Ludwigsburg fĂŒhrt bundesweit ersten Gedenktag fĂŒr gewaltbetroffene Frauen ein / Schweigeminute am 10. MĂ€rz auf dem Marktplatz und Trauerbeflaggung am Rathaus
08.03.2025 - 17:15:00Von Trauerbeflaggung flankiert, wird es am 10. MÀrz 2025 um 11 Uhr erstmals eine Schweigeminute geben, die OB Knecht auf dem Marktplatz abhÀlt. Parallel dazu lÀuten die Betglocken vieler Ludwigsburger Kirchen.
"Wir in Ludwigsburg nehmen Verantwortung sehr ernst. Mit unserem Impuls schaffen wir Bewusstsein und setzen so den Kernauftrag der Istanbul-Konvention um: die Vorbeugung", sagt OB Knecht. "Ich lade alle StĂ€dte, Gemeinden, Kommunen, Landkreise und LĂ€nder ein nachzuziehen, um den Lebensraum fĂŒr alle sicher zu machen."
Die Initiative der Stadt Ludwigsburg wird unterstĂŒtzt vom WEISSEN RING, Deutschlands gröĂter Hilfsorganisation fĂŒr Opfer von KriminalitĂ€t und Gewalt. BundesgeschĂ€ftsfĂŒhrerin Bianca Biwer begrĂŒĂt das innovative Signal: "Dass jedes Jahr hunderte Frauen und MĂ€dchen aufgrund ihres Geschlechts sterben mĂŒssen, ist ein katastrophaler Missstand. Umso wichtiger ist es, dass dieser sichtbar gemacht wird. Wir unterstĂŒtzen die Initiative der Stadt Ludwigsburg und hoffen, dass sich in Zukunft noch viele StĂ€dte und Gemeinden anschlieĂen werden - damit Gewalt gegen Frauen eines Tages der Vergangenheit angehört."
Die Wahl des Datums 10. MĂ€rz fĂŒr diesen Gedenktag ist bewusst erfolgt, um die NĂ€he zum 11. MĂ€rz herzustellen, dem Nationalen Tag zum Gedenken an die Opfer terroristischer Gewalttaten und AnschlĂ€ge.
Ende 2023 wertete ein Gericht in Kanada den Frauenmord eines zum Tatzeitpunkt 17-JĂ€hrigen als terroristischen Akt und verhĂ€ngte eine lebenslange Haftstrafe. Der richterlichen BegrĂŒndung zufolge habe der TĂ€ter die Botschaft senden wollen, dass er Frauen hasse.
"Um die grassierende, geschlechtsspezifische Gewalt gegen MĂ€dchen und Frauen ursĂ€chlich in den Griff zu bekommen, ist das gemeinschaftliche und öffentliche Ăchten von Gewalttaten und GewalttĂ€tern ein sehr wichtiger Schritt. Ludwigsburg setzt mit der EinfĂŒhrung dieses Gedenktages ein unĂŒbersehbares Stopp-Zeichen", unterstreicht Dr. Kristina Wolff, die Gleichstellungbeauftragte der Stadt Ludwigsburg.
Seit 2005 gedenkt die EuropĂ€ische Union am 11. MĂ€rz den Betroffenen terroristischer GrĂ€ueltaten weltweit. Im August 2024 kĂŒndigte die britische Innenministerin Yvette Cooper die Ăberarbeitung der britischen Strategie zur TerrorismusbekĂ€mpfung an, um extreme Frauenfeindlichkeit kĂŒnftig als eine Form von Extremismus behandeln zu können.
Mehr Infos zum Ludwigsburger Programm am Internationalen Frauentag unter https://www.ludwigsburg.de/frauentag
---
Der WEISSE RING wurde 1976 in Mainz gegrĂŒndet als "GemeinnĂŒtziger Verein zurUnterstĂŒtzung von KriminalitĂ€tsopfern und zur VerhĂŒtung von Straftaten e. V.". Er ist Deutschlands gröĂte Hilfsorganisation fĂŒr Opfer von KriminalitĂ€t. Der Verein unterhĂ€lt ein Netz von rund 3.000 ehrenamtlichen, professionell ausgebildeten Opferhelferinnen und -helfern in bundesweit 400 AuĂenstellen, beim Opfer-Telefon und in der Onlineberatung. Der WEISSE RING hat mehr als 100.000 Förderer und ist in 18 LandesverbĂ€nde gegliedert. Er ist ein sachkundiger und anerkannter Ansprechpartner fĂŒr Politik, Justiz, Verwaltung, Wissenschaft und Medien in allen Fragen der Opferhilfe. Der Verein finanziert seine TĂ€tigkeit ausschlieĂlich aus MitgliedsbeitrĂ€gen, Spenden und testamentarischen Zuwendungen sowie von Gerichten und Staatsanwaltschaften verhĂ€ngten GeldbuĂen. Der WEISSE RING erhĂ€lt keinerlei staatliche Mittel.
Pressekontakt:
WEISSER RING e. V.
Team Medien & Recherche
Fon: +49 6131 8303-4000
E-Mail: [email protected]
Web: www.forum-opferhilfe.de
Original-Content von: Weisser Ring e.V. ĂŒbermittelt durch news aktuell


