Bundesweit Streiks der VRFF bei ARD, ZDF und Beitragsservice - Tarifverhandlungen kurz vor Scheitern
25.09.2024 - 09:41:26Die VRFF Die Mediengewerkschaft hat aufgrund der seit Monaten stockenden Tarifverhandlungen im öffentlich-rechtlichen Rundfunk von Mittwoch, 25.09.2024 bis Freitag, 27.09.2024, bundesweit zu Streiks aufgerufen. Je nach Rundfunkhaus wird zu unterschiedlichen Zeiten die Arbeit niedergelegt werden. Beim Beitragservice kommt es durch die Arbeitsniederlegung seit 6:00 Uhr heute frĂŒh zu AusfĂ€llen in der Sachbearbeitung.
In Hamburg ist der NDR-Sender Billwerder-Moorfleet seit 2:00 Uhr nicht mehr besetzt; ĂŒber ihn werden auch Deutschlandfunk und Radio HH verbreitet. Störungen im automatisierten Sendebetrieb werden daher seit der Nacht nicht mehr behoben. Beim WDR entfielen bereits die Regionalnachrichten der Lokalzeit Aachen. In allen Programmen, auch von SWR und ZDF, muss immer wieder auf unterschiedlichen KanĂ€len mit AusfĂ€llen gerechnet werden.
In vielen Standorten rufen zeitgleich mit der VRFF die Gewerkschaften ver.di, DJV und die Orchestergewerkschaft unisono zu Arbeitsniederlegungen auf.
"Im öffentlichen Dienst, den die Arbeitsgeber im ĂRR stets als Messlatte fĂŒr tarifliche Erhöhungen in den MedienhĂ€usern genommen haben, wurde im vergangenen Jahr ein Tarifvolumen von rund 11 Prozent abgeschlossen. Wenn der öffentliche Dienst stets die Referenz ist, dann muss er es auch jetzt sein", so Christian Gesch, Vorsitzender der VRFF-Bundestarifkommission.
"Die BeschĂ€ftigten bei ARD und ZDF haben schon in den vergangenen Jahren mehrfach Reallohnverluste hinnehmen mĂŒssen, weil die tariflichen Steigerungen weit unter der Inflationsrate geblieben sind", so Gesch weiter.
"Es kann nicht sein, dass wir Jahr fĂŒr Jahr von den Lohnentwicklungen in Deutschland entkoppelt werden. Kein Wunder, dass bei den niedrigen GehĂ€ltern bei ARD und ZDF sich keiner mehr auf Stellen bewirbt. Diese Lohnverluste fĂŒhren nicht nur dazu, dass mittlerweile alle Landesrundfunkanstalten keine FachkrĂ€fte mehr bekommen, sondern diese sogar massiv abgeworben werden. Wenn dem nicht entgegengewirkt wird, steht dem ĂRR eine schwierige Zukunft bevor."
Die Tarifverhandlungen stĂŒnden in mehreren HĂ€usern kurz vor dem Scheitern. "Wir geben nicht nach, bis angemessene Angebote auf dem Tisch liegen," bekrĂ€ftigt Gesch.
Aktuelle Informationen finden Sie im Laufe des Tages hier: Bundesweit Streiks der VRFF bei ARD, ZDF und Beitragsservice - Tarifverhandlungen kurz vor Scheitern - VRFF
Hintergrund:
Die VRFF Die Mediengewerkschaft e.V. gehört zum dbb beamtenbund und tarifunion und vertritt die Interessen der BeschĂ€ftigten im Bereich der Medien und des öffentlich-rechtlichen Rundfunks. Die Gewerkschaft setzt sich ein fĂŒr faire Arbeitsbedingungen, unabhĂ€ngigen Journalismus und eine angemessene Finanzierung des öffentlich-rechtlichen Rundfunks.
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