Hilfsorganisation Help warnt / Cholera-Epidemie im Jemen spitzt sich zu
08.04.2024 - 15:23:05"Die gesundheitliche Versorgung im Jemen ist durch den jahrelangen Krieg ohnehin schon katastrophal", sagt Alexandra Schmitz, Programmkoordinatorin Nahost und SĂŒd-Zentral Asien bei Help - Hilfe zur Selbsthilfe. "18,2 Millionen Menschen im Jemen sind auf humanitĂ€re Hilfe angewiesen, das sind 54 Prozent der Bevölkerung. Mit der Ausbreitung der Cholera-Epidemie kĂŒndigt sich nun die nĂ€chste humanitĂ€re Krise an. Gemeinsam mit unserem lokalen Partner R-MENA unterstĂŒtzen wir die jemenitische Bevölkerung mit medizinischen Zentren in der Region Hajjah. Um unsere Hilfe weiter auszubauen, benötigen wir jedoch dringend finanzielle UnterstĂŒtzung."
Der Jemen ist das am stĂ€rksten von Cholera betroffene Land der Welt. Sollte die Zahl der akuten FĂ€lle weiter ansteigen, wĂ€re dies der dritte Choleraausbruch in den letzten acht Jahren. In Kooperation mit der lokalen Hilfsorganisation R-MENA ist Help seit 2020 im Jemen aktiv und trĂ€gt maĂgeblich zur Cholera-BekĂ€mpfung in den Distrikten Ash Shahel, Ku'aydinah, Qufl Shamr, Wadhrah und Al-Mahabishah bei.
"Die letzten Krankheitswellen haben gezeigt, welche Folgen ein unkontrollierter Cholera-Ausbruch bei mangelnder medizinischer Versorgung haben kann. Nach Informationen unseres Partners R-MENA sind Kinder und Ă€ltere Menschen von der Erkrankung besonders schwer betroffen", berichtet Schmitz. "Ăber unseren lokalen Partner haben wir einen guten Zugang zur Region und langjĂ€hrige Erfahrung im Umgang mit Cholera. Allerdings benötigen wir dringend finanzielle Mittel, um die notwendigen Medikamente zu beschaffen. Wir mĂŒssen jetzt schnellstmöglich handeln, um eine weitere Ausbreitung der Krankheit zu verhindern."
Gerne vermitteln wir Ihnen ein Interview oder HintergrundgesprĂ€ch mit unserer Programmkoordinatorin Alexandra Schmitz. FĂŒr Anfragen erreichen Sie uns telefonisch unter der +49 (0) 173 710 74 54 oder per Mail an [email protected].
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