Kinder, Scheidungsprozess

Kinder im Scheidungsprozess – ScheidungsanwĂ€ltin klĂ€rt auf, wie Eltern verhindern, dass Kinder zwischen die Fronten geraten

Veröffentlicht am: 20.03.2025 um 09:00 Uhr | presseportal.de

MĂŒnchen - Im Jahr 2023 lag die Scheidungsrate in Deutschland bei 35,7 Prozent. Auch wenn die große Mehrheit der Trennungen mit der Zustimmung beider Partner erfolgt, bedeutet das nicht automatisch, dass auch beide auf der Suche nach einer fairen Lösung sind. Gerade, wenn Kinder in den Scheidungsprozess involviert sind, endet die Trennung hĂ€ufig im erbitterten Rosenkrieg.

Vom Machtkampf zur Lösung: Wie MĂŒtter einen Rosenkrieg wie im Block-Fall vermeiden - Bild: presseportal.de
Vom Machtkampf zur Lösung: Wie MĂŒtter einen Rosenkrieg wie im Block-Fall vermeiden - Bild: presseportal.de

Die grĂ¶ĂŸten Verlierer sind dabei meist die Kinder, weil ihre BedĂŒrfnisse wegen der Streitigkeiten der Eltern völlig untergehen. Statt auf verlĂ€ssliche Absprachen und liebevolle Betreuung bauen zu können, werden sie zum Spielball der Emotionen. HĂ€ufig sind es ungewollt die MĂŒtter, die zu dieser Entwicklung beitragen, weil sie nicht entschlossen genug auftreten. Worauf gerade Frauen im Scheidungsprozess achten sollten, um das Beste fĂŒr sich und ihre Kinder herauszuholen, wird im folgenden Beitrag dargestellt.

Vermeidung typischer Fehler im Scheidungsprozess

Bei einer konfliktreichen Trennung unterlaufen MĂŒttern immer wieder dieselben Fehler. HĂ€ufig wird das Ende der Partnerschaft im Affekt ohne ausreichende Vorbereitung ausgesprochen. Im Nachhinein kristallisieren sich dann Schwierigkeiten heraus, die mit mehr Planung vermeidbar gewesen wĂ€ren.

Zudem sind viele Frauen darum bemĂŒht, Auseinandersetzungen aus dem Weg zu gehen. Im Scheidungsprozess ist diese ZurĂŒckhaltung jedoch nicht angebracht. Die voreilige Zustimmung zu finanziellen Vereinbarungen oder Betreuungsmodellen fĂŒr die Kinder ist nur schwer wieder umzukehren; dennoch neigen MĂŒtter dazu, ĂŒbermĂ€ĂŸige ZugestĂ€ndnisse im Scheidungsprozess zu machen.

Besonders problematisch ist darĂŒber hinaus ein ĂŒberstĂŒrzter Auszug aus der gemeinsamen Wohnung – vorerst ohne Kinder, jedoch mit dem Plan, diese spĂ€ter zu sich zu holen. Eine solche Handlung fĂŒhrt im Prozess zu einem strategischen Nachteil, der kaum mehr auszugleichen ist.

SorgfÀltige Vorbereitung auf die bevorstehende Trennung

Um keinen der genannten Fehler zu begehen, sollten sich MĂŒtter ausreichend auf die geplante Trennung vorbereiten. Noch bevor der Partner von der Entscheidung in Kenntnis gesetzt wird, empfiehlt es sich, alleine einen Fachanwalt fĂŒr Familienrecht aufzusuchen. Dieser berĂ€t die Frau ĂŒber ihre Möglichkeiten und geht dabei auf ihre individuelle Situation ein.

Weitere Informationen erhalten MĂŒtter in öffentlichen Beratungsstellen und TrĂ€gern oder von unabhĂ€ngigen Trennungsbegleitern. Eine gute Option sind außerdem Mentorenprogramme, weil sie ein Glied zwischen rechtlichen Informationen und persönlichen Aspekten sind. In solchen Programmen geht es neben den rechtlichen Grundlagen auch um das Mindset der Mutter. Denn die persönliche Einstellung der MĂŒtter ist von großer Bedeutung fĂŒr den Scheidungsprozess, um dort gestĂ€rkt und entschlossen aufzutreten und die richtigen Entscheidungen zu treffen.

Strategisches Vorgehen im Scheidungsprozess

Der erste Schritt fĂŒr MĂŒtter im Trennungsfall sollte die Beauftragung eines Anwalts sein. Auch wenn es zunĂ€chst unkomplizierter erscheinen mag, wenn ein gemeinsamer Anwalt beide Partner berĂ€t, sollten Frauen von dieser Lösung absehen und einen eigenen Vertreter wĂ€hlen. Sollte der Ehemann spĂ€ter dann zu dem Anwalt der Frau dazu kommen, ist das eine sinnvolle Lösung, um sich die Kosten zu teilen – sofern es die Frau ist, die den Anwalt engagiert. Das ist wichtig.

Anschließend gilt es, die beste Lösung fĂŒr sich und die Kinder zu erarbeiten. Diese muss nicht sofort den Endzustand darstellen, stattdessen kann es auch sinnvoll sein, mehrere Zwischenlösungen zu entwickeln, beispielsweise der vorlĂ€ufige Verbleib in der gemeinsamen Wohnung bis zum anstehenden Schulwechsel.

Wichtig ist auch, rechtzeitig finanzielle AnsprĂŒche geltend zu machen, da Unterhaltsleistungen in der Regel nicht rĂŒckwirkend eingefordert werden können.

PrÀvention mithilfe eines Ehevertrags

FĂŒr die Kinderbetreuung sind meistens immer noch ĂŒberwiegend die Frauen zustĂ€ndig. DafĂŒr nehmen sie Gehaltseinbußen und einen deutlichen Karriere-Knick in Kauf. Der Staat verlangt daher eine Aufteilung der erworbenen Rentenanwartschaften bei einer Trennung, allerdings ist dies nicht ausreichend, um einer Altersarmut der Frau vorzubeugen. Stattdessen sollten rechtzeitig – im Idealfall vor der Geburt des Kindes – faire finanzielle Regelungen getroffen und in einem Ehevertrag festgehalten werden.

Über Martina Ammon:

Martina Ammon ist FachanwĂ€ltin fĂŒr Familienrecht mit ĂŒber 25 Jahren Erfahrung und hat mehr als 3.500 Familien durch Trennungen begleitet. Als Scheidungsmentorin unterstĂŒtzt sie Paare bei einer friedlichen Trennung und hat ĂŒber 500 Frauen geholfen, den Scheidungsprozess selbstbewusst zu meistern. Mehr Infos unter: https://martinaammon.de

Pressekontakt:

Ruben SchÀfer
E-Mail: redaktion@dcfverlag.de
presse@martinaammon.de

Original-Content von: Martina Ammon ĂŒbermittelt durch news aktuell

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