabsichtigte Satire die verwendeten Stereotype tatsächlich bricht.

