KI-Experiment, ARD

KI-Experiment „Boom“: ARD Kultur lĂ€sst Schauspielerinnen mit sprechender KI improvisieren

07.02.2024 - 09:55:15

Weimar - Mit der SciFi-Dramedy „Boom – Eine Band, 1000 Probleme“ wirft ARD Kultur einen Blick in die Zukunft des fiktionalen ErzĂ€hlens und erforscht den Einsatz sprachgesteuerter KI. In einem Kammerspiel, das um einen Streit der fiktiven Girlband „Boom“ kreist, trifft das Schauspielensemble (u.a. Alicia von Rittberg und Lea Drinda) auf eine KI, die eigens fĂŒr die Produktion entwickelt wurde. In Gastrollen dabei: Collien Ulmen-Fernandes, GĂŒlcan Kamps und Eko Fresh. „Boom“ ist exklusiv ab 7. Februar in der ARD Mediathek und bei ardkultur.de.

Inspiriert von den letzten dramatischen Minuten der berĂŒhmten 90er-Band „Tic Tac Toe“ erzĂ€hlt „Boom“ in einem improvisierten Kammerspiel eine eigene Geschichte in einer (vielleicht) nicht weit entfernten Zukunft. Dabei verbindet die Produktion das gegenwĂ€rtige Revival der Neunziger- und Nullerjahre in Fashion und Musik mit aktuellen Diskursen ĂŒber KI-Anwendungen.

„Zum ersten Mal ĂŒbernimmt eine KI in einem fiktionalen Projekt eine eigenstĂ€ndige Rolle. ‚Boom‘ ist somit der erste Film, in dem Schauspielerinnen zusammen mit einer KI live am Set improvisieren. Und die KI fordert das Schauspielensemble mit ihren unberechenbaren Reaktionen ziemlich heraus. Die KI als eigener Akteur eröffnet völlig neue erzĂ€hlerische Möglichkeiten im Film und lotet die Grenzen von Storytelling neu aus. Das ist ein aufregender Schritt in die Zukunft des Films“, sagt Kristian Costa-Zahn, ProgrammgeschĂ€ftsfĂŒhrer und Head of Content von ARD Kultur.

Zur Handlung

Kurz bevor Deutschlands erfolgreichste Girlband „Boom“ der Presse ihr neues Album vorstellen will, geraten die drei extrovertierten Mitglieder – Sue (Via Jikeli), Peggy (Lea Drinda) und Izzy (Sira-Anna Faal) – in einem Hotelzimmer in Streit. Hinter den Kulissen ĂŒberschlagen sich die Ereignisse, und die Zukunft der Band steht auf dem Spiel. Um die Situation zu retten, wird die introvertierte Band-Assistentin Paule (Alicia von Rittberg) vorgeschickt. Als Bandmitglied Izzy nicht aufzufinden ist, soll ein brandneuer KI-Zwilling Abhilfe schaffen: Eine sprachgesteuerte Box, die in wenigen Tagen als „Boom“-Merchandise-Artikel auf den Markt kommen soll. Als die KI brisante Geheimnisse der Band offenbart, spitzt sich der Konflikt zu. In einem 54-minĂŒtigen Kammerspiel mĂŒssen sich die Popstars mit der unkontrollierbaren KI auseinandersetzen und herausfinden, wer sie wirklich sein wollen.

Hintergrund zu den Dreharbeiten

FĂŒr das innovative KI-Experiment wurde von der Produktionsfirma DRIVE beta ein Sprachassistent entwickelt, der am Set selbststĂ€ndig mit den Schauspielerinnen improvisieren konnte. Basierend auf verschiedenen KI-Anwendungen und Informationen zu den Figuren, wurde der Assistent im Vorfeld der Dreharbeiten programmiert: DafĂŒr wurde er vom Drehbuch-Team mit zahlreichen Informationen zu den Figuren gefĂŒttert. Audio-Files der „echten” Stimme von Izzy komplettierten den Assistenten und formten ihn zum eigenstĂ€ndigen und gleichzeitig unberechenbaren Spielpartner: Denn niemand am Set – weder Darstellerinnen, noch die Regisseurin – konnten vorhersehen, wie die KI in den ausschließlich improvisierten Dialogen reagiert. Der Sprachassistent entwickelte sich zur gleichwertigen Figur und zum gleichberechtigten Spielpartner, der zwischendurch mit Regieanweisungen in Form von „Prompts” versorgt wurde, um die Handlung weiter voranzutreiben.

Das Ensemble, bestehend aus Alicia von Rittberg, Sira-Anna Faal, Via Jikeli und Lea Drinda, verspricht spannende Unterhaltung. Collien Ulmen-Fernandes, GĂŒlcan Kamps und Eko Fresh sind in Gastauftritten zu erleben.

Produziert wurde „Boom“ von Drive Beta (Hannes Jakobsen, Johannes Middelbeck, Karl Heidelbach) und Lukas&Ben GbR (Lukas Lankisch und Julian Coromines) im Auftrag von ARD Kultur. Regie fĂŒhrte Hanna Seidel, hinter der Kamera stand Sina Diehl. Das Drehbuch haben Martina Chamrad und Julia Hingst geschrieben. Bei ARD Kultur sind Kristian Costa-Zahn (Head of Content) und Franciscus Wenner (Redakteur) fĂŒr das Projekt verantwortlich.

Über ARD Kultur

ARD Kultur ist die digitale Heimat fĂŒr Kulturinteressierte. Auf ardkultur.de werden ausgewĂ€hlte Kulturinhalte aus der ARD Audio- und ARD Mediathek kuratiert. Gemeinsam mit den ARD-MedienhĂ€usern entwickelt ARD Kultur auch innovative Eigen- und Ko-Produktionen. DarĂŒber hinaus versteht sich ARD Kultur als Netzwerkpartner und Dialogpartner fĂŒr Kulturinstitutionen und die Kreativbranche.

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