Menschen, Milliarde

8.155.500.198 Menschen - wie lange noch bis zur neunten Milliarde?

30.12.2024 - 10:15:00

Hannover - GeschĂ€tzt 8.155.500.198 Menschen zĂ€hlt die Weltbevölkerung zum Jahreswechsel 2024/25 - das sind 81.640.791 mehr Menschen als vor genau einem Jahr. Mitte des Jahres waren es etwa 8.083 Milliarden Menschen. Wie der Mitte Dezember veröffentlichte Datenreport 2024 der Deutschen Stiftung Weltbevölkerung (DSW) zeigt, liegt die natĂŒrliche Wachstumsrate derzeit bei 0,9 Prozent. Noch zwölf Jahre, so rechnen die Vereinten Nationen, bis die nĂ€chste Milliardenmarke fĂ€llt und neun Milliarden Menschen auf dieser Welt leben.

Die absolute Zahl der Menschen steigt zwar weiter, allerdings verlĂ€uft dieser Anstieg immer langsamer. Der RĂŒckgang des Geburtenniveaus hat bereits in den vergangenen Jahrzehnten nahezu alle Regionen dieser Welt erfasst. GegenwĂ€rtig bekommen Frauen weltweit im Durchschnitt 2,2 Kinder. Es wird aber voraussichtlich bis Mitte der 2080er-Jahre dauern, bevor die Weltbevölkerung mit zehn Milliarden Menschen ihren Höchststand erreicht hat. Danach, so die Prognosen, sorgen eine sinkende Zahl an Geburten plus eine wachsende Zahl an SterbefĂ€llen dafĂŒr, dass die Weltbevölkerung nicht nur altert, sondern auch zu schrumpfen beginnt.

Klar im Fokus des Wachstums steht dabei der afrikanische Kontinent, denn dort wird sich die Bevölkerung in den kommenden zwei Jahrzehnten voraussichtlich mehr als verdoppeln. "SĂŒdlich der Sahara lebt die grĂ¶ĂŸte Jugendgeneration aller Zeiten", sagt DSW-GeschĂ€ftsfĂŒhrer Jan Kreutzberg. Bis zum Ende des Jahrhunderts wird die Bevölkerung in Afrika als Folge des hohen Geburtenniveaus von heute 1,2 auf voraussichtlich 3,4 Milliarden Menschen weiter anwachsen.

FĂŒr eine zukunftsfĂ€hige Bevölkerungsentwicklung fĂ€llt den Frauen eine SchlĂŒsselrolle zu: Sie mĂŒssen in der Lage sein, ihr Leben und ihre Familienplanung selbst zu bestimmen und so die Gesellschaft mitzugestalten. Bildung und sexuelle AufklĂ€rung sind unverzichtbar, um MĂ€dchen und jungen Frauen zu ermöglichen, selbst zu entscheiden, wann und mit wem sie wie viele Kinder bekommen. "Wenn Frauen gleichberechtigt sind, Zugang zu Bildung und Gesundheitsversorgung, wirtschaftlicher UnabhĂ€ngigkeit und eigener politischer Willensbildung haben, dann werden auch die Familien automatisch kleiner", erklĂ€rt Kreutzberg.

Die Bevölkerungszahl ist ĂŒbrigens kein Indikator fĂŒr den Beitrag zum Klimawandel - sprich: Mehr Menschen sorgen nicht notwendig fĂŒr eine schlechtere Klimabilanz. Beispiel Indien: Die ĂŒber 1,4 Milliarden Menschen im Land verbrauchen nach Angaben von Global Footprint Network vier Mal weniger Ressourcen als die lediglich 84 Millionen Menschen in Deutschland. Der ökologische Fußabdruck von (mehr) Menschen in wirtschaftlich schwĂ€cheren LĂ€ndern ist deutlich kleiner als der von (weniger) Menschen in den wirtschaftlich stĂ€rkeren Staaten.

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