Welttag, Kinderarbeit

Welttag gegen Kinderarbeit: Trotz steigender Kakaopreise arbeiten weiter Millionen von Kindern illegal fĂŒr unsere Schokolade

12.06.2024 - 05:00:00 | presseportal.de

Hamburg - Circa sechzig Prozent des weltweiten Kakaos stammen aus Westafrika, genauer gesagt aus den produzierenden LĂ€ndern CĂŽte d'Ivoire und Ghana. Auch heute, wenn sich der Welttag gegen Kinderarbeit jĂ€hrt, werden wieder Millionen von Kindern auf den Kakaoplantagen arbeiten - illegal. Denn obwohl diese Praxis verboten ist, ist sie RealitĂ€t im Alltag der Familien. 1,56 Millionen Kinder arbeiten illegal auf Kakaofarmen ( NORC Bericht 2020). FĂŒr ihren Alltag bedeutet das, dass sie nicht zur Schule gehen können, schwere Lasten tragen und mit gefĂ€hrlichen Macheten arbeiten mĂŒssen. Die Kakaobohnen von diesen Plantagen werden dann bei uns unter anderem fĂŒr die Herstellung vieler beliebter Schokoladensorten verwendet, die im Supermarkt verkauft werden. Doch ĂŒber diesen bitteren Beigeschmack von Schokolade sprechen nur wenige Schokoladenhersteller offen. Anders Tony's Chocolonely, das Impact-Unternehmen aus den Niederlanden, das sich mit seinen bunten Tafeln, ausgefallenen Sorten und mutigen Aktionen stark macht fĂŒr eine Sichtbarkeit der Probleme im Kakaoanbau. Ihre Mission: Gemeinsam Ausbeutung, Zwangsarbeit und Abholzung im Kakaoanbau zu beenden.

Welttag gegen Kinderarbeit: Trotz steigender Kakaopreise arbeiten weiter Millionen von Kindern illegal fĂŒr unsere Schokolade - Foto: presseportal.de
Welttag gegen Kinderarbeit: Trotz steigender Kakaopreise arbeiten weiter Millionen von Kindern illegal fĂŒr unsere Schokolade - Foto: presseportal.de

Schokoladenhersteller zahlen zu niedrigen Preis

Seit vielen Jahren klĂ€rt Tony's Chocolonely darĂŒber auf, dass Nachhaltigkeitsziele und Siegel nur bedingt ein Kompass fĂŒr faire Schokolade sind. Zwar sollen sie Engagement und eine verantwortungsbewusste GeschĂ€ftspraxis bezeugen, doch oftmals wird die Verantwortung entlang der Lieferkette der Kakaobohnen an lokale Akteur:innen und Farmer:innen vor Ort weitergegeben. Die Wurzel des Problems: Schokoladenhersteller, die Kakaobohnen auf dem Weltmarkt einkaufen, zahlen einen viel zu niedrigen Preis. Am Ende stehen Familien, die fĂŒr ihre Arbeit auf den Plantagen kein existenzsicherndes Einkommen erhalten - ein maßgeblicher Faktor fĂŒr illegale Kinderarbeit. Auch jetzt, wo Schokoladenpreise im Supermarktregal auf einem Rekordhoch sind, Ă€ndert sich das leider nicht. Hohe Preise auf dem Kakao-Handelsmarkt bedeuten nĂ€mlich leider nicht unbedingt höhere Preise fĂŒr Kakaofarmer:innen. Die Situation verschĂ€rft sich zudem in Anbetracht weiterer negativer EinflĂŒsse auf die LebensrealitĂ€t der Kakaofarmer:innen wie steigende Preise fĂŒr DĂŒngemittel und anderer landwirtschaftlicher Betriebsmittel sowie die beunruhigenden Auswirkungen des Klimawandels auf die ProduktivitĂ€t.

Illegale Kinderarbeit aufdecken und bekÀmpfen

NatĂŒrlich ist die Tatsache, dass es illegale Kinderarbeit in den Lieferketten gibt, nicht gut, aber es ist real und darum ist es wichtig, diese FĂ€lle zu finden und VerĂ€nderungen anzustoßen. Auch wenn Tony's Chocolonely nie FĂ€lle moderner Sklaverei in der Lieferkette entdeckt hat, findet das Unternehmen auch heute noch FĂ€lle von illegaler Kinderarbeit. Doch durch direkte Zusammenarbeit und Partnerprojekte schafft Tony's Chocolonely VerĂ€nderungen und verbessert gemeinsam mit lokalen Akteuren die Lebensbedingungen in den produzierenden LĂ€ndern, um die FĂ€lle zu senken. Tony's sagt: "Unser Modell funktioniert".

Kinderarbeit zu ermitteln bedeutet also, sie auch bekĂ€mpfen zu können. Deshalb hat Tonys 2017 das Child Labor Monitoring and Remediation System (CLMRS) eingefĂŒhrt. Das CLRMS zielt darauf ab, ein Kind innerhalb von 6 bis 12 Monaten nach Aufdeckung des Falles aus der Kinderarbeit herauszuholen. Die Kooperativen fĂŒhren das System mit UnterstĂŒtzung der ICI ( International Cocoa Initiative) und Tony's bei all ihren Mitgliedern ein, und wollen damit nicht nur die Bauern und BĂ€uerinnen erreichen, mit denen Tony's Chocolonely zusammenarbeitet, sondern die gesamte Gemeinschaft. Teil des CLMRS ist auch, nach der Aufdeckung von FĂ€llen von illegaler Kinderarbeit Lösungen zu finden. Konkret bedeutet das: Das Unternehmen betrachtet die Ursachen, warum Kinder beispielsweise auf Anbaufelder und nicht in die Schule geschickt werden - eine Kernursache hier ist die Armut, unter anderem ausgelöst durch weltweites und systembedingtes, wirtschaftliches Ungleichgewicht. Direkthilfe leistet Tony's dann unter anderem bei der Organisation von Geburtsurkunden, die zur Registrierung in Schulen nötig sind oder auch die Bereitstellung von FahrrĂ€dern fĂŒr den Weg zur Schule bis hin zum Bau von nahegelegenen Schulen. Die HauptsĂ€ule von Tony's Chocolonely aber ist ein fairer Preis fĂŒr die Kakaobohnen, der den Kakaofarmer:innen ein existenzsicherndes Einkommen ermöglicht.

Tony's verringert den Anteil von branchenĂŒblichen 50% auf <5%

Und das System funktioniert: Tony's Sourcing-Modell verringert den Anteil der Kinderarbeit signifikant. 2017 hat Tony's Chocolonely das Child Labor Monitoring and Remediation System (CLMRS) eingefĂŒhrt. In 2022 hat das Unternehmen bestĂ€tigt, dass das Tony's Sourcing Modell fĂŒr Kakao die Kinderarbeit von branchenĂŒblichen >50 % auf <5 % reduziert. Je lĂ€nger Tony's mit Partnerkooperativen und Farmer:innen in Westafrika zusammenarbeitet, desto geringer ist die Rate der Kinderarbeit. Bei den langjĂ€hrigen Partnerkooperativen lag der Anteil der Kinder in Kinderarbeit im vergangenen Jahr bei 4,4 %. Bei den zwei neuen Partnerkooperativen lag der Anteil der Kinder in Kinderarbeit bei 52,8 % - was dem alarmierenden Branchendurchschnitt entspricht. Ein gewaltiger Unterschied. Alle FĂ€lle von Kinderarbeit werden gegenwĂ€rtig vollstĂ€ndig aufgearbeitet und durch die Zusammenarbeit mit allen Betroffenen die Kinder aus der illegalen Arbeit gefĂŒhrt. Und das geschieht schneller als frĂŒher: 9-12 Monate im Vergleich zu 24 Monaten.

Pressekontakt:

irina@heroes-heroines.com

Original-Content von: Tony's Chocolonely ĂŒbermittelt durch news aktuell

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