Meisterwerke aus Ostasien
17.11.2025 - 10:59:16bei Nagel Auktionen in Stuttgart
Mit rund 1.900 Losen prĂ€sentiert Nagel Auktionen am 8. und 9. Dezember 2025 in Stuttgart erneut eines der bedeutendsten Auktionsereignisse fĂŒr Asiatische Kunst in Europa. Die zweitĂ€gige PrĂ€senzauktion ist thematisch gegliedert: Am 8. Dezember stehen Werke aus Tibet, China und Indien im Mittelpunkt, wĂ€hrend am 9. Dezember Kunst aus SĂŒdostasien, Japan und Korea den Abschluss bildet. ErgĂ€nzend folgen zwei Online-Auktionen mit jeweils rund 500 Losen.
Das Angebot wird in diesem Jahr von vier auĂergewöhnlichen NachlĂ€ssen geprĂ€gt, die in ihrer QualitĂ€t und Geschlossenheit selten am Markt erscheinen.
Kostbarkeiten aus einer europÀischen Sammlung des 19. Jahrhunderts
Besondere Aufmerksamkeit verdient eine bedeutende Privatsammlung, die bereits vor 1970 in Europa entstand. Die Objekte wurden in der zweiten HÀlfte des 19. Jahrhunderts wÀhrend einer diplomatischen Mission in China erworben und seitdem in Familienbesitz bewahrt. Herausragend ist eine feuervergoldete Bronze des Amitayus aus der Kangxi-Periode - ein nummeriertes Meisterwerk mit einer SchÀtzung von 600.000 bis 1.000.000 Euro.
Weitere Highlights dieser Sammlung sind kaiserliche Emailarbeiten aus den WerkstĂ€tten in Peking, darunter eine seltene Emailvase mit BrokatbĂ€ndern aus der Yongzheng-Periode (SchĂ€tzung 40.000-60.000 Euro) sowie eine auf kaiserlichen Befehl gefertigte pinkfarbene Lotusschale (15.000-25.000 Euro). Ein Paar rund einen Meter hoher Bronzelöwen aus dem 18. oder frĂŒhen 19. Jahrhundert - einst WĂ€chterfiguren eines Palastes oder Tempels - ergĂ€nzt das Ensemble (9.000-15.000 Euro).
Der Nachlass Harms: FrĂŒhe Erwerbungen in Shanghai
Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf dem Nachlass des Chemikers und ehemaligen Merck-Direktors Heinrich Georg Johann Harms (1906-1975) und seiner Ehefrau Eva Harms (1905-1998). Die Objekte, zwischen 1935 und 1942 in Shanghai erworben, dokumentieren das Sammlungsinteresse eines europĂ€ischen Ehepaars in der damaligen internationalen Metropole. Zu den Höhepunkten zĂ€hlen drei archaische Bronzen der Shang-Dynastie, darunter ein Gu und ein Li-Ding, deren Siegelmarken auf bedeutende Clans des 11. Jahrhunderts v. Chr. verweisen (15.000-25.000 Euro). ErgĂ€nzt wird die Sammlung durch tibetische Arbeiten - fĂŒr die damalige Zeit in China eine bemerkenswerte Erweiterung.
Tibet, China und Japan - Kunst im kulturellen Dialog
Das Kapitel Tibet und Himalaya umfasst rund 120 Lose. Besonders hervorzuheben ist eine groĂformatige Figur des Ekadasha-Lokeshvara aus dem 15. Jahrhundert, die mit bis zu 10.000 Euro taxiert ist.
Die chinesischen Porzellane und Kunstgewerbeobjekte stammen ĂŒberwiegend aus einer deutschen Diplomaten-Sammlung, die vor dem Zweiten Weltkrieg im Rheinland und in Berlin aufgebaut wurde. Unter den Höhepunkten finden sich Porzellane der Ming- und frĂŒhen Qing-Dynastie, buddhistische Bronzen und feine Jade-Arbeiten. Eine kalebassenförmige Seladonvase aus der Qianlong-Periode ist mit 20.000 bis 30.000 Euro geschĂ€tzt.
Die Abteilung Japan und SĂŒdostasien widmet sich unter anderem rund 80 Netsuke, Inro und ĂŒber 100 Arbeiten der Meiji-Periode. Aus der Sammlung des bayerischen Privatsammlers Helmut Ploog (1940-2025) stammen etwa 150 Lose mit Khmer-Skulpturen, thailĂ€ndischen Bronzen und Malereien, die gröĂtenteils bereits vor dem Jahr 2000 dokumentiert wurden.
HochkarÀtiges Angebot und internationale Resonanz
Die GesamtschÀtzsumme der Hauptauktion mit rund 900 Losen liegt bei 3,5 bis 4,5 Millionen Euro. Die beiden Online-Auktionen, die an den Folgetagen stattfinden, ergÀnzen das Angebot mit weiteren SchÀtzpreisen von insgesamt 300.000 bis 500.000 Euro.
Die Vorbesichtigung aller Objekte findet vom 5. bis 7. Dezember 2025, jeweils von 10 bis 17 Uhr, in den RĂ€umen von Nagel Auktionen, Stuttgart, statt.
Pressekontakt:
Fabio Straub
GeschĂ€ftsfĂŒhrer & Auktionator
+49 (0) 711 - 6 49 69-100
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