Gil, Ofarim

Gil Ofarim zurĂŒck auf Instagram

03.04.2024 - 19:16:50

Gil Ofarim meldet sich nach dem Prozess um einen erfundenen Davidstern-Skandal zurĂŒck - mit neuer Frisur und Brille.

Der Musiker Gil Ofarim hat sich erstmals seit dem Ende seines schlagzeilentrĂ€chtigen Prozesses um einen erfundenen Davidstern-Skandal wieder der Öffentlichkeit gezeigt. Auf seiner ansonsten verwaisten Instagram-Seite erschien ein Video in seiner Story, in dem er - mit Brille und neuer Kurzhaarfrisur - Gitarre spielt. «Countdown lĂ€uft!.. Donnerstag 18 Uhr !.. video zum "FrĂŒhjahrsputz Gitarren Sale"» lautet der Schriftzug ĂŒber dem Video. Was genau das bedeutet, wurde zunĂ€chst nicht klar. 

Ofarim, der aus MĂŒnchen stammt und dort lebt, zog sich aus der Öffentlichkeit zurĂŒck, nachdem er in seinem Prozess um Verleumdung und falsche VerdĂ€chtigung im November vergangenen Jahres ĂŒberraschend ein GestĂ€ndnis abgelegt hatte. Das Verfahren gegen den 41-JĂ€hrigen wurde daraufhin gegen eine Geldauflage von 10.000 Euro eingestellt. 

Ofarim im Prozess: «Es tut mir leid»

Ofarim hatte im Oktober 2021 in einem Video Antisemitismus-VorwĂŒrfe gegen ein Leipziger Hotel erhoben. Ofarim hatte darin geschildert, dass der Hotelmanager ihn aufgefordert habe, seine Kette mit Davidstern abzunehmen, damit er einchecken könne. Das Video verbreitete sich stark in den sozialen Netzwerken. Der Musiker erstattete spĂ€ter Anzeige, aber auch der Hotelmanager wehrte sich und zeigte seinerseits den Musiker wegen Verleumdung an. 

Große Zweifel an seiner Darstellung zeigten sich dann auch im Prozess gegen den Sohn des 60er-Jahre-Stars Abi Ofarim (1937-2018), schließlich legte er ein GestĂ€ndnis ab und entschuldigte sich bei dem Hotelmanager, der als NebenklĂ€ger auftrat: «Ich möchte mich bei Ihnen entschuldigen. Es tut mir leid.»

Scharfe Kritik auch vom Zentralrat der Juden

DafĂŒr, den antisemitischen Vorfall im Hotel erfunden zu haben, wurde Ofarim scharf kritisiert - unter anderem vom Zentralrat der Juden in Deutschland. Ofarim habe neben der Öffentlichkeit auch die jĂŒdische Gemeinde belogen. «Damit hat Gil Ofarim all denen, die tatsĂ€chlich von Antisemitismus betroffen sind, großen Schaden zugefĂŒgt.»

@ dpa.de