ANINOVA dokumentiert gemeinsam mit Malte Zierden und Phia Quantius TierquÀlerei auf finnischen Pelzfarmen
05.02.2026 - 06:10:00 | presseportal.de
"An diesem Ort bleibt kein Raum mehr fĂŒr Hoffnung. Ich sah dort unzĂ€hlige wehrlose Seelen in engen KĂ€figen. In ihren Augen lag nur noch Schmerz. Diese Blicke werden mich fĂŒr immer begleiten. Wer das gesehen hat, weiĂ: Wegsehen darf keine Option mehr sein.", sagt Malte Zierden. Gemeinsam mit seiner Partnerin Phia Quantius und einem Recherche-Team von ANINOVA reiste er in die Region Ostrobothnia im Westen Finnlands, dem Zentrum der finnischen Pelzindustrie. "Ich war als Model selbst Teil der Modebranche. Jetzt habe ich gesehen, was sie anrichtet. Tiere zahlen mit ihrem Leben fĂŒr einen Lifestyle, den kein Mensch braucht. Wer Pelz heute noch verteidigt, entscheidet sich bewusst fĂŒr Schmerz und Tod. Kein Trend, rechtfertigt dieses Leid.", sagt Phia Quantius.
Bereits in der ersten Nacht betrat das Team nach Mitternacht bei eisiger KĂ€lte heimlich eine Pelzfarm. Anhand der an den KĂ€figen angebrachten Zuchtkarten erkannten die TierschĂŒtzer*innen, dass es sich um eine Saga Furs zertifizierte Farm handelt. Saga Furs ist ein international tĂ€tiges Pelz-Auktionshaus, das mit eigenen Tierwohl-Zertifizierungen wirbt. Zu sehen sind FĂŒchse, darunter extrem ĂŒberzĂŒchtete sogenannte "MonsterfĂŒchse", sowie Marderhunde in engen DrahtkĂ€figen. Viele Tiere zeigen Verletzungen, apathisches Verhalten und stereotype Bewegungen.
Saga Furs, das auch an Marken in deutschen WarenhĂ€usern zu finden ist, wirbt mit Zertifizierungen und dem sogenannten WelFur System, das angeblich Tierwohl und RĂŒckverfolgbarkeit gewĂ€hrleisten soll. Tierschutzorganisationen kritisieren jedoch seit Jahren, dass industrieeigene Labels grundlegende Probleme wie die Haltung von sogenannten Wildtieren in KĂ€figen nicht lösen können.
Am zweiten Tag besuchte das Team die Anlagen tagsĂŒber und dokumentierte zudem eine gesamte sogenannte "Pelzstadt". Drohnenaufnahmen machen das tatsĂ€chliche AusmaĂ der Pelzindustrie in dieser Region deutlich. "Die Dimensionen sind erschreckend. KĂ€fige reihen sich ĂŒber riesige FlĂ€chen aneinander. Von Tierwohl kann hier keine Rede sein", sagt Lisa Wilhelm von ANINOVA.
Finnland zĂ€hlt zu den gröĂten Pelzproduzenten Europas. Laut dem Statistikbericht 2025 des finnischen Pelz-ZĂŒchterverbands FIFUR wurden im Jahr 2024 rund 303.000 Fuchspelze sowie etwa 350.000 Nerzpelze fĂŒr den internationalen Markt produziert. Ende 2023 verzeichnete der Verband 442 Mitgliedsfarmen. Andere SchĂ€tzungen gehen von bis zu 600 Betrieben aus.
Auch politisch steht die Pelzindustrie zunehmend unter Druck. Auf EU Ebene lĂ€uft derzeit die PrĂŒfung der EuropĂ€ischen BĂŒrgerinitiative Fur Free Europe. Eine Entscheidung der EU Kommission wird bis spĂ€testens MĂ€rz 2026 erwartet. Als besonders wichtiger Schritt gilt, dass Polen als bislang gröĂter Pelzproduzent der EuropĂ€ischen Union im Jahr 2025 ein landesweites Pelzverbot verabschiedet hat und damit ein klares Signal gegen die Ausbeutung von Tieren fĂŒr Pelz setzt.
"Diese Recherche zeigt einmal mehr, dass Pelz niemals ethisch vertretbar ist. Pelz gehört verboten", sagt Lisa Wilhelm. "Unser Appell ist klar: Trag keinen Pelz. Auch keinen Kunstpelz."
Vielen Menschen ist nicht bewusst, dass sie tatsĂ€chlich Echtpelz tragen. Pelz wird hĂ€ufig falsch oder unzureichend gekennzeichnet und als Kunstpelz verkauft, obwohl es sich um echtes Tierfell handelt. Besonders bei Accessoires wie BommelmĂŒtzen, JackenbesĂ€tzen oder Schuhverzierungen kommt es immer wieder zu TĂ€uschungen. "Solange Pelz optisch akzeptiert bleibt, bleibt auch die Nachfrage bestehen und damit das Leid der Tiere", so Wilhelm.
Malte Zierden, Phia Quantius und ANINOVA appellieren daher gemeinsam an die Verbraucher*innen, vollstÀndig auf Pelz zu verzichten. Nur wenn kein Pelz mehr gekauft wird, kann diese Form der TierquÀlerei dauerhaft beendet werden.
Weitere Informationen und das Video zur Recherche hier.
Bildmaterial senden wir auf Anfrage gerne zu.
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Lisa Wilhelm, ANINOVA e.V.
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