Wetterextreme, Garten

Wetterextreme im Garten: Was Pflanzenfans jetzt wissen mĂŒssen

22.07.2025 - 12:47:26

Frankfurt/Main - Die Auswirkungen des Klimawandels machen auch vor dem eigenen Garten nicht halt. Zunehmend wechselhafte Wetterlagen mit Trockenperioden, Starkregen, Hitze und Sturmböen setzen Nutz- und Zierpflanzen unter Druck. Gleichzeitig steigt das Risiko fĂŒr SchĂ€dlingsbefall und Krankheiten. Wer Garten, Terrasse oder Balkon zukunftsfĂ€hig gestalten möchte, sollte umsichtig planen und gezielt vorsorgen, damit das grĂŒne Refugium auch unter verĂ€nderten Bedingungen blĂŒhen und gedeihen kann.

Pflanzen, die ĂŒber viele Jahre zuverlĂ€ssig gewachsen sind, reagieren immer hĂ€ufiger gestresst. Der Grund: Extremwetterlagen folgen schneller aufeinander. Intensive Hitzephasen gehen abrupt in Starkregen ĂŒber, gefolgt von Windböen oder Gewittern. Dadurch geraten Pflanzen aus dem Gleichgewicht, ihre Widerstandskraft nimmt ab. Doch mit der richtigen Pflanzenauswahl, einem durchdachten Wassermanagement, bodenbewusster Pflege und gezielten Schutzmaßnahmen können HobbygĂ€rtnerinnen und HobbygĂ€rtner viel dazu beitragen, ihren Garten fit fĂŒr die Zukunft zu machen. "Der Garten muss heute mehr aushalten als frĂŒher. Aber mit dem richtigen Wissen lĂ€sst sich viel tun, um ihn an die neuen Bedingungen anzupassen", sagt Dr. Regina Fischer, Pflanzenexpertin beim Industrieverband Agrar e. V. (IVA).

Pflanzenwahl mit Perspektive

Der IVA empfiehlt, bereits bei der Auswahl auf robuste, standortgerechte Arten zu setzen. Besonders geeignet sind Pflanzen, die sowohl lĂ€ngere Trockenphasen als auch vorĂŒbergehend starke NiederschlĂ€ge oder Wind vertragen.

BlĂŒhpflanzen wie Stauden und Zierpflanzen bieten viele geeignete Optionen. BewĂ€hrt haben sich trockenheitsresistente Arten wie Kugeldistel, Blauroter Steinsame oder Katzenminze, die auch bei starker Sonneneinstrahlung vital bleiben. Ebenso anpassungsfĂ€hig zeigen sich KarthĂ€usernelke und Mauerpfeffer. Diese Stauden kommen mit wenig Wasser aus, halten Wind gut stand und fördern mit ihrer langen BlĂŒhdauer die Artenvielfalt im Garten.

Auch unter den Nutzpflanzen gibt es robuste Vertreter. Tiefwurzelnde GemĂŒsearten wie Rote Bete und Pastinaken ĂŒberstehen heiße Sommer weitgehend ohne zusĂ€tzliche BewĂ€sserung und sind stabil gegenĂŒber Wind. ErgĂ€nzend eignen sich Winterheckenzwiebeln und Gartenmelde, denn sie kommen auch mit weniger nĂ€hrstoffreichen Böden zurecht.

Bei den Gehölzen zÀhlen Amberbaum, Kornelkirsche, Wacholder und Felsenbirne zu den besonders anpassungsfÀhigen Arten. Sie vertragen Hitze wie auch temporÀre NÀsseperioden und tragen zur ökologischen StabilitÀt des Gartens bei.

Eine abwechslungsreiche Bepflanzung, die auf verschiedene Wuchsformen und StandortansprĂŒche RĂŒcksicht nimmt, verteilt das Risiko bei Extremwetterereignissen und stĂ€rkt das gesamte Gartenökosystem.

Wasser gezielt nutzen und speichern

Ebenso entscheidend wie die Pflanzenwahl ist auch ihre BewĂ€sserung, denn gerade langanhaltende Trockenphasen erfordern ein durchdachtes Wassermanagement. Regenwasser lĂ€sst sich in Zisternen oder Regentonnen sammeln und bei Bedarf gezielt verwenden. WasserdurchlĂ€ssige BelĂ€ge und begrĂŒnte FlĂ€chen sorgen dafĂŒr, dass NiederschlĂ€ge versickern und nicht ungenutzt abfließen.

Beim Gießen gilt: lieber seltener, dafĂŒr intensiv. Zehn bis zwanzig Liter pro Quadratmeter regen die Pflanzen zur Ausbildung tiefer Wurzeln an und machen sie widerstandsfĂ€higer. Mulch oder flĂ€chendeckende Bodendecker verringern zusĂ€tzlich die Verdunstung.

Der IVA empfiehlt, das Gießen auf die frĂŒhen Morgenstunden zu legen. Dann ist der Boden noch kĂŒhl, das Wasser verdunstet langsamer und kann effizient aufgenommen werden. Abendliches Gießen hingegen fördert durch lange BlattnĂ€sse das Risiko fĂŒr Pilzkrankheiten.

Bodenpflege als Grundlage

Ein gesunder Garten beginnt auch im Boden. Humusreiche, lockere Erde speichert Wasser effektiv und versorgt die Pflanzen mit NĂ€hrstoffen. Kompost verbessert die Bodenstruktur und unterstĂŒtzt das Bodenleben. Mulch aus Laub oder Rasenschnitt schĂŒtzt vor Austrocknung und mindert die Gefahr von VerschlĂ€mmung bei starken RegenfĂ€llen. Wer auf das Umgraben verzichtet und den Boden nur flach lockert oder hackt, erhĂ€lt die AktivitĂ€t der Mikroorganismen und fördert eine stabile Bodenstruktur.

Ebenso wichtig ist eine ausgewogene NĂ€hrstoffversorgung. Eine fachgerechte DĂŒngung, abgestimmt auf BodenverhĂ€ltnisse und Pflanzenbedarf, stĂ€rkt die natĂŒrliche Widerstandskraft. So lassen sich Stresssymptome wie Welke, BlattverfĂ€rbungen oder verminderte BlĂŒtenbildung gezielt vermeiden.

Pflanzenschutz gezielt einsetzen

Trotz guter Pflege lassen sich SchĂ€dlinge oder Pilzkrankheiten nicht immer verhindern. FĂŒr diese FĂ€lle bieten viele Hersteller geeignete Pflanzenschutzmittel an, die gezielt und sicher eingesetzt werden können. Welche Produkte infrage kommen, erfahren Verbraucherinnen und Verbraucher im Fachhandel, im Gartenmarkt oder Baumarkt.

"Gerade bei Extremwetterlagen steigt der SchĂ€dlingsdruck. Umso wichtiger ist es, dass HobbygĂ€rtner auf wirksame, geprĂŒfte Pflanzenschutzmittel zurĂŒckgreifen können und diese verantwortungsvoll einsetzen", sagt IVA-Expertin Regina Fischer. Der IVA weist in diesem Zusammenhang darauf hin, stets die Hinweise zu Dosierung und Anwendung auf der Verpackung zu beachten.

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