Komm ins #teamtorffrei! Jeder Blumentopf zÀhlt! / FNR und HOT informieren auf den Landesgartenschauen Furth im Wald und Tal X zum torffreien GÀrtnern
28.07.2025 - 10:44:25Hier setzt die Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe (FNR), ProjekttrĂ€gerin des Bundesministeriums fĂŒr Landwirtschaft, ErnĂ€hrung und Heimat (BMLEH), an. Unter dem Motto "Jeder Blumentopf zĂ€hlt!" informiert sie noch bis Oktober auf den beiden diesjĂ€hrigen Landesgartenschauen zum torffreien GĂ€rtnern. In Baden-WĂŒrttemberg findet die Landesgartenschau im "Tal X" zwischen Freudenstadt und Baiersbronn statt, in Bayern in Furth im Wald. Besucherinnen und Besucher erhalten Hintergrundinformationen und praxisnahe Hinweise zum richtigen Einsatz torffreier Erden auf diversen Schautafeln auf dem GelĂ€nde der Gartenschauen.
"Viele Menschen möchten ihren Garten oder Balkon möglichst nachhaltig gestalten, sind aber oft unsicher, wie sie auf Torf verzichten können. Genau hier setzen wir mit unserem Informationsangebot an", erklĂ€rt FNR-GeschĂ€ftsfĂŒhrer Dr. Andreas SchĂŒtte. Torffreie Erden sind im Handel inzwischen ĂŒberall erhĂ€ltlich - Informationen zum richtigen Einsatz fehlen jedoch oft. Die enthaltenen Torfersatzstoffe stehen dem Torf in nichts nach, erfordern aber kleine Anpassungen beim GĂ€rtnern.
Torffreie Erden erfreuen sich erhöhter Nachfrage
Der Anteil von Torf in Hobbyerden ist von 2021 bis 2024 von rund 50 % auf knapp ein Drittel gesunken. Als Torfersatz kommt vornehmlich GrĂŒngutkompost zum Einsatz. Weitere nachwachsende Alternativen sind Holzfasern, Kokosmark oder Rindenhumus. BĂ€ume mĂŒssen fĂŒr den Torfersatz ĂŒbrigens nicht gefĂ€llt werden, stattdessen verwenden Erdenhersteller die Resthölzer aus SĂ€gewerken, Reststoffe der Kokosproduktion oder GrĂŒnabfĂ€lle aus Kommunen. Die verschiedenen Torfersatzstoffe bringen unterschiedliche Eigenschaften und NĂ€hrstoffe ins Substrat ein. Die individuelle Komposition aus Kompost & Co., Zuschlags- und NĂ€hrstoffen geben dem Substrat dann die perfekten Eigenschaften fĂŒr die jeweilige Anwendung. Aufgrund der steigenden Nachfrage gehören torffreie Erden in den meisten Gartencentern und BaumĂ€rkten, aber auch im Einzelhand inzwischen zum standardmĂ€Ăigen Erdenangebot. Der Aufdruck "torffrei" oder "ohne Torf" ist beim Kauf ein sicherer Hinweis, dass kein Torf enthalten ist. Doch was mĂŒssen HobbygĂ€rtnerinnen und HobbygĂ€rtner bei der Verwendung torffreier Erden beachten?
Richtig torffrei gÀrtnern - so gehtŽs!
Torffreie Erde speichert Wasser weniger gut als Torf und trocknet oberflĂ€chlich schneller aus. Der Bedarf an Wasser sollte daher regelmĂ€Ăig ĂŒberprĂŒft werden. In der Regel gilt, dass man etwas öfter und in kleineren Mengen gieĂen sollte. Vor dem Einpflanzen ist es zudem ratsam, den Wurzelballen gut zu wĂ€ssern und die Pflanze anschlieĂend krĂ€ftig anzugieĂen. Es empfiehlt sich zudem, den DĂŒngereinsatz auf die Blumenerde abzustimmen. Bei einem hohen Holzfaseranteil in der Erde besteht z. B. ein vermehrter Bedarf an Stickstoff. Wichtige Hinweise zu NĂ€hrstoffgehalten und der Zusammensetzung finden Verbraucherinnen und Verbraucher auf der RĂŒckseite des Sackes. Auch das Verkaufspersonal im Handel steht beratend zur Seite. Torffreie Erden sind im Vergleich zu Torf zudem mikrobiell aktiver. ErdensĂ€cke sollten daher möglichst schnell verbraucht sowie trocken und kĂŒhl gelagert werden.
Mehr Informationen zum richtigen Einsatz torffreier Erden finden Interessierte unter den unten genannten Links.
Jeder Blumentopf zÀhlt!
Unter dem Motto "Komm ins #teamtorffrei! Jeder Blumentopf zĂ€hlt!" motiviert und informiert die FNR auf den diesjĂ€hrigen Landesgartenschauen zum Torfverzicht. UnterstĂŒtzt wird die Initiative vom Modell- und Demonstrationsvorhaben "HobbygĂ€rtnern ohne Torf (HOT)". Vier Partner unter Leitung der Hochschule fĂŒr Wirtschaft und Umwelt NĂŒrtingen-Geislingen haben sich das Ziel gesetzt, den Ersatz von Torfprodukten im Hobby-Gartenbau durch torfreduzierte und -freie Substrate auf Basis nachwachsender Rohstoffe zu beschleunigen und zu begleiten. "Vielen Menschen ist die Herkunft und Klimawirkung von Torf nicht bekannt. Die Gartenschauen bieten fĂŒr uns eine gute Gelegenheit, Verbraucher aufzuklĂ€ren und fĂŒr den Umgang mit torffreien Erden zu sensibilisieren", betont Projektleiter Professor Carsten Herbes.
Weitere Informationen finden Sie unter: www.torffrei.info/teamtorffrei
Hintergrund:
Die Beteiligung der FNR an den Landesgartenschauen ist Teil der KommunikationsaktivitĂ€ten im Rahmen der Torfminderungsstrategie, die das BMLEH im Zuge des Klimaschutzprogramms 2030 erarbeitet hat. Sie zielt darauf ab, den Einsatz von Torf als Kultursubstrat und Bodenverbesserer so weit wie möglich zu verringern und, wo immer dies machbar ist, ganz auf dessen Einsatz zu verzichten. Die ganzheitliche Strategie richtet sich gleichermaĂen an Verbraucher, den Erwerbsgartenbau sowie die öffentliche Hand.
Die FNR setzt im Auftrag des BMLEH die Förderung von Forschungs- und Entwicklungsvorhaben zur Torfminderung, aber auch Modell- und Demonstrationsvorhaben zum Torfersatz im Hobby- und Erwerbsgartenbau als ProjekttrĂ€ger um. Zudem sind die Entwicklung des bereits etablierten Zertifizierungssystems fĂŒr Torfersatzstoffe (HORTICERT) sowie die Fach- und Verbraucherinformation zur Torfminderung Bestandteil des MaĂnahmenpaketes.
WeiterfĂŒhrende Links:
Pressekontakt:
Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe e. V.
Maria Spittel
Tel.: +49 3843 6930-335
Mail: [email protected]
Original-Content von: FNR Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe ĂŒbermittelt durch news aktuell


