Caritas international: Helfer immer öfter im Kreuzfeuer - Welttag der HumanitĂ€ren Hilfe: Völkerrecht vielerorts kein Schutz mehr - ZwischenfĂ€lle verdreifacht - Gaza tödlichster Ort fĂŒr Helfer
14.08.2024 - 08:45:00Zentraler Grund fĂŒr die besorgniserregende Zunahme an sicherheitsrelevanten ZwischenfĂ€llen ist, dass HumanitĂ€re Hilfe von vielen politischen und militĂ€rischen Akteuren nicht mehr als neutral anerkannt, sondern zielgerichtet politisiert wird. FĂŒr Helferinnen und Helfer stelle das humanitĂ€re Völkerrecht deshalb hĂ€ufig keinen Schutz mehr dar, beklagt Oliver MĂŒller, Leiter von Caritas international. "Es ist in höchstem MaĂe besorgniserregend, dass unsere humanitĂ€ren Helfer immer öfter zur Zielscheibe von Angriffen werden, denn dieser Trend gefĂ€hrdet die Hilfe fĂŒr notleidende Menschen massiv." Eine Reihe von Gewalttaten gegen Helfer, so MĂŒller, entspringe einer politischen oder ideologischen Agenda. In anderen FĂ€llen wolle man sich unliebsamer Augenzeugen entledigen oder verspreche sich von EntfĂŒhrungen ein GeschĂ€ft.
Als "tödlichster Ort fĂŒr Helfer" gilt laut Vereinten Nationen aktuell Gaza. Trotz aller VorsichtsmaĂnahmen musste auch das weltweite Netzwerk der Caritas dort den Tod von drei humanitĂ€ren Helfenden betrauern. "Es ist unertrĂ€glich, dass das Helfen lebensgefĂ€hrlich ist. Und immer gefĂ€hrlicher wird. Und das besonders dort, wo die Menschen Hilfe am dringlichsten benötigen", so Oliver MĂŒller.
Seit 2009 wird jedes Jahr am 19. August der Welttag der HumanitĂ€ren Hilfe begangen. Es wird an diesem Tag der humanitĂ€ren Helfer gedacht, die weltweit im Einsatz fĂŒr Menschen in Not ihr Leben lieĂen.
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