Frauenherzen schlagen anders. Zeit zu handeln. / Bundesweiter #GoRed-Aktionstag: Freitag, 6. Februar 2026
20.01.2026 - 12:00:00Zum 4. Mal in Folge bringen fĂŒhrende Stimmen aus Medizin, Forschung, Rettungswesen und Gesundheitspolitik fĂŒr die Awareness-Kampagne ihre Perspektiven zusammen, um die Frauenherzgesundheit in Deutschland zu verbessern:
Prof. Dr. Christina Magnussen, stellvertretende Direktorin der Klinik fĂŒr Kardiologie am UKE Hamburg, verweist auf aktuelle Erkenntnisse aus internationalen Studien. Ihre Forschung zeigt: FĂŒnf bekannte Risikofaktoren erklĂ€ren mehr als jede zweite Herz-Kreislauf-Erkrankung. Bei Frauen ist ihr Einfluss sogar gröĂer. PrĂ€vention wirkt. Und sie wirkt besonders stark bei Frauen. "Diese Ergebnisse zeigen, dass wir einen Paradigmenwechsel brauchen: Weg von der reinen Behandlung, hin zu konsequenter PrĂ€vention", so Magnussen. "Dazu gehören ein frĂŒhzeitiges Screening auf Bluthochdruck und wirksame Strategien zur Reduktion des Rauchens."
Dr. Lena Marie Seegers, GrĂŒnderin und Leiterin des ersten universitĂ€ren Frauenherzzentrums am UniversitĂ€tsklinikum Frankfurt, lenkt den Blick auf den weiblichen Lebensverlauf. Zyklus, Schwangerschaft, Wechseljahre. All das beeinflusst das Herz. Und wird noch zu selten zusammengedacht. "Es gibt in jeder Lebensphase einer Frau gynĂ€kologische Erkrankungen, die das Herz beeinflussen können", so Seegers. "Hier mĂŒssen GynĂ€kologie, Kardiologie und HausĂ€rzte enger zusammenarbeiten, um das individuelle Herzinfarktrisiko frĂŒhzeitig zu erkennen."
Nicola Winter, Rettungshubschrauberpilotin und RettungssanitÀterin, berichtet aus dem Alltag der Notfallmedizin: Frauen werden seltener reanimiert, Symptome werden falsch gedeutet, Zeit geht verloren. "AufklÀrung rettet Leben. Nicht irgendwann, sondern genau dann, wenn jemand zusammenbricht und wir entscheiden, ob wir handeln", so Winter.
#GoRed-Themenschwerpunkte 2026:
PrÀvention und Vorsorge
Herzgesundheit beginnt frĂŒh. Bestehende Vorsorgeangebote werden noch zu selten genutzt und reichen nicht aus. Besonders ab 40 Jahren und in den Wechseljahren braucht es niedrigschwellige, regelmĂ€Ăige Check-ups. Ziel ist es, Risiken frĂŒh zu erkennen und gezielt gegenzusteuern. Dr. Leonie Uhl, Mit-Initiatorin und Sprecherin des HCF-Beirats Gesundheitsförderung, macht deutlich: "Frauenherzgesundheit ist kein Nischenthema. Sie betrifft Millionen. Mit #GoRed verbinden wir Wissenschaft, Versorgung und Politik. Unser Ziel ist klar: PrĂ€vention stĂ€rken. Versorgung verbessern. Leben retten."
Weibliche Symptome und Erste Hilfe
Herzinfarkte Ă€uĂern sich bei Frauen oft anders. Ăbelkeit, Erschöpfung oder Schmerzen im Oberbauch werden nicht als Warnzeichen erkannt. Gleichzeitig werden Frauen im Notfall aufgrund von BerĂŒhrungsĂ€ngsten seltener reanimiert. AufklĂ€rung, Training und Wissen sind elementarer Teil der PrĂ€ventionskette.
Daten, Kommunikation und Wirkung
Zur Herzgesundheit von Frauen mangelt es an geschlechterspezifischen Erhebungen, Studienauswertungen und systematischer Berichterstattung. 2026 stellt erstmals die Firma Honic als Anbieter einer Forschungsdatenplattform fĂŒr #GoRed anonymisierte Versorgungsdaten zur VersorgungslĂŒcke zwischen MĂ€nnern und Frauen bei Herz-Kreislauf-Erkrankungen zur VerfĂŒgung. Sie zeigen, wo Diagnostik und Versorgung von Frauen hinterherhinken. "Eine erste Analyse von Laborergebnissen von mehr als zwei Millionen MĂ€nnern und Frauen aus Bayern zeigt, dass bei Frauen seltener diagnostische Tests von Blutfetten durchgefĂŒhrt werden", so Dr. med. Uwe Fraass, wissenschaftlicher Berater.
"Was nicht gemessen wird, wird nicht gesehen. Gesundheitspolitische Entscheidungen brauchen belastbare Daten," so Dr. Vanessa Conin-Ohnsorge, Mit-Initiatorin, Sprecherin des HCF-Beirats Gesundheitsförderung und HCF-EhrenprÀsidentin. "Mit den Versorgungsdaten von Honic untermauern wir unser Anliegen nun auch wissenschaftlich datenbasiert."
#GoRed 2026: Mitmachen und UnterstĂŒtzen am Freitag, 6. Februar
Jede:r kann mitmachen: Tragen Sie am #GoRed Aktionstag ein rotes KleidungsstĂŒck oder Accessoire und posten Sie ein Foto davon in den sozialen Netzwerken. Auf der Website www.gored.info gibt es weitere Informationen sowie ein Social Media Kit zum Herunterladen (Aktionshashtags: #GoRed, #frauenherzenschlagenanders und/oder #HerzHirnAllianz). Jeder Post schafft Sichtbarkeit!
Tagesaktuelle Informationen ĂŒber Frauenherzgesundheit und die Akteur*innen des #GoRed Day 2026 finden sich auch auf Instagram unter @gored.deutschland und auf LinkedIn unter Healthcarefrauen.
Die Initiative wird mit freundlicher UnterstĂŒtzung unserer Partner umgesetzt:
AstraZeneca GmbH, Daiichi-Sankyo Deutschland GmbH, FUNKE Mediengruppe GmbH, Lilly Deutschland GmbH, Novartis Pharma GmbH.
DarĂŒber hinaus danken wir unseren weiteren Partner*innen und UnterstĂŒtzer*innen, die sich fĂŒr die nachhaltige Verbesserung der Frauenherzgesundheit engagieren.
Pressekontakt:
Ihre Ansprechpartnerin:
Petra Sonntag, HCF Presse- und Ăffentlichkeitsarbeit
Tel.: +49 170 / 807 26 76, E-Mail: [email protected]
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