Laura Freudenthaler mit Christine Lavant Preis ausgezeichnet
Veröffentlicht am: 05.10.2026 um 11:15 Uhr | presseportal, AD HOC NEWS200 Besucher erlebten ein anspruchsvolles 90 Minuten-Programm am Sonntag, 4. Oktober 2026 mit Lesungen, Musik und einem PortrÀtfilm zur PreistrÀgerin des elften Christine Lavant Preises.
Unter den GĂ€sten: StaatssekretĂ€r Sepp Schellhorn, Maria Rauch-Kallat, KELAG Kommunikationschef Alexander Tarzi, Yevgeniy Breyger, Lavant PreistrĂ€ger 2023, Robert Huez vom Literaturhaus Wien, FotokĂŒnstlerin Theres Cassini, Lavant-Fotograf Ernst Peter Prokop sowie Mitglieder des Vorstands und Literarischen Beirats der Internationalen Christine Lavant Gesellschaft mit PrĂ€sident Hans Gasser und Protektor Hans Schmid.
Karin S. Wozonig, Mitglied des Literarischen Beirats und der Jury, hielt die Laudatio.
Manfred MĂŒller, Gudrun Hamböck, Andreas Unterweger, Erich Klein, Alma Vallazza, und Karin S. Wozonig entschieden sich fĂŒr Laura Freudenthaler â eine der anerkanntesten Schriftstellerinnen Ăsterreichs, die auch international groĂes Interesse erfĂ€hrt, wie die vielen Ăbersetzungen ihrer Werke in mehr als 14 Sprachen beweisen.
Hier die BegrĂŒndung der Jury:
âLaura Freudenthaler, die in Salzburg geborene und in Wien lebende Autorin und Ăbersetzerin, steht in der sprachskeptischen, phantastischen und feministischen Tradition der österreichischen ErzĂ€hlliteratur und fĂŒgt ihr eine originelle Stimme und unverwechselbare Perspektive hinzu. Freudenthalers BĂŒcher zeichnen sich durch einen genauen Blick auf die Welt aus, sie schreibt mit einem kritischen Bewusstsein fĂŒr das, was schieflĂ€uft in der Gesellschaft, im VerhĂ€ltnis der Geschlechter, im Umgang mit der Natur. Wie im Werk Christine Lavants ist auch in Freudenthalers ErzĂ€hlungen und Romanen die Literatur Ausdruck individueller Wahrnehmung und zugleich Werkzeug der Beobachtung des groĂen Ganzen.
Seit ihrem ErzĂ€hlband âDer SchĂ€del von Madeleine. Paargeschichtenâ (2014) probt Freudenthaler immer wieder neue literarische ZugĂ€nge zu gelingenden und misslingenden zwischenmenschlichen Beziehungen, prĂ€zise, lapidar, mit der Kunst der poetischen NĂŒchternheit. Im Zentrum ihres DebĂŒtromans âDie Königin schweigtâ (2017) stehen ein Frauenschicksal, dessen tragische Wendungen in einer kristallinen Sprache erzĂ€hlt werden, und die Frage nach der Möglichkeit, sich aus einem Leben heraus zu erzĂ€hlen. In ihrem zweiten Roman âGeistergeschichteâ (2019) bringt die unzuverlĂ€ssige ErzĂ€hlerin das GefĂŒge der Geschichte ins Wanken und mit âArsonâ (2023) liefert die Autorin einen ebenso eleganten wie grausamen Beitrag zur Climate-Fiction, greift aber auch weit ĂŒber dieses Genre hinaus. In ihrem jĂŒngsten Roman âIrisâ (2026) seziert Freudenthaler unsere Gegenwart und zeigt eindrĂŒcklich, dass sich Machtmissbrauch in die Körper einschreibt und niemand davon unberĂŒhrt bleibt.
Laura Freudenthalers Figuren stehen in einem erzĂ€hlerischen Kosmos der beilĂ€ufigen Ungeheuerlichkeit, der aus dem individuellen Erleben und Erfahren ein Abbild einer Welt an der Kippe, am Rande des Untergangs macht. Die diesjĂ€hrige PreistrĂ€gerin des Christine-Lavant-Preises schreibt in konzentrierten ErzĂ€hlbewegungen, dicht und schnörkellos, ĂŒber die groĂen Themen, ĂŒber IdentitĂ€t und Körpererfahrung, Erinnerung und Verlust, ĂŒber das Gelingen und das Scheitern, ĂŒber Klimakatastrophe und weibliche Selbstbehauptung Geschichten, die man nicht mehr vergisstâ.
Laura Freudenthaler
Geboren 1984 in Salzburg, lebt und arbeitet in Wien.
Sie debĂŒtierte 2014 mit dem ErzĂ€hlband âDer SchĂ€del von Madeleineâ. FĂŒr ihren Roman âDie Königin schweigtâ (217) erhielt sie den Förderpreis zum Bremer Literaturpreis. Dieser wurde 2018 als bester deutschsprachiger DebĂŒtroman beim âFestival du premier Romanâ in ChambĂ©ry ausgezeichnet. FĂŒr âGeistergeschichteâ (2019), ihren zweiten Roman, erhielt sie den Literaturpreis der EuropĂ€ischen Union. 2020 gewann sie den 3at-Preis bei der Tagen der deutschsprachigen Literatur in Klagenfurt fĂŒr ihren Text âDer heiĂeste Sommerâ. 2024 wurde sie mit dem Anton-Wildgans-Preis ausgezeichnet.
Zuletzt erschienen im Jung und Jung Verlag Salzburg: âArsonâ (2023) und der Roman âIrisâ (2026), der im MĂ€rz 2026 zum dritten Mal auf Platz eins der ORF-Bestenliste war und der nun fĂŒr die Longlist zum österreichischen Buchpreis 2026 nominiert wurde.
Auszeichnungen:
2024 Reinhard-Priessnitz-Preis
2024 Outstanding Artist Award in der Sparte Literatur
2024 Anton-Wildgans-Preis
2023 Buchpreis der Salzburger Wirtschaft
2021 manuskripte-Preis
2021 Droste-Förderpreis
2020 3sat-Preis bei den Tagen der deutschsprachigen Literatur in Klagenfurt
2019 Literaturpreis der EuropÀischen Union
2018 Festival du premier ChambĂ©ry â bester deutschsprachiger DebĂŒtroman
2018 Literaturpreis der Stadt Bremen
Die vollstĂ€ndige Laudatio von Karin S. Wozonig und die auĂergewöhnliche Dankesrede von Laura Freudenthaler finden Sie in KĂŒrze auf unserer Website: www.christine-lavant.com
Martin Traxl moderierte die Matinee, Julian Pölsler fĂŒhrte Regie.
ORF III sendet zeitversetzt die gesamte Verleihung und Matinee am Samstag, 17. Oktober um 9 Uhr.
Fotos der Matinee und Verleihung finden Sie in der APA Fotogalerie:
https://www.apa-fotoservice.at/galerie/40162
Sponsoren, Förderer, Mitglieder
Die AktivitĂ€ten der Internationalen Christine Lavant Gesellschaft, im Besonderen die Dotierung des Christine Lavant Preises mit Matinee und Preisverleihung, werden von der KELAG, der Berndorf Privatstiftung, dem Land KĂ€rnten, der Hans Schmid Privatstiftung und durch BeitrĂ€ge der Fördernden und Ordentlichen Mitglieder der Internationalen Christine Lavant Gesellschaft finanziell unterstĂŒtzt.
Medienpartner
Der ORF, die BURG, die Wochenzeitung DIE FURCHE, das Magazin NEWS und die APA Austria Presse Agentur begleiten die AktivitÀten der Internationalen Christine Lavant Gesellschaft als Medienpartner.
Weitere Informationen zur Internationalen Christine Lavant Gesellschaft finden Sie auf unserer Website www.christine-lavant.com
Pressekontakt:
Mag. Dr. Manfred MĂŒller
Vorsitzender des Literarischen Beirats
E-Mail: office@ogl.at
Dr. Hans Gasser
PrÀsident der Internationalen Christine Lavant Gesellschaft
E-Mail: hans.gasser@christine-lavant.com
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