Sorgloser Start in die Heizsaison: Deutsche unterschÀtzen ihren Heizverbrauch deutlich
21.11.2024 - 15:05:03Mit Blick auf die Kosten gelte das ganz besonders fĂŒr die aktuelle Heizperiode, die erste ohne staatliche Preisbremsen. "Mehr Transparenz im Sinne des Verbraucherschutzes ist technisch in den meisten FĂ€llen lĂ€ngst möglich. ista erstellt schon heute rund 2,2 Millionen monatsaktuelle VerbrauchsĂŒbersichten fĂŒr Mieterinnen und Mieter im Auftrag ihrer Kunden. Es könnten viel mehr sein. Leider wird hier das technische Potenzial bei Weitem nicht ausgeschöpft", sagt Lessing. "Tagesaktuelle Informationen wĂ€ren natĂŒrlich noch besser", so Lessing. Auch das wĂ€re schon heute in vielen FĂ€llen möglich, erfordere aber entschlossenes Handeln der Politik, um die nötigen rechtlichen Voraussetzungen zu schaffen.
Die Deutschen heizen den zweiten Monat in Folge mehr als im Vorjahr
"Obwohl es in dieser Heizperiode bislang kĂŒhler war als im Vorjahreszeitraum, zeigt der deutliche Mehrverbrauch, dass die privaten Haushalte im Durchschnitt deutlich weniger sparsam geheizt haben. Das ist aus unserer Sicht vor allem eine Folge mangelnder Transparenz", so Lessing. "Deshalb muss dieses Thema dringend sehr viel besser gelöst werden, denn die Verbraucher haben mögliche Ersparnisse mit ihrem Thermostat buchstĂ€blich selbst in der Hand."
Deutliche regionale Unterschiede: Berliner und Frankfurter sparen, MĂŒnchener heizen mehr
Die Berliner haben im September und Oktober witterungsbereinigt ganze 21 Prozent weniger geheizt als im Vorjahr. Darauf folgen im ista Heizranking der BundeslĂ€nder Schleswig-Holstein (-14 Prozent) und Bremen (-acht Prozent). Am wenigsten sparsam war beim Heizen das Saarland mit einem krĂ€ftigen Anstieg von 25 Prozent. Der Blick auf die Metropolen zeigt: Berlin (-21 Prozent) und Frankfurt am Main (-11 Prozent) wiesen bislang im Vorjahresvergleich ein deutlich sparsameres Heizverhalten auf, wĂ€hrend MĂŒnchen aktuell mit einem Plus von 21 Prozent das Schlusslicht bildet.
ReprÀsentative Umfrage: Verbraucher wollen sparsamer sein
Die reprĂ€sentative YouGov-Umfrage im Auftrag von ista zeigt auch, dass fĂŒr 62 Prozent der Deutschen Energiesparen relevant ist. Davon sind fĂŒr 85 Prozent finanzielle GrĂŒnde ausschlaggebend, gefolgt vom Umweltbewusstsein. Dass die Verbraucher:innen sparen wollen, zeigt auch die Antwort von mehr als der HĂ€lfte aller Befragten (56 Prozent): Die Heizung wurde bewusst spĂ€t und erst dann zum ersten Mal angeschaltet, als es unangenehm kalt wurde. So die Wahrnehmung der Befragten. Die tatsĂ€chlichen Zahlen sprechen jedoch eine andere Sprache.
Wichtige Voraussetzungen fĂŒr selbstbestimmtes Heizen fehlen
Das Thema Heizkosten bleibt auch in diesem Jahr fĂŒr viele Menschen wenig transparent. Laut Umfrageergebnissen erhalten die meisten wĂ€hrend der Heizperiode keine regelmĂ€Ăigen aktuellen Verbrauchsdaten. Klarheit ĂŒber die tatsĂ€chlichen Kosten gibt es meist erst lange nach dem Ende der Heizperiode mit der Jahresverbrauchsabrechnung. 72 Prozent der Befragten gaben an, keine monatliche Verbrauchsinformation zu erhalten. Darauf haben sie durch eine GesetzesĂ€nderung seit 2022 aber einen Anspruch, wenn in Ihrem GebĂ€ude fernauslesbare Heizkostenverteiler installiert sind. Fast genauso viele Befragte (66 Prozent) wissen allerdings gar nichts von diesem Rechtsanspruch. "Auch diese Ergebnisse zeigen deutlich, dass es an Transparenz mangelt. Verbraucherinnen und Verbraucher wissen oft nicht, wie ihr Verhalten ihre Heizkosten beeinflusst," so Lessing. "RegelmĂ€Ăige Informationen können erheblich helfen, bewusster zu heizen und Kosten besser im Blick zu behalten." ista erstellt schon heute rund 2,2 Millionen monatsaktuelle VerbrauchsĂŒbersichten fĂŒr Mieter im Auftrag ihrer Kunden.
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