Deutschland, Schleswig-Holstein

Wieder Leute am liegenden Wal - Weiterer Plan unklar

22.04.2026 - 10:58:51 | dpa.de

Helfer auf SUP-Board, weiße Tücher und ein Spülbagger: Die Helfer am gestrandeten Buckelwals vor Poel haben die Arbeit wieder aufgenommen. Was genau heute noch passieren soll, war allerdings unklar.

  • Eine private Initiative versucht seit Tagen, den Wal wegzubringen. - Foto: Jens Büttner/dpa
    Eine private Initiative versucht seit Tagen, den Wal wegzubringen. - Foto: Jens Büttner/dpa
  • Der Wal liegt an gleicher Stelle wie am Vorabend. - Foto: Jens Büttner/dpa
    Der Wal liegt an gleicher Stelle wie am Vorabend. - Foto: Jens Büttner/dpa
  • Die Tücher sollen die Haut des Wales schützen. - Foto: Jens Büttner/dpa
    Die Tücher sollen die Haut des Wales schützen. - Foto: Jens Büttner/dpa
Eine private Initiative versucht seit Tagen, den Wal wegzubringen. - Foto: Jens Büttner/dpa Der Wal liegt an gleicher Stelle wie am Vorabend. - Foto: Jens Büttner/dpa Die Tücher sollen die Haut des Wales schützen. - Foto: Jens Büttner/dpa

Am Vormittag hat es erneut Aktivitäten am gestrandeten Buckelwal in der Bucht vor der kleinen Ostsee-Insel Poel gegeben. Ein Helfer näherte sich dem tonnenschweren Tier auf einem SUP-Board und bedeckte es mit weißen Tüchern. Zudem ist der Spülbagger wieder im Einsatz. Welche weiteren Schritte das Team der privaten Rettungsinitiative plant, blieb zunächst unklar. 

Das Tier hatte sich auch in der Nacht nicht von der Stelle bewegt. Er liege weiterhin in der Ausfahrt zur Wismarbucht, sagte ein Sprecher der Wasserschutzpolizei. Auf Live-Streams im Internet war zu sehen, wie sich der Rücken des rund zwölf Meter langen Tiers bewegt und der Wal atmet.

Niedrigwasser bleibt Problem

Nachdem Helfer am Dienstag damit beschäftigt waren, Schlick unter dem rund zwölf Tonnen schweren Tier wegzusaugen, lag es am Abend tiefer im Wasser. Das lindert seine Not, weil der Wal in zu flachem Wasser von seinem eigenen Gewicht erdrückt werden könnte.

Das Niedrigwasser bleibt ein Problem. Das Bundesamt für Seeschifffahrt und Hydrographie teilte am Morgen mit, dass der Wasserstand aktuell 20 Zentimeter unter dem normalen Niveau liege. Gegen 12.00 Uhr sollte er um etwa 15 Zentimeter steigen und gegen Abend wieder um rund 15 Zentimeter sinken. Da der Wal nun in einer künstlich gespülten Kuhle liegt, dürfte es für ihn schwerer werden, sich eigenständig wegzubewegen.

Wal mit Sender ausgestattet

Der Wal war - nachdem er drei Wochen an einer Stelle gelegen hatte - am Montagmorgen bei steigendem Wasserstand plötzlich losgeschwommen. Von Booten aus war versucht worden, ihn Richtung Ostsee zu treiben. Nach zwei Stunden stoppte das vermutlich erschöpfte Tier aber am Übergang der Bucht namens Kirchsee in die Wismarbucht, wo deutlich tieferes Fahrwasser Richtung Ostsee führt. Inzwischen wurde laut Backhaus ein Sender an dem Tier angebracht - falls es sich also doch befreien und davonschwimmen sollte, könnte sein Weg verfolgt werden.

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