Gaza, Notlager

Gaza: Notlager der SOS-Kinderdörfer in humanitĂ€rer Zone von Beschuss getroffen / Hilfsorganisation in großer Sorge um das Leben der Kinder

20.08.2024 - 12:34:07 | presseportal.de

MĂŒnchen / Khan Younis - In Gaza ist ein provisorisches Lager der SOS-Kinderdörfer in Khan Younis durch fehlgeleiteten Beschuss getroffen worden. Wie die Hilfsorganisation mitteilt, sind weder Kinder noch Erwachsene zu Schaden gekommen, gleichwohl sei die Situation höchstalarmierend und unberechenbar. Lanna Idriss, Vorsitzende der SOS-Kinderdörfer weltweit, sagt: 'Was vor unseren Augen in Gaza passiert, ist ein vollstĂ€ndiges humanitĂ€res Versagen der Weltgemeinschaft. Aufgrund massiver Luftangriffe in unmittelbarer NĂ€he unseres SOS-Kinderdorfs in Rafah mussten wir die verbliebenen Kinder, Betreuer und IDPs im Mai in eine ausgewiesene humanitĂ€re Zone umsiedeln und jetzt geraten sie ausgerechnet dort erneut in Lebensgefahr. Ich frage mich, was eigentlich noch passieren muss, damit alle Beteiligten verstehen, das es Zivilisten sind, die unter allen UmstĂ€nden geschĂŒtzt werden mĂŒssen."

Gaza: Notlager der SOS-Kinderdörfer in humanitĂ€rer Zone von Beschuss getroffen / Hilfsorganisation in großer Sorge um das Leben der Kinder - Bild: presseportal.de
Gaza: Notlager der SOS-Kinderdörfer in humanitĂ€rer Zone von Beschuss getroffen / Hilfsorganisation in großer Sorge um das Leben der Kinder - Bild: presseportal.de

85 Prozent aller Einwohner Gazas leben auf 64 kmÂČ - das sind ĂŒber 30.000 Menschen pro kmÂČ.

Insbesondere in Khan Younis, wo sich das Lager der SOS-Kinderdörfer befindet, haben die Kampfhandlungen in den vergangenen Wochen massiv zugenommen. Die Panzer der israelischen Armee sind laut der Hilfsorganisation nur noch etwa einen Kilometer entfernt und die Evakuierungsanweisungen reichen bis zu 2 Kilometer an das Lager heran. Deshalb ist das Team der SOS-Kinderdörfer in Gaza unter Hochdruck auf der Suche nach einem möglichen neuen Standort fĂŒr 34 Kinder und ihre Betreuer und Familien. Angesichts der massiven Zerstörung und immer wieder neuen Evakuierungs-Anweisungen sei dies höchst schwierig. Idriss sagt: "Es gibt praktisch keine Orte mehr, an die wir unsere Kinder bringen können. Derzeit leben 85 Prozent aller Einwohner Gaza auf einer FlĂ€che von insgesamt 64 Quadratkilometern. Das sind ĂŒber 30.000 Menschen pro Quadratkilometer." Die sogenannte humanitĂ€re Zone werde immer weiter eingeschrĂ€nkt und betrage laut UN-Angaben nur noch 11 Prozent des Landes. Gleichwohl mĂŒsse man vorbereitet sein und versuche alles, um einen alternativen Standort zu finden. Eine Evakuierungsorder der israelischen Armee könne in jedem Moment erfolgen und bedeute, dass sĂ€mtliche Personen das Gebiet in kurzer Zeit verlassen mĂŒssen - manchmal in weniger als zwei Stunden.

Petition fordert das sofortige Ende des Krieges

Die SOS-Kinderdörfer fordern das sofortige Ende aller Kampfhandlungen in Gaza. Insbesondere Kinder mĂŒssen unter allen UmstĂ€nden geschĂŒtzt werden. Um ihren Forderungen Nachdruck zu verleihen, hat die Hilfsorganisation eine Petition ins Leben gerufen: https://www.sos-kinderdoerfer.de/petition-gaza

Sowohl in Israel als auch in PalĂ€stina und im Libanon leisten die SOS-Kinderdörfer Hilfe fĂŒr Kinder, die die elterliche FĂŒrsorge verloren haben oder davon bedroht sind, sie zu verlieren, und unterstĂŒtzen Familien, um sie vor dem Zusammenbrechen zu bewahren.

Pressekontakt:

Boris Breyer
Pressesprecher SOS-Kinderdörfer weltweit
Tel.: 0160 - 984 723 45
E-Mail: boris.breyer@sos-kd.org
www.sos-kinderdoerfer.de

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