Governance, Finanzen

Der MDR muss auf die nicht erfolgte Anpassung des Rundfunkbeitrags reagieren und fokussiert sein Programm-Portfolio

11.05.2026 - 13:44:03 | presseportal.de

Leipzig - Die bislang durch die Bundesländer seit 1.1.2025 nicht erfolgte Umsetzung der Erhöhung des Rundfunkbeitrags bedeutet für den MDR eine umfangreiche Budget-Kürzung. Diese Situation zwingt den MDR zu strategischen Entscheidungen, die sich unvermeidbar auch auf den Umfang der MDR-Programmangebote auswirken werden. Gleichzeitig geht es darum, die Stärken des MDR als regional verankerter und handlungsfähiger Medienanbieter zu bewahren. MDR-Intendant Ralf Ludwig hat heute (11.5.) den MDR-Rundfunkrat über das Maßnahmen-Paket informiert.

Der MDR muss auf die nicht erfolgte Anpassung des Rundfunkbeitrags reagieren und fokussiert sein Programm-Portfolio - Foto: presseportal.de
Der MDR muss auf die nicht erfolgte Anpassung des Rundfunkbeitrags reagieren und fokussiert sein Programm-Portfolio - Foto: presseportal.de

MDR-Intendant Ralf Ludwig:

„Wir haben uns die Entscheidungen beileibe nicht leicht gemacht und wir würden uns die Situation gewiss auch anders wünschen. Aber Fakt ist: wäre die aus unserer Sicht rechtmäßige moderate Anhebung des Rundfunkbeitrags seit 1.1.2025 so umgesetzt worden, wie von der KEF empfohlen und wie im Verfahren vorgesehen, müssten wir diesen nun einschneidenden Weg nicht gehen. Doch die Realität lässt uns keine andere Wahl, wir können die seit 1.1.2025 fehlenden Einnahmen als MDR nicht mehr kompensieren. Die ausgebliebene Beitragsanpassung erzeugt für uns eine erhebliche Finanzlücke, auf die wir deshalb ab 2027 mit einer Etatabsenkung verantwortungsvoll reagieren müssen, um den MDR insgesamt wirtschaftlich und publizistisch zukunftssicher aufzustellen.“

MDR-Programmdirektor Boris Lochthofen:

„Der MDR ist angesichts der veränderten Mediennutzung wie alle Medienhäuser in permanenter Transformation. Gleichzeitig haben wir mehrere Phasen intensiver Einsparungen in allen Bereichen des Hauses durchlaufen. Weil wir den MDR nicht insgesamt schwächen und nicht unsere Aufgaben als öffentlich-rechtliches Haus gefährden wollen, haben wir uns entschieden, nicht in der Breite zu kürzen, sondern strategisch Prioritäten zu setzen. Die Entscheidungen schmerzen uns, aber wir gewinnen damit wirtschaftlich und publizistisch Handlungsspielraum, um unsere regionale Stärke und unsere Transformationsfähigkeit zu bewahren.“

Zu den Entscheidungen gehören:

Die innerhalb des MDR betroffenen Bereiche, Belegschaftsvertretungen sowie Kontaktpunkte innerhalb der ARD und darüber hinaus sind informiert und einbezogen.

Pressekontakt:

MDR, Kommunikations- und Mediendesk, E-Mail:
kommunikation-desk@mdr.de

Original-Content von: MDR Mitteldeutscher Rundfunk übermittelt durch news aktuell

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