Engelke, Pastewka

Engelke und Pastewka spielen (verhindertes) Liebespaar

14.08.2024 - 05:53:35

Fans erwarten die erste gemeinsame Serie von Anke Engelke und Bastian Pastewka mit Spannung. An diesem Donnerstag geht es mit «Perfekt verpasst» nun los - und anschauen lohnt sich.

  • Anke Engelke und Bastian Pastewka stellten ihre Serie auf dem Filmfest MĂŒnchen vor. (Archivbild) - Foto: Karl-Josef Hildenbrand/dpa

    Karl-Josef Hildenbrand/dpa

  • Anke Engelke und Bastian Pastewka stellten ihre Serie auf dem Filmfest MĂŒnchen vor. (Archivbild) - Foto: Karl-Josef Hildenbrand/dpa

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Anke Engelke und Bastian Pastewka stellten ihre Serie auf dem Filmfest MĂŒnchen vor. (Archivbild) - Foto: Karl-Josef Hildenbrand/dpaAnke Engelke und Bastian Pastewka stellten ihre Serie auf dem Filmfest MĂŒnchen vor. (Archivbild) - Foto: Karl-Josef Hildenbrand/dpa

Anke Engelke und Bastian Pastewka sind seit Jahrzehnten befreundet und haben schon oft zusammengearbeitet: In den legendÀren «Wochenshow»-Sketchen, als skurriles Volksmusik-Duo Wolfgang und Anneliese oder in dem Format «LOL: Last One Laughing». Eine gemeinsame Serie aber gab es noch nicht - bis jetzt. 

An diesem Donnerstag (15. August) startet «Perfekt verpasst» beim Streaming-Anbieter Prime. Darin spielen die guten Freunde Engelke und Pastewka ein Liebespaar - beziehungsweise ein verhindertes. 

Denn ihre Figuren Maria, eine BuchhĂ€ndlerin, und Ralf, der Besitzer eines SportgeschĂ€ftes, wohnen zwar in der gleichen Kleinstadt (im filmisch bislang nicht sonderlich erschlossenen Marburg) und haben sogar gemeinsame Bekannte, aber sie treffen sich einfach nicht. Dabei wĂŒrden sie - das wird in jeder Szene klar - ganz hervorragend zusammenpassen. 

Es geht auch um Falschparker und Katzenpflaster

In der achtteiligen Comedy-Serie geht es um «Bestimmungen und ZufÀlle, um Rache und Vergebung, um Freundschaften und WutanfÀlle, um Falschparker und Katzenpflaster, und: um die ewige Sehnsucht nach einem Happy End», hatte die Produktionsfirma btf (bildundtonfabrik) mitgeteilt. Neben Engelke und Pastewka sind unter anderem auch Fritzi Haberlandt, Edin Hasanovic, Peter Jordan, Michael Wittenborn, Serkan Kaya, Caro Scrimali und Melodie Simina zu sehen.

«Mein interner Arbeitstitel war, und das klingt fĂŒrchterlich, Verwechslungskomödie. Aber letztlich stimmt er: Es geht um Verpassmomente, darum dass Maria und Ralf sich nicht kennen, aber gemeinsame Freundinnen, Verwandte, Bekannte haben», sagte Pastewka im Interview der Deutschen Presse-Agentur beim Filmfest MĂŒnchen, wo er die Serie gemeinsam mit Engelke und dem Team vorstellte. «Mir war immer wichtig, dass die beiden Welten getrennt sind, aber dass es immer Verbindungen gibt.» 

Unterhaltsam und in Teilen berĂŒhrend

Die Idee dazu sei in der Corona-Zeit wĂ€hrend des ersten Lockdowns entstanden, sagte Engelke im Anschluss an die Premiere. «Wir haben uns zusammengesetzt in dieser doofen Zeit» und ĂŒber gemeinsame PlĂ€ne nachgedacht. Es hĂ€tte auch ein anderes Projekt werden können, sagte sie; ein Buch zum Beispiel. Doch es wurde eine Serie - und zwar eine, die sehr unterhaltsam und in Teilen auch berĂŒhrend ist. 

Ein wenig erinnert sie - vor allem in der Gestaltung der Hauptfigur des frisch geschiedenen Ralf - an den Serienerfolg «Pastewka». Und das Ganze wird dann noch hervorragend ergĂ€nzt durch Engelkes an der Liebe etwas verzweifelnden Maria, die eine AffĂ€re mit ihrem Ex festsitzt - dem Mann, der sie fĂŒr ihre einst beste Freundin verlassen hat und diese jetzt auch heiraten will. 

Eine Serie ĂŒber das Älterwerden - oder einfach eine gute Geschichte 

«Es hat der Komödie gedient zu erzĂ€hlen, dass Maria und Ralf Leute sind, die schon sehr viel hinter sich haben. Ralf hat eine Familie, Maria ist schon lange BuchhĂ€ndlerin. Ralf lĂ€sst sich scheiden, Marias Erzfeindin Johanna hat ihr die Buchidee geklaut. Beide Figuren stecken mit einem Schlag zwischen Baum und Borke und mĂŒssen sich neu erfinden», erzĂ€hlt Pastewka. 

«Und lustig ist es, weil sie eben dieses Alter haben und offenbar auf Erfahrungen zurĂŒckgreifen, die sie möglicherweise vor 30 Jahren das erste Mal gemacht haben. Und nun glauben, sie könnten das noch mal kopieren, was damals war», so der Schauspieler weiter. «Doch natĂŒrlich kommt es anders.»

Das Alter an sich sei aber nicht das Hauptthema gewesen, betonte Engelke: «Wir hatten einfach nur Bock auf die Geschichte. Vielleicht vor zehn Jahren, vor 20 Jahren hĂ€tten wir so was uns auch ĂŒberlegen können. Wir finden das Verpassen toll», fĂŒhrt sie aus. «Wir finden den philosophischen Unterbau toll, zu sagen: Wer spricht von verpassten Chancen? Wann ist eine Chance verpasst? Gibt es ZufĂ€lle? Gibt es Schicksal? Gibt es Vorbestimmung? Fanden wir viel spannender.»

@ dpa.de