Zukunft, Sci-Fi

40 Jahre «ZurĂŒck in die Zukunft»: Als unser Heute Sci-Fi war

03.07.2025 - 05:55:37

In «ZurĂŒck in die Zukunft» reist Michael J. Fox als Marty McFly zuerst in die 1950er Jahre und dann ins Jahr 2015. Damals Zukunft, heute Vergangenheit. Nicht alles wurde richtig vorhergesagt.

  • Michael J. Fox (heute 64) wurde durch die Rolle des Marty McFly in «ZurĂŒck in die Zukunft» vor 40 Jahren zum Weltstar. (Archivbild) - Foto: Sven Hoppe/dpa

    Sven Hoppe/dpa

  •  In «ZurĂŒck in die Zukunft» wird der von Michael J. Fox verkörperte Held Marty McFly - mit Hilfe eines umgebauten Sportwagens vom Typ DeLorean DMC-12 - aus dem Jahr 1985 ins Jahr 1955 katapultiert. - Foto: Kpa Publicity/United Archives/dpa

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  • Der DeLorean-Wagen ist die Zeitmaschine, mit der Marty McFly und und Doc Brown in die Zukunft reisen (Archivbild). - Foto: Jason Szenes/dpa

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  • Michael J. Fox und Christopher Lloyd - hier vor zehn Jahren - wurden durch «ZurĂŒck in die Zukunft» zu Hollywood-Weltstars. (Archivbild) - Foto: Jason Szenes/EPA/dpa

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  • Christopher Lloyd wurde durch die Rolle des Doc Brown in «ZurĂŒck in die Zukunft» berĂŒhmt. (Archivbild)  - Foto: Jordan Strauss/Invision/AP/dpa

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Michael J. Fox (heute 64) wurde durch die Rolle des Marty McFly in «ZurĂŒck in die Zukunft» vor 40 Jahren zum Weltstar. (Archivbild) - Foto: Sven Hoppe/dpa In «ZurĂŒck in die Zukunft» wird der von Michael J. Fox verkörperte Held Marty McFly - mit Hilfe eines umgebauten Sportwagens vom Typ DeLorean DMC-12 - aus dem Jahr 1985 ins Jahr 1955 katapultiert. - Foto: Kpa Publicity/United Archives/dpaDer DeLorean-Wagen ist die Zeitmaschine, mit der Marty McFly und und Doc Brown in die Zukunft reisen (Archivbild). - Foto: Jason Szenes/dpaMichael J. Fox und Christopher Lloyd - hier vor zehn Jahren - wurden durch «ZurĂŒck in die Zukunft» zu Hollywood-Weltstars. (Archivbild) - Foto: Jason Szenes/EPA/dpaChristopher Lloyd wurde durch die Rolle des Doc Brown in «ZurĂŒck in die Zukunft» berĂŒhmt. (Archivbild)  - Foto: Jordan Strauss/Invision/AP/dpa

In «ZurĂŒck in die Zukunft» von Robert Zemeckis wird der von Michael J. Fox verkörperte Held Marty McFly aus dem Jahr 1985 ins Jahr 1955 katapultiert. Dort fragt ihn der verrĂŒckt-brillante Wissenschaftler Doc Brown, gespielt von Christopher Lloyd: «Wer ist 1985 PrĂ€sident der Vereinigten Staaten?» Antwort: «Ronald Reagan.» Die unglĂ€ubig-spöttische Reaktion: «Ronald Reagan? Der Schauspieler? Und wer ist VizeprĂ€sident - Jerry Lewis?» 

Reagan selbst musste bei dieser Szene wĂ€hrend einer VorfĂŒhrung im Weißen Haus so laut lachen, dass er darum bat, den Film noch einmal kurz zurĂŒckzuspulen, weil er den anschließenden Dialog nicht mitbekommen hatte. 

Wenn man sich die Stelle heute anschaut, muss man unwillkĂŒrlich daran denken, wer heute im Oval Office Hof hĂ€lt - und dass die RealitĂ€t hier jede Fiktion in frĂŒher kaum vorstellbarer Weise ĂŒbertroffen hat. 

Auch sonst sieht man mit dem zeitlichen Abstand von heute manches anders. Doch ihre AttraktivitÀt hat die Filmtrilogie behalten. 

Der erste Film - der ursprĂŒnglich auch der einzige bleiben sollte, zu den beiden Fortsetzungen kam es nur aufgrund des unerwartet großen Erfolgs - hatte seinen Start in den USA am 3. Juli 1985, in Deutschland am 3. Oktober '85.

Als 2015 noch ferne Zukunft war 

Es ist ein faszinierender - und fĂŒr Ältere vielleicht auch beunruhigender - Gedanke, dass heute ein grĂ¶ĂŸerer Zeitabstand zwischen dem Jahr 1985 und unserer Gegenwart liegt als zwischen 1985 und 1955. Und die 50er Jahre, in die sich Marty im ersten Film zurĂŒckgeworfen sieht, waren wirklich eine völlig andere Welt als die 80er. 

Die ersten beiden Filme zeichnet aus, dass sie sich auf einen zeitlichen Rahmen beschrĂ€nken, der die Spanne eines Menschenlebens nicht ĂŒberschreitet. In fast allen Filmen mit Zeitmaschinen geht es entweder sehr weit in die Vergangenheit zurĂŒck oder sehr weit voraus in die Zukunft. Bei «ZurĂŒck in die Zukunft I» und «II» sind es dagegen nur wenige Jahrzehnte. 

Im zweiten Film reist Marty mit seiner Verlobten und Doc Brown in die Zukunft - die fĂŒr heute Lebende allerdings Vergangenheit ist. Mit ihrem silbernen DeLorean steuern die Drei den 21. Oktober 2015 an. 

Heute ergibt sich ein zusĂ€tzlicher Reiz daraus, dass sich das Morgen ins Gestern verwandelt hat. Vieles haben die Drehbuchautoren - Bob Gale und Regisseur Zemeckis - ganz richtig vorausgesehen: Kommuniziert wird per Videotelefon, es gibt einen Regen-Radar, und ein Plakat wirbt fĂŒr Surf-Urlaub in Vietnam - zur Entstehungszeit des Films, etwa 15 Jahre nach dem Ende des Krieges, ein absolut bizarrer Gedanke. Auch dass der hochmoderne Computer des Jahres 1985 mittelfristig ein StĂŒck fĂŒrs AntiquitĂ€tengeschĂ€ft werden wĂŒrde, war eine korrekte Prognose. 

Das Internet sahen die Drehbuchautoren nicht voraus

Über das FaxgerĂ€t allerdings, zur Entstehung des Films sehr modern, war im echten Jahr 2015 schon die Zeit hinweggegangen. Nicht materialisiert haben sich fliegende Autos, schwebende Skateboards, selbst schnĂŒrende Schuhe und Kleidung, die sich in Sekundenschnelle der GrĂ¶ĂŸe des jeweiligen TrĂ€gers anpasst oder trocknet. Leider. Die folgenreichste VerĂ€nderung aus der Zeit zwischen 1985 und 2015 haben die Drehbuchautoren nicht vorhergesehen: die Verbreitung des Internets. 

Die Filme haben daneben auch eine philosophische Ebene. Sie erinnern daran, dass jedes Leben in hohem Maß vom Zufall bestimmt wird. Wenn sich die Koordinaten nur ein klein wenig verschieben, verpasst man eine potenziell entscheidende Begegnung oder ein prĂ€gendes Ereignis - und schon ist alles anders. Es gibt wohl kaum jemanden, der nicht gern die Möglichkeit hĂ€tte, eine bestimmte Handlung aus seiner Vergangenheit rĂŒckgĂ€ngig zu machen. 

Will man wirklich wissen, wie das eigene Leben weitergeht?

Schauplatz der Filme ist eine fiktive amerikanische Kleinstadt, die auf dem zentralen Platz des GelÀndes der Universal-Studios als Kulissenstadt aufgebaut wurde. Das hatte den Vorteil, dass sie je nach Zeitperiode angepasst werden konnte. 

Im dritten Teil, wenn Marty und Doc in das Jahr 1885 zurĂŒckreisen, sieht man, wie gerade das Rathaus mit der Uhr gebaut wird, in das im ersten Teil der Blitz einschlĂ€gt. Ein guter Gag ist hier, wenn Marty im Wilden Westen gefragt wird, wie er so gut schießen gelernt habe. Seine Antwort: «Space Invaders» - ein 1978 veröffentlichtes Computerspiel. 

Immer wieder gibt es Spekulationen ĂŒber einen vierten Teil von «ZurĂŒck in die Zukunft», aber bisher hat sich das nie konkretisiert. Christopher Lloyd ist mittlerweile 86, sieht aber irgendwie immer noch so aus wie vor 40 Jahren. 

Michael J. Fox dagegen - er ist jetzt 64 - hat ein hartes Parkinson-Schicksal getroffen. Es sind genau solche Sachen, die man lieber nicht vorab ĂŒber sich wissen will.

 

  • RTLzwei zeigt am heutigen Donnerstag (3.7.) fĂŒr alle Film- und Nostalgie-Fans ab 20.15 Uhr alle drei Teile der Trilogie in voller LĂ€nge hintereinander:
    + 20.15 Uhr: «ZurĂŒck in die Zukunft» (1985)
    + 22.35 Uhr: «ZurĂŒck in die Zukunft II» (1989)
    + 00.40-02.45 Uhr: «ZurĂŒck in die Zukunft III» (1990)
  • Im Oktober gibt es Konzerte («ZurĂŒck in die Zukunft - In Concert») mit der Filmmusik in einigen deutschen StĂ€dten (Duisburg, Frankfurt/Main, NĂŒrnberg, Bielefeld, Berlin) - auch in Österreich (Wien, Linz).
  • In Hamburg kommt ab MĂ€rz 2026 der Film als Musical auf die BĂŒhne.
@ dpa.de