Jan Böhmermann, ZDF Magazin Royale

Jan Böhmermann beendet ZDF Magazin Royale aus eigenem Entschluss

Veröffentlicht am: 28.09.2026 um 17:19 Uhr | dpa, AD HOC NEWS

Jan Böhmermann beendet das „ZDF Magazin Royale“ nach mehr als sechs Jahren aus eigenem Entschluss. Im Podcast schilderte er, wie die ZDF-Geschäftsleitung und Intendant Norbert Himmler auf seine Entscheidung reagiert hätten.

Jan Böhmermann hat betont, die Entscheidung, mit seiner Sendung «ZDF Magazin Royal» aufzuhören, habe er selbst getroffen. (Archivbild) - Bild: Rolf Vennenbernd/dpa
Jan Böhmermann hat betont, die Entscheidung, mit seiner Sendung «ZDF Magazin Royal» aufzuhören, habe er selbst getroffen. (Archivbild) - Bild: Rolf Vennenbernd/dpa

Jan Böhmermann beendet das „ZDF Magazin Royale“ nach mehr als sechs Jahren aus eigenem Entschluss und will nach dem Aus der Sendung ein neues Show-Konzept entwickeln.

Entscheidung bei Böhmermann

Im Podcast „Fest & Flauschig“ mit Olli Schulz sagte der Satiriker, er habe dem ZDF mitgeteilt, dass er die Sendung gern auslaufen lassen wolle. Die Geschäftsleitung sei davon überrascht gewesen und habe zunächst nicht gewusst, wie sie reagieren solle.

Böhmermann erklärte, er habe den Verantwortlichen anschließend gesagt, die Entscheidung sei richtig. ZDF-Intendant Norbert Himmler habe dabei Tränen in den Augen gehabt und gefragt: „Jan, was mache ich denn jetzt?“ Böhmermann habe ihm geantwortet, er solle sich auf dem Markt umsehen, weil es viele andere gebe, die die Sendung machen wollten.

Neuer Anfang nach dem Abschied

Als Grund nannte Böhmermann, dass ihm die Sendung derzeit noch Spaß mache, er aber nicht wisse, ob dies in zwei Jahren noch so sein werde. Er sei 45 Jahre alt, fühle sich aber wie 35 und wolle deshalb noch einmal eine neue Sendung machen.

Das ZDF hatte das Ende des „ZDF Magazin Royale“ zuvor angekündigt. Die letzte Ausgabe soll am 18. Dezember zu sehen sein. Nach Angaben des Senders befindet sich die Geschäftsleitung aktuell in guten Gesprächen mit Böhmermann über ein mögliches neues Show-Konzept.

Entschuldigung beim Team

Zu den Folgen für seine Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sagte Böhmermann, seine Entscheidung sei für viele Menschen auf mehreren Ebenen folgenreich und herzzerreißend. Er bezeichnete sie als sehr einsame Entscheidung.

Der Moment, in dem er seine Entscheidung den Kolleginnen und Kollegen mitgeteilt habe, sei furchtbar gewesen und etwas, das er nicht wieder erleben wolle. Zugleich entschuldigte er sich bei den Beschäftigten und betonte, sie seien die Besten.

Ein Format mit klarer Zäsur

Das Ende des „ZDF Magazin Royale“ markiert nach mehr als sechs Jahren eine Zäsur im deutschen Fernsehen. Die Sendung verband politische Satire, investigative Recherche und eine stark personalisierte Moderation. Damit war sie nicht nur ein wöchentliches Unterhaltungsangebot, sondern auch ein wiederkehrender Bezugspunkt für öffentliche Debatten.

Die Entscheidung fällt in einer Phase, in der das Format bereits verändert worden war. Vor der jüngsten Staffel wurde die Zahl der regulären Ausgaben reduziert; zugleich sollte innerhalb der Sendung Raum für neue Formen entstehen. Das ZDF stellte außerdem neue Satireformate in Aussicht. Böhmermanns Wunsch nach einer weiteren Sendung passt damit zu einem breiteren Versuch, etablierte Fernsehmarken weiterzuentwickeln.

Was der Wechsel bedeuten kann

Für das Publikum steht zunächst ein konkreter Termin fest: Am 18. Dezember soll die letzte Ausgabe des „ZDF Magazin Royale“ ausgestrahlt werden. Die Gespräche über ein mögliches neues Show-Konzept lassen zugleich offen, wie stark sich Inhalt, Sendeplatz und Produktionsweise verändern werden.

Für die Beschäftigten ist der Übergang unmittelbar relevant, weil das Ende einer etablierten Sendung Arbeitsabläufe, Rollen und Produktionsstrukturen berührt. Böhmermanns Aussagen machen deutlich, dass die Entscheidung trotz der geplanten Gespräche mit dem ZDF auch als persönlicher Neustart angelegt ist. Ob ein neues Format die politische Reichweite und die feste Zuschauerschaft des bisherigen Magazins erreicht, wird sich erst nach seiner konkreten Ausgestaltung beurteilen lassen.

Pressespiegel: Einigkeit, Unterschiede und offene Fragen

WEB.DE: „Caro Worbs – der neue Jan Böhmermann?“ (26.09.2026)

Der Beitrag bestätige das bevorstehende Ende des „ZDF Magazin Royale“ und hebe hervor, Böhmermann strebe offenbar ein neues Format an. Einen anderen Schwerpunkt setze der Artikel auf die jüngste Ausgabe „ZDF Magazin Vor Ort“ und die Frage, ob Caro Worbs künftig eine eigenständige Rolle im ZDF übernehmen könne.

Damit bestätige der Bericht den anstehenden Wechsel, stelle aber stärker die mögliche Nachfolge und die Formatentwicklung in den Mittelpunkt. Offen bleibe, welche konkrete Sendung Böhmermann künftig übernehmen solle und ob Worbs ein eigenes Format erhalte.

Medienübergreifend liege der Schwerpunkt damit auf dem feststehenden Abschied vom bisherigen Magazin und der noch offenen Zukunft der beteiligten Formate. Der verlinkte Beitrag betone vor allem die Programmstrategie und die Chancen einer neuen Moderatorin, während die dpa-Meldung die persönliche Entscheidung Böhmermanns und deren Folgen für das Team herausstelle.

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