Perspektiven, Jahresbilanz

Perspektiven und Jahresbilanz der DRF Luftrettung / Ressourcen besser nutzen - Patienten optimal versorgen

07.02.2024 - 15:28:52 | presseportal.de

Filderstadt - AnlĂ€sslich ihrer Jahresbilanz nimmt die DRF Luftrettung das gesamte System der Notfallrettung in den Blick. Bereits heute könnten mit geringem finanziellem Mehraufwand die vorhandenen Ressourcen in der Notfallrettung im Sinne der Patienten besser genutzt werden. Dazu gehört unter anderem die zĂŒgige Ausweitung der Randzeiten- und 24-Stunden-Bereitschaft, um die VersorgungsqualitĂ€t weiter zu verbessern und an das soziale Leben anzupassen. Die Hubschrauber und Flugzeuge der DRF Luftrettung wurden 2023 zu insgesamt 36.413 EinsĂ€tzen alarmiert. HĂ€ufigste AlarmierungsgrĂŒnde waren internistische Erkrankungen wie Schlaganfall oder Herzinfarkt sowie UnfĂ€lle im Straßenverkehr, bei der Arbeit oder bei FreizeitaktivitĂ€ten.

Perspektiven und Jahresbilanz der DRF Luftrettung / Ressourcen besser nutzen - Patienten optimal versorgen - Foto: presseportal.de

Im vergangenen Jahr wurden die Hubschrauber der DRF Luftrettung zu 28.191 NotfalleinsĂ€tzen sowie 7.857 Intensivtransporten alarmiert. Die Crews der beiden Ambulanzflugzeuge fĂŒhrten 365 RĂŒckholungen durch. Die Learjet-Besatzungen flogen dabei 34 LĂ€nder an und legten eine Strecke von insgesamt 1.125.236 Kilometern zurĂŒck.

HauptalarmierungsgrĂŒnde: Herzinfarkt, Schlaganfall und UnfĂ€lle

An den Hubschrauberstationen in Deutschland zeigt sich bei NotfalleinsĂ€tzen ein weitgehend vergleichbares Bild zu den Vorjahren: Am hĂ€ufigsten wurden die Besatzungen zu Patienten mit Herz-Kreislauf-Erkrankungen wie Herzinfarkt oder Schlaganfall gerufen sowie zu UnfĂ€llen und StĂŒrzen. Die mit einer Rettungswinde ausgerĂŒsteten vier Stationen setzten diese 131-mal ein, um Patienten auch in schwer zugĂ€nglichem GelĂ€nde schnell notĂ€rztlich zu versorgen und auszufliegen. "Unsere Mitarbeitenden, vom Notarzt ĂŒber NotfallsanitĂ€ter und Techniker bis zu den Mitarbeitenden in der Einsatzzentrale und der Verwaltung haben auch 2023 wieder ein großartiges Engagement weit ĂŒber das normale Maß hinaus gezeigt", erlĂ€utert Dr. Krystian Pracz, Vorstandsvorsitzender der DRF Luftrettung.

Dringender Reformbedarf: Versorgungssicherheit der Patienten verbessern

Im Vordergrund steht fĂŒr die DRF Luftrettung derzeit die zukĂŒnftige Versorgungssicherheit der Patienten, die dringende notfallmedizinische Betreuung benötigen. Denn die VerĂ€nderungen der medizinischen Landschaft durch die Schließung von Fachabteilungen und KrankenhĂ€usern, durch fehlendes medizinisches Fachpersonal und durch weniger Ärzte und Ärztinnen im lĂ€ndlichen Raum fĂŒhrt zu einer schlechteren Versorgung der Patienten. Dr. Krystian Pracz: "Die Aufgabe aller Rettungsdienste ist es, Menschen in gesundheitlich bedrohlichen Situationen möglichst schnell zu helfen - und das Tag wie Nacht. Besonders bei schweren Erkrankungen oder Verletzungen tickt die Uhr, die gesundheitliche Situation der Betroffenen verschlechtert sich mit jeder Minute mehr, die wir vom Eintreten des Notfalls bis zur Versorgung im Krankenhaus benötigen. Das bedeutet auch mehr gesundheitliche SchĂ€den, lĂ€ngere Krankenhauszeiten, lĂ€ngere oder gar keine Genesung. Der persönliche Schaden fĂŒr die betroffenen Menschen und der wirtschaftliche Schaden fĂŒr die Gesellschaft sind enorm. Deshalb mĂŒssen wir jetzt schnell und beherzt die richtigen Schritte gehen."

Die DRF Luftrettung schlĂ€gt deshalb eine Reihe von kurzfristig umsetzbaren Maßnahmen mit hohem Wirkungsgrad vor:

Die strukturellen VerĂ€nderungen im Gesundheitswesen stellen die Rettungsdienste vor ganz neue Herausforderungen. Dr. Krystian Pracz: "Wir mĂŒssen, wir wollen und wir können die VersorgungsqualitĂ€t verbessern, indem wir mit geringem finanziellem Aufwand in einem ersten Schritt die vorhandenen Ressourcen besser nutzen - sowohl technisch als auch im Hinblick auf das vorhandene Personal. Denn auch in der Gesamtbetrachtung unseres Systems gilt: Jeder Moment zĂ€hlt! Das gilt fĂŒr die konkrete Notfallsituation. Und das gilt auch fĂŒr die dringend notwendigen VerĂ€nderungen im Rettungsdienst. Wir mĂŒssen jetzt die bĂŒrokratischen Hindernisse abbauen und ganzheitlich denken und handeln, um die bestmögliche medizinische Versorgung sicherzustellen."

Informationen unter www.drf-luftrettung.de

Über die DRF Luftrettung

Die DRF Luftrettung mit Sitz in Filderstadt ist eine der grĂ¶ĂŸten Luftrettungsorganisationen Europas. Von 32 Stationen an 30 Standorten in Deutschland aus starten die Hubschrauber und Ambulanzflugzeuge der gemeinnĂŒtzigen Organisation zu ihren EinsĂ€tzen. Hierzu gehören EinsĂ€tze in der Notfallrettung, VerlegungsflĂŒge von kritisch kranken oder verletzten Personen zwischen Kliniken und RĂŒckholungen von Patientinnen und Patienten aus dem Ausland. An zwölf dieser Stationen sind die Crews rund um die Uhr einsatzbereit, an einer weiteren Station ist die Besatzung im Tagbetrieb mit erweiterten Randzeiten (6.00 bis 22.00 Uhr) einsatzbereit. An vier Standorten kommen Hubschrauber mit Rettungswinde zum Einsatz. Insgesamt leistete die DRF Luftrettung 36.413 EinsĂ€tze im Jahr 2023. FĂŒr den kontinuierlichen Ausbau ihrer lebensrettenden Aufgabe ist die gemeinnĂŒtzige Luftrettungsorganisation auf finanzielle UnterstĂŒtzung angewiesen. Rund 400.000 Fördermitglieder weiß der DRF e.V. bereits an seiner Seite. Mehr Informationen unter www.drf-luftrettung.de

Pressekontakt:

DRF Luftrettung
Rita-Maiburg-Straße 2
D-70794 Filderstadt
presse@drf-luftrettung.de

Stefanie Kapp
Tel. +49 711 70072205
presse@drf-luftrettung.de

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